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No Panic - Gute Geiseln sind selten

No Panic - Gute Geiseln sind selten

Ein Film von Ted Demme

Der Weihnachtsstress schlägt auch dieses Jahr wieder zu und macht auch vor Rezensenten keinen Halt. Der Leser möge daher bei der Länge der Rezension ein Auge zu drücken, immerhin ist ja bald Weihnachten.

Es gibt einige Dinge, die einer harmonischen Weihnachtsstimmung entgegenstehen. Kleine Lappalien wie Ehekrisen und Geiselnahmen zum Beispiel. Trifft beides zusammen, kann es einem so gehen wie Gus (Denis Leary). Dieser beschert sich nämlich Caroline (Judy Davis) und Lloyd (Kevin Spacey). Die beiden stecken in einer tiefen Ehekrise und streiten nervtötender als zehn ältere Ehepaare zusammen. Der Streit ist dermaßen festgefahren, dass sogar die Eheberatung eher neues Streitpotenzial schafft als dass sie auf irgendeine Art und Weise die Krise zu bewältigen hilft. Eine Scheidung kommt dennoch nicht in Frage. Lieber wird noch einmal eine Runde gestritten. Gewonnen hat derjenige, dem es gelingt am wenigstens auf den anderen einzugehen und besonders unlogisch und kindisch zu argumentieren. Eine kurze Unterbrechung erfährt das gegenseitige Angiften als Gus den beiden Streithähne mit seiner Pistole vor der Nase rumfuchtelt und sie dazu anhält, ihn zu sich nach Hause mitzunehmen.

Eigentlich wollte Gus seinen weihnachtlichen Sparstrumpf nur durch einen Juwelendiebstahl wieder auffüllen. Dass dieser aufgrund einer hervorragend gesicherten Safeanlage total daneben geht ist Pech. Dass sein Partner ihn beim ersten Sirenenheulen im Schnee stehen lässt auch.
Um nicht von der nächsten Polizeistreife in eine weniger weihnachtliche Umgebung verfrachtet zu werden, überzeugt Gus – wie bereits erwähnt - Caroline und Lloyd mit einschlägigen Argumenten ihn erst einmal bei sich zu Hause zu verstecken bis er seinen nervösen Partner kontaktiert und eine Fluchtmöglichkeit in Aussicht hat. Anfangs noch überrascht und besorgt, verdrängen Caroline und Lloyd ihre missliche Lage recht schnell und machen dort weiter, wo sie aufgehört haben. Ganz zum Leidwesen von Gus, der nun Augen- und Ohrenzeuge des ehelichen Gezeters wird. Besserung ist nicht in Sicht, denn der Besuch der nur einseitig geliebten Schwiegermutter steht noch bevor, samt weiterer Verwandtschaft, versteht sich.

No Panic - Gute Geiseln sind seltenNo Panic - Gute Geiseln sind seltenNo Panic - Gute Geiseln sind selten

Und noch ein nett gemeinter, moralisierender Weihnachtsfilm der Marke Hollywood. Typisch amerikanisch möchte man an dieser Stelle behaupten, ohne den Ausdruck momentan näher definieren zu wollen. An und für sich ist Ted Demme mit NO PANIC ein kurzweiliger Film gelungen, der vor allem von seinen Darstellern getragen wird. Leider hat es sich der Film zur Aufgabe gemacht seinen Zuschauern vor Augen zu führen, wie heuchlerisch und zerbrechlich der viel beschworene Weihnachts- und zugleich auch Familienfriede doch mitunter ist. Da braucht es bisweilen einen Einbrecher und Kleinganoven, der uns den Spiegel vorhalten und nachdenklich stimmen soll. Des Problems Lösung entpuppt sich zudem als ein äußerst simples und schimpft sich Kommunikation, sprich abwechselnd Lauscher spitzen und Stimmbänder in Bewegung bringen. Wem das alles schon bekannt ist, kann sich den Film trotzdem anschauen, denn so schlecht, wie es sich gerade gelesen hat, ist er eigentlich gar nicht. Geschuldet ist dieser Umstand den drei hervorragenden Hauptdarstellern, die sich durch eine Reihe schöner Einfälle spielen und einen verbalen Schlagabtausch nach dem anderen liefern. Weihnachtlich und harmonisch ist das zwar nicht gerade, dafür aber ungemein spaßig.
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Eine Rezension von Anja Mikolajek
(22. Dezember 2007)
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Daten zum Film
No Panic - Gute Geiseln sind selten USA 1994
(The Ref)
Regie Ted Demme Drehbuch Richard LaGravenese, Marie Weiss
Produktion Don Simpson/Jerry Bruckheimer Films, Touchstone Pictures Kamera Adam Kimmel
Darsteller Denis Leary, Judy Davis, Kevin Spacey
Länge 93 Minuten FSK ab 6
Filmmusik David A. Stewart
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