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Arielle, die Meerjungfrau

Arielle, die Meerjungfrau

Ein Film von Ron Clements, John Musker

Wer kennt es nicht, eines der wohl bekanntesten Märchen von Hans Christian Andersen, das die traurige und nachdenkliche Geschichte der kleinen Seejungfrau erzählt, die sich unsterblich in einen Menschen verliebt und für diesen sogar bereit ist ihr Meeresleben aufzugeben? Doch wird die Liebe der Unglücklichen verschmäht, und als ihr Angebeteter eine andere zum Hochzeitsaltar führt, bricht des Mädchens Herz, und sie stirbt und wird eine „Tochter der Luft“, verzeiht jedoch dem Prinzen und seiner Braut.
Andersen schrieb einst: „Ich greife eine Idee auf, die für Ältere gedacht ist und erzähle sie den Kleinen, während ich daran denke, dass Vater und Mutter oft zuhören, und ihnen muss man etwas für den Verstand geben.“

Die tragische Erzählung von Einsamkeit, unerwiderten Gefühlen und Hingabe bildet auch die Basis des Zeichentrickfilms der Walt Disney Company, die keine Skrupel hat die anspruchsvolle Vorlage zwecks besserer Vermarktung zu trivialisieren und zu amerikanisieren, sodass Andersens melancholische Erzählung kaum noch wieder zu erkennen ist. Herausgekommen ist dabei eine schillernde, bunte und vor Kitsch triefende Schnulze, die krampfhaft versucht – koste es was es wolle (in diesem Fall eine gute Dramaturgie) - politisch korrekt zu sein, nur um es ja jedem recht zu machen.
Statt Melancholie gibt uns Disney Action und platten Humor, statt Poesie ein Musical mit schmalzigen Songs, die noch dazu oft völlig deplaziert wirken (siehe Ursulas [Pat Car
roll/Beate Hasenau] Lied), kleine, übergewichtige Fische mit großen Kulleraugen, singende Krabben und ständig stressige und gestresste Seemöwen, die wohl niedlich sein sollen. Nur ja nicht zu tragisch werden, nur ja nicht anspruchsvoll und ernsthaft sein!
Bei Disney ist alles gut, nichts geht in die Tiefe, alle haben sich – trotz Querelen zwischen der pubertierenden Arielle (Jodi Benson/Dorette Hugo/Ute Lemper) und dem cholerischen Triton (Kenneth Mars/Edgar Ott) – wahnsinnig lieb, und Pappi wird’s zum Schluss ohnehin wieder richten, damit kein offenes Ende den Glanz der immer heilen Disney-Welt trübt.

Neben den langweiligen und wenig ausgearbeiteten Charakteren ist gerade die intrigante Meerhexe Ursula, - zumindest in der originalen deutschen Synchronisation bezeichnet sie Arielle sogar als “Schlampe“ - die markanteste Figur, die als ein derber und ordinärer Bösewicht dargestellt wird und ein überraschend grausames Ende findet. Leider löst der Film das Problem mit Arielles Rivalin (der Meerhexe in Gestalt einer hübschen, singenden Frau) indem er Eric (Christopher Daniel Barnes/Frank Schaff) sich nicht in Ursula verlieben - das wäre Andersen zumindest eine Spur näher gekommen - sondern den Prinzen unter einen hypnotischen Zauber geraten lässt, der ihn bannt. Ersteres wäre Disney wohl viel zu skandalös gewesen, widerspricht es doch den gesellschaftlichen Wertvorstellungen von Monogamie, um welche sich der dänische Dichter nicht scherte. Aber gerade dies dokumentiert jene langweilige politische Korrektheit, die oben bereits kritisiert.

Zeichentricktechnisch gibt es wenig zu beanspruchen, da die vielen liebevollen Handzeichnungen, die mit wenig computerunterstützten Animationen auskommen müssen, keine Wünsche offen lassen.
Vielleicht noch ein Wort zu den Synchronfassungen: am besten und gelungensten wirkt immer noch die ursprüngliche Synchronisation (mit den Sprechern, die unten angegeben). Die jüngere deutsche oder die österreichische Sprachversion in Mundart (wenn Triton wie der tiefste Wiener Prolet aus Ottakring spricht macht das den Film auch nicht besser, höchstens ungewollt komisch) sind zwar vollkommen überflüssig, waren allerdings für den Re-Release 1998 juristisch notwendig, da sich Disney auf Grund eines bürokratischen Fehlers nicht die Rechte der älteren Synchronisation gesichert hatte.

Vielleicht mag diese Rezension manchen zu streng erscheinen, doch sind mir Disney Filme schon seit langem suspekt. Dass sich hochwertiger Fantasystoff auch in Animationsfilmen hervorragend umsetzen lässt, und zwar so, dass man sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern kann, beweisen Filme wie „Das letzte Einhorn“, das zwar über ein geringeres Budget verfügte, aber mehr Mut zur Authentizität beweist. Disney hingegen geht den bequemen Weg des geringsten Widerstandes und prostituiert sich (wieder einmal) vor einem anspruchslosen und möglichst breit gefächerten Kinopublikum.
Zwar übernimmt der Trickfilm einige Elemente von Andersen wie die Meerhexe, den Verlust der Stimme oder den ertrinkenden Prinzen, der von der Seejungfrau gerettet wird, doch wird alles aus dem Kontext der Märchenvorlage gerissen und bunt durcheinander gewürfelt. Aus diesem Grund finde ich den Vergleich mit Andersen auch gerechtfertigt, da es „Arielle, die Meerjungfrau“ ohne seine geniale Geschichte in dieser Form nicht gäbe.




Eine Rezension von Florian Friedrich
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Daten zum Film
Arielle, die Meerjungfrau USA 1989
(The Little Mermaid)
Regie Ron Clements, John Musker Drehbuch Roger Allers, Ron Clements, John Musker, Howard Ashman
Produktion Howard Ashman, John Musker
Darsteller Christopher Daniel Barnes, Jodi Benson, Pat Carroll, Buddy Hackett, Jason Marin, Kenneth Mars, Samuel E. Wright
Länge 83 min FSK o.A.
Kommentare zu dieser Kritik
Tine sagte am 17.02.2007 um 10:00 Uhr

Die Rezension ist so dumm geschrieben, dass ich es gar nicht ertrage sie bis zum Ende durchzulesen. Vielleicht liegt es daran, dass sie von einem Mann geschrieben wurde, der den Zauber in diesem Film nicht versteht.
Arielle ist ein Film für Kinder und für junggebliebene Erwachsene. Alle anderen sollten ihn sich nicht ansehen!
Welches kleine Mädchen wünscht sich nicht einen Prinzen zum Heiraten? Ich finde, dieser Film ist so süß und romantisch. Er ist lustig und die Musik ist einfach schön. Als Kind habe ich mich in dieses Film verliebt und ich werde diesen Film immer lieben.
Die einzige Kritik, die vielleicht berechtigt ist, ist die an der neuen Synchronfassung. Ich kenne nur die alte Fassung und bin froh, dass ich sie besitze. Die neue möchte ich mir gar nicht anhören.
Florian TEAM sagte am 17.02.2007 um 10:40 Uhr

Naja, es nimmt nun einmal ein jeder einen Film anders wahr, das sehe ich jetzt nicht so tragisch wenn da die Geschmäcker auseinandergehen.
Als ich ein Kind war war "Arielle, die Meerjungfrau" auch ein Film, den jeder sehen musste und er hat mir lange Zeit sehr gut gefallen, insofern ist er auch für mich ein Nostalgiefilm.

"Arielle" ist aber nun einmal eine grobe Trivialisierung des Stoffes, deswegen so eine schlechte Kritik. Disney-Filme funktionieren meist nach dem Schema F, "Arielle" ist da ein Prototyp.
Tine sagte am 18.02.2007 um 09:36 Uhr

Ich sehe es schon tragisch, wenn jemand soetwas schreibt. Disneyfilme sind dir schon immer "suspekt". Dann ist es irgendwie gemein, dass du eine Rezension dazu schreiben darfst. Das ist so als würde ich, die keine Liebsschnulzen mag, mir extra einen Rosamunde-Pilcher-Film angucken, nur damit ich dann hier etwas Negatives darüber schreiben kann.
Ich finde es schade, dass andere vielleicht durch diese Rezension davon abgehalten werden, den Film für ihre Kinder zu kaufen, nur weil dir Disneyfilme prinzipiell nicht gefallen.
Florian TEAM sagte am 18.02.2007 um 09:44 Uhr

Ja aber es ist vollkommen legitim über Filme zu schreiben, die man schlecht findet. Das macht schließlich die Vielseitigkeit dieser Seite aus.
Ich neige zwar dazu Filme zu rezensieren, die mir gut gefallen, aber wenn mich etwas an Filmen ärgert, dann schreibe ich auch gerne schlechte Rezensionen.
Florian TEAM sagte am 18.02.2007 um 09:50 Uhr

Ach ja ein paar Disney Filme, die mir gut gefallen kann ich Dir schon nennen:
Schneewittchen, Cinderella, Alice im Wunderland (fängt Lewis Carroll wunderbar ein), Basil, der große Mäusededektiv
Die Legende von Sleepy Hollow, Fantasie und Fantasia2000, Cap und Capper (!!)
Wie Du siehst gibt's da immerhin ein paar, die mir SEHR GUT gefallen und über die ich bestimmt einmal sehr gute REzensionen schreiben werde.
Tine sagte am 18.02.2007 um 10:01 Uhr

Okay, ich sehe, unser Filmgeschmack geht vermutlich in eine völlig verschiedene Richtung.
schlaubi TEAM sagte am 19.02.2007 um 16:27 Uhr

Ich finds ein starkes Stück die Begriffe "zu trivialisieren" und "zu amerikanisieren" gleichzusetzen. Und dann noch nachzulegen und zu behaupten, dass sie das nur wegen der Vermarktung (also wegen Geld) machen. Und dann immer noch nicht aufzuhören und einmal mehr von der anspruchlosen Masse zu reden - das ist ja ein gewaltig hohes Roß, mein Herr. So hoch, dass man wahrscheinlich garnicht runterkletten kann ohne sich zu verletzen.
Florian TEAM sagte am 19.02.2007 um 18:49 Uhr

Ich nehme an Du beziehst das auf "Der Soldat James Ryan".
1. Wo setze ich "trivialisieren" mit "amerikanisieren" gleich?
Mit dem sehr verbreiteten Antiamerikanismus bin ich sehr vorsichtig, der nervt mich nämlich selbst.

2. Ich denke schon, dass viele Filme ein möglichst breites (Massen)Publikum ansprechen wollen und deswegen Dinge vereinfachen (müssen).

Ich glaube so hoch ist mein Ross auch wieder nicht. Wenn ich Dinge unsensibel formuliere habe ich kein Problem damit meine Fehler oder Schlampigkeiten einzugestehen und einmal abzustürzen.

Ich möchte hier im Forum nicht auf eine persönlich verletzende Ebene abdriften, Missverständnisse sind allerdings beim geschriebenen Wort vorprogrammiert.

Tine sagte am 21.02.2007 um 18:55 Uhr

Bitte nimm die Kritik an deiner Rezension nicht persönlich. Irgendwie ist das Konzept nicht so schön hier, dass einer eine große Rezension schreibt und die schwebt dann über allen. Und wir anderen dürfen nur noch kleine Kommentare dazu schreiben. Aber den ersten Eindruck erhält man nunmal, wenn man deine schlechte Bewertung in Form der 2 Sterne sieht. Die Einzelmeinung steht dann über allem, obwohl vielleicht die breite Masse (und das denke ich schon) diesen Film als sehr toll einschätzt. Es müste wenigstens die Sternchenbewertung als Durschschnittswert oder so angezeigt werden.
Florian TEAM sagte am 22.02.2007 um 01:38 Uhr

Naja vielleicht hat crumblecake ja recht: jemand, der mich nicht persönlich kennt könnte einige meiner provozierenden und meist sarkastisch gemeinten Formulierungen wirklich arrogant auffassen.
schlaubi TEAM sagte am 22.02.2007 um 11:03 Uhr

Also, das Gleichsetzen von "trivialisieren" und "amerikanisieren" passiert in Absatzblock 2, Zeile 3 Ende und Zeile 4 Anfang.

Um deine Äußerungen zu verstehen, muss man dich kennen. Ja, so geht es uns allen. Aber als Kritker sollte man so schreiben, dass für den Leser klar wird, dass man Sarkasmus und Provoaktion verwendet. Für mich wird das nicht klar, auch in deinen anderen Reviews nicht, wie du vielleicht an diversen Kommentaren gemerkt hast.

Und in Bezug auf Arielle - Ich kenn Andersens Geschichte nicht und mochte den Film sehr gern. Ich habe ihn halt als Kind gesehen. Ich mag allerdings auch den Vergleich von Buch und Film nicht so sehr. Diese Tendenz, die Literaturvorlage als Maßstab für den Film zu verwenden, hat mich auch bei diversen Herr der Ringe Kritiken (nicht nur hier sondern generell) gestört. Es sind 2 völlige verschiedene Medien, die verschieden funktionieren. Viel interessanter ist doch, was wurde verändert, warum wurde es verändert - vielleicht, um die Geschichte dem Meduim anzupassen, um sie überhaupt erzählen zu können? Funktioniert die Geschichte trotzdem? Als was funktioniert die Geschichte jetzt? Oder tut sie es nicht, weil etwas Wichtiges weggelassen wurde? Ist es vielleicht eine andere Geschichte geworden, die trotzdem gut oder genau deshalb nicht gut ist? Einfach zu sagen, es ist nicht so wie die Vorlage und deshalb nicht gut, funktoniert für mich nicht.

Ich tue mich auch mit dem Argument schwer, dass man Dinge vereinfachen (im Sinne von "weniger komplex machen") muss, um sie zu verkaufen, weil die Masse es so will. Für so dumm halte ich die Masse nicht. Und ich halte mich nicht für so klug, zu wissen was die Masse will. Vielleicht glauben es einige Leute, aber so sehe ich das nicht. Es ist ja auch ein Unterschied, ob ich die Sprache und/oder Sätze (in einem Text z.b.) vereinfache oder den Sachverhalt.
Florian TEAM sagte am 22.02.2007 um 12:09 Uhr

Ich nenne zwar "trivialisieren" und "amerikanisieren" im selben Satz, trenne es aber durch ein "UND", d.h. ich setze es nicht gleich. mit "amerikanisieren" meine ich in diesem Fall gängige Hollywood Klischees, Erzählmuster usw., also eine engere Bedeutung und nicht generell antiamerikanisch gemeint.

In "Die Rückkehr des Königs" mache ich schon boshafte und bewusst provozierende Seitenhiebe auf andere Kinobesucher. Zumindest in Kinoketten habe ich leider die Erfahrung machen müssen, dass das Publikum während der Filme häufig (wenn auch nicht immer) sehr undiszipliniert sein kann (herumgrölen, telefonieren etc.)
Die meisten "Unterhaltungsfilme" Filme sind heute viel schneller und rasanter erzählt, wenn dem einmal nicht so ist gibt es viele Zuseher, denen schnell langweilig ist. Zumindest ist diese Tendenz zu beobachten.
schlaubi TEAM sagte am 24.02.2007 um 12:04 Uhr

Ja jetzt wird einiges klarer. "UND" is halt eine sprachliche Verbindung und keine Trennung, so wie das "+" in der Mathematik. Man sagt ja auch "1 und 1 ist 2". So entstehen Mißverständnisse.
Aber es stimmt, dass es eine amerikanische Art und Weise gibt, Geschichten zu erzählen, die man mögen kann oder auch nicht.
Und was das Verhalten der Kinobesucher (also im Das Kino führen sie sich auch zum Teil furchtbar auf) mit der Behauptung zu tun hat, die Masse sei anspruchslos ist, kann ich immer noch nicht nachvollziehen.
Florian TEAM sagte am 24.02.2007 um 12:30 Uhr

Ich suche jetzt gerade unter meinen Rezensionen den dezidierten Ausdruck "Massen-Publikum".
Hab bis jetzt nur 1."ein anspruchsloses Publikum" oder 2. "Mainstream Publikum" gefunden.
Ad 1) bezieht sich ja auf das Zielpublikum, das muss noch nicht die Mehrheit der Kinogeher sein.
ad 2)Mainstream ist ja noch nicht "Masse", oder?

In "Das Parfum" schreibe ich "um die Massen ins Kino zu locken", da hat das Wort aber eine andere Bedeutung, vielmehr: scharenweise statt eine "Masse" in der das Individuum untergeht.

"Masse" im Sinne von "Menschenmasse" ist sicherlich ein problematischer und durch die NS-Vergangenheit vorbelasteter Bgriff.

Bin Dir aber eh dankbar für Deine konstruktive Kritik, und werd versuchen in Zukunft sensibler mit problematischen Begriffen umzugehen. Es ist halt zu bedenken, dass man gerade in den Kommentaren manchmal unüberlegter etwas "hinschreibt" als in einer sprachlich ausgefeilteren Filmrezension.
Zombie-mower TEAM sagte am 10.03.2007 um 04:25 Uhr

Arielle die Meerjungfrau ist ein großartiger Film.
Er ist sehr schön gezeichnet, hat viele verschiedene Charaktere - die Seebewohner - welche auch verschiedene Menschentypen repräsentieren, bzw. parodieren.
Da ist die Arielle, die eigentlich sittsame, naiv-unschuldige Tochter des Meereskönigs Triton, die aber immer mehr sich als eine Gefangene in einem goldenen Käfig fühlt.
Ihr Freund, der dicke Fisch - ein toller, lieber Kamerad, der sehr vertrauensselig und folgsam ist, aber gleichzeit sehr schüchtern und ängstlich. In Arielles Träumen und Vorhaben also eine Bremse - nicht zuletzt auch durch seine moralisch warnende Äußerungen.
Außerdem die rechte Hand Neptuns, die Krabbe Sebastian, eine Art Karriere-Typ, der alles tut, um das Gemüt des mächtigen Königs nicht zu trüben.
Und viele weitere sehr schön und stimmig kreirten Charaktere. Die Geschichte wird mit viel Liebe und Sorgfalt erzählt - sie ist weder (zu) kitschig, noch in der Aussage doktrinisch.
Auch fand ich die Lieder (im Besonderen vom Timing) genau richtig platziert und eine schöne Bereicherung der Erzählung.
Arielle enthält auch sehr viel Humor, meist getragen von dem schrulligen Sebastian, der durch seine Erscheinung, die paradoxe kleinliche Körperstatur gepaart mit dem selbst-überschätzend eitlen Autoritätsanspruch, und seine kummervollen Klagen gegen die ungehorsame Arielle ein großer Sympathie-Magnet ist.
Arielle polarisiert ganz klar zwischen Gut und Böse, aber schließlich ist das ein Kinderfilm und Kinder brauchen einen klaren, linearen Plotaufbau und Entwicklung, sowie deutliche moralische Kontraste.
Alles im allen ist Arielle ein sehr gut gelungener Zeichentrickfilm, der sehr originell und vielschichtig ist.
Sebastians humorvolle Einlagen erinnern mich heutzutage sehr stark an den beliebten Krabben-Charackter Mr. Skrabs aus Spongebob. Möglicherweise haben die Spongebob-Schöpfer sich von Arielle insperieren lassen.

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