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Was?

Was?

Ein Film von Roman Polanski

Der Titel rührt angeblich von der Reaktion Carlo Pontis, des Produzenten, her, dem bei Sichtung des fertigen Films nur eine Frage blieb: "Was?" Angesichts der $1,2 Mio., die er in Polanskis abstrusen Sexreigen gesteckt hat, ist es natürlich vorstellbar, daß die Äußerung blumiger formuliert war. Dennoch bleibt der Titel die adäquateste Reaktion auf sämtliche Vorgänge auf der Leinwand, und alle weiterführenden Fragen leiten sich geradewegs daraus ab: Was zur Hölle hat sich Polanski dabei gedacht? Hat sich Polanski überhaupt etwas gedacht? Und wenn ja … was?

In WAS? geht es um eine junge Frau, Nancy (Sydne Rome), die per Anhalter durch Italien reist und gleich zu Beginn von drei notgeilen Burschen beinahe vergewaltigt wird. Sie flüchtet sich in ein nahegelegenes Hotel, wo sie den Rest des Films damit verbringt, die merkwürdigen Bewohner kennenzulernen und ziellos herumzuirren. Das tut sie übrigens meist in gar nicht oder nur spärlich bekleidetem Zustand, und ab einem gewissen Zeitpunkt dann auch mit blauangestrichenem Bein.

Einer der Bewohner ist Marcello Mastroianni, der einen gelangweilten Playboy gibt, der Sätze sagt wie "Es wäre schön, wenn wir uns einmal zum Tee treffen könnten, so gegen fünf" oder "Sie sind schön, ihre Titten". Der gute Herr war offenbar einmal Zuhälter und liegt zumeist regungslos auf der Veranda, wo er dann wortlos die Hand a
usstreckt, um sich von Nancy eine Tasse Kaffee bringen zu lassen, und wo er regelmäßig kleine Pingpongbälle zertritt, die einer Gruppe von Herren, die ständig Tischtennis spielen, öfter mal über den Balkon fallen. Ach nein: Wirklich ständig spielen sie nicht Pingpong – einmal essen sie auch etwas, und einer von ihnen hat dauernd Sex und kündigt den unbeeindruckt durchs Zimmer laufenden Kollegen beständig neue Rekorde an. (Einer aus der Gruppe wird übrigens von Polanski selbst gespielt – aus unerfindlichen Gründen mit blauem Auge.)

Nancy trifft sich nun also mit Marcello zum Tee, aber zum Trinken kommen sie gar nicht, weil Marcello sich ein Tigerfell anzieht, am Boden herumkriecht und Nancy fordert, ihn auszupeitschen. Später wird Nancy dann einem der Pingpongherren erzählen, daß Marcello sie mißbraucht habe, und viel später trifft sie sich dann mit Marcello am Strand, wo dieser eine Kiste ausgräbt, in der sich eine Gendarmuniform befindet. Nachdem er diese Uniform angezogen hat, schlägt er Nancy mehrfach und legt ihr Handschellen an, weil sie keinen Ausweis vorzeigen kann.

Schon verwirrt? Nach über einer Stunde taucht dann auch ein alter Herr auf (Hugh Griffith, der Mann mit den dramatischen Augenbrauen!), der sich ganz am Rande des Exitus bewegt, und auf dessen Ableben offenbar die gesamte Bewohnerschaft wartet. Der alte Mann bittet Nancy dann auf sein Zimmer, wo er sich von ihr wünscht, daß sie ihm ihre Brüste zeigt, was sie dann auch tut. Dann wünscht er sich, daß sie ihm ihre Vagina zeigt, was sie ebenso tut. Dann stirbt der alte Mann glücklich.

Es laufen noch andere Gestalten durch das Hotel, zum Beispiel ein amerikanisches Ehepaar, das plötzlich in Nancys Zimmer einzieht. Nancy wacht dann mit dem Kopf des Herren zwischen ihren Beinen auf, aber nachdem sie sich ein wenig entrüstet hat, spielen sie dann zusammen Mozart auf dem Klavier. Es gibt auch einen Maler, der eine Wand gelb streicht und keinen von Nancys Sätzen versteht, sondern sich immer nur rechtfertigt, daß er ja auch hätte blau streichen können, wenn es ihm nur jemand vorher gesagt hätte. Besagter Maler ist es denn auch, der Nancys Bein blau anstreicht, aber der Grund dafür leuchtet nicht so ganz ein.

Während der ganzen Zeit, wir erwähnten es ja schon, läuft Nancy (halb-)nackt herum. Nachdem sie im Hotel angekommen ist, werden ihr ihre Klamotten gestohlen, weswegen sie also erst einmal völlig unbekleidet herumlaufen muß (was denn auch Marcello zu seiner Bemerkung hinreißen läßt, die nichts mit Tee zu tun hat). Dann bindet sie sich eine Serviette um, die sie am Frühstückstisch findet, und noch etwas später findet sie dann das Oberteil eines Pyjamas. "Es ist sehr mutig von Ihnen, daß sie meinen Pyjama anziehen", lobt sie irgendwann der alte Herr. Zum Schluß des Films flüchtet sie dann konsequenterweise auch wieder völlig nackt aus dem Hotel und springt auf einen vorbeifahrenden Lastwagen auf.

Was?Was?Was?
Weil der Film von Roman Polanski inszeniert wurde, der ihn zusammen mit seinem Mitstreiter Gérard Brach geschrieben hat, neigt man dazu, hinter den abstrusen Geschehnissen einen Punkt, eine Aussage, eine Methode im Wahnsinn anzunehmen. Ein dermaßen talentierter und brillanter Kopf kann doch nicht einfach ein zusammenhangloses, sinn- und witzfreies Filmchen zusammenstricken, das sich in der Erzählung vielleicht noch amüsant albern anhört, in der gefilmten Version aber nurmehr eine peinliche Aneinanderreihung von zähflüssig dahinkriechenden Merkwürdigkeiten darstellt – dachte sich wohl beispielsweise auch die Filmbewertungsstelle Wiesbaden, die WAS? prompt ein "besonders wertvoll" verlieh. (Laut deren Statuten wird das Prädikat danach verliehen, wie gut ein Film das sich selbst gesteckte Ziel erreicht. Vielleicht sind die Herren der Filmbewertungsstelle von dem Ziel ausgegangen, Sinn, Verstand und dem Zuseher gleichermaßen den Mittelfinger zu zeigen – in diesem Falle wage ich allerdings zu argumentieren, daß das gesteckte Ziel entweder mit schnellerem Tempo oder mit weniger spekulativem "Kostümdesign" der Hauptdarstellerin besser hätte erreicht werden können.)

In einigen Szenen tauchen auch Momente auf, in denen man plötzlich eine Ahnung kriegt, daß Polanski etwas sagen möchte: Da schaffen ein paar Arbeiter ein riesiges Gemälde heran, das von Nancy als "schön" gelobt wird, aber das dann der Repräsentant des alten Mannes nicht kaufen will: "Herr Noblart hat sich sein Leben lang für die Kunst interessiert, jetzt interessiert ihn das richtige Leben". Geht es vielleicht um die Diskrepanz zwischen Realität und Fiktion? In einem anderen Segment passieren Ereignisse nochmal, die schon am Vortag passiert sind, und Dialogzeilen werden wieder ausgesprochen. Ob die Zeit an Bedeutungslosigkeit verloren hat, will Nancy wissen, aber der klavierspielende Mann erklärt ihr: "Man kann nie zweimal in denselben Fluß springen. Nicht nur der Fluß ist später ein anderer, man selbst ist es auch". Geht es vielleicht um Vergänglichkeit oder um Stillstand?

Gelegentlich hat man auch das Gefühl, daß WAS? eventuell die Inszenierung eines Traumas ist: Immerhin wird Nancy zu Beginn fast vergewaltigt, und da sie meist unbekleidet herumläuft, stellen die Episoden vielleicht ihre Schutzlosigkeit dar – in vielen von Polanskis Filmen wird ja das Schicksal eines Opfers gegenüber einer größeren Macht thematisiert: Eine Figur verliert sich als Opfer in der sie dominierenden Welt. In diesen Gedankengang würde eventuell auch die sadomasochistische Beziehung mit Mastroianni passen.

Leider zieht sich keiner dieser Ansätze durch den gesamten Film – Ideen werden ins Prozedere geworfen und nie wieder aufgegriffen; vermeintliche Symbolik wird auf die Leinwand geklatscht, aber heraus kommt nur prätentiöser Quark. Der Großteil des Films ist offenbar lustig gemeint, aber es ist eigentlich nicht mal lustig, sich vorzustellen, daß jemand über eine Million für einen Film zahlt und dann dieses Werk hier vorgesetzt kriegt.

Vielleicht ist WAS? auch einfach nur ein Resultat von Polanskis eigenem Trauma. Nachdem 1969 seine Frau Sharon Tate von den Manson-Jüngern grausam ermordet wurde, stürzte er sich auf eine MACBETH-Inszenierung, deren Brutalität oft als Reaktion auf die Bluttat gewertet wird. Gleich danach drehte er WAS? – vielleicht ist es also die innere Leere, die hier auf der Leinwand eine Entsprechung gefunden hat. Vielleicht wollte Polanski auch einfach nur irgendetwas machen, anstatt untätig zuhause zu sitzen. Aber, und auch das ist möglich, vielleicht kann auch ein brillanter Regisseur mal völlig fehlgeleitet ein pseudokünstlerisches Ärgernis auf Zelluloid bannen. Glücklicherweise war sein nächster Film dann CHINATOWN.

Eine Rezension von Christian Genzel
(28. Juni 2009)
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Daten zum Film
Was? Italien/Frankreich/Deutschland 1972
(Che? / Quoi? / What? / Diary of Forbidden Dreams)
Regie Roman Polanski Drehbuch Roman Polanski, Gérard Brach
Produktion Compagnia Cinematografica Champion / Dieter Geissler Filmproduktion / Les Films Concordia Kamera Marcello Gatti, Giuseppe Ruzzolini
Darsteller Sydne Rome, Marcello Mastroianni, Hugh Griffith, Roman Polanski
Länge 114 FSK 16
Filmmusik Claudio Gizzi
Kommentare zu dieser Kritik
sagte am 20.08.2011 um 00:14 Uhr

Zum zweiten male schreibe ich hier meine Stellungnahme, da scheinbar die Speicherfunktion hier so störanfällig ist, daß man alles zweimal schreiben kann !!!

[.....Der Großteil des Films ist offenbar lustig gemeint, aber es ist eigentlich nicht mal lustig, sich vorzustellen, daß jemand über eine Million für einen Film zahlt und dann dieses Werk hier vorgesetzt kriegt.....]

Man muß schon ziemlich vertrocknet und humorlos veranlagt sein, wenn man nicht in der Lage ist diesem Film eine humorvolle Note abzugewinnen. Heutige Produzenten würden Schlange stehen, um einen solchen Film zu so niedrigen Produktionskosten vorgesetzt zu bekommen. Aber auch für das Jahr 1972 war dieser Film mehr als preiswert, was den Kinobesucher allerdings in der Regel überhaupt nicht interessiert, sodaß man sich fragen muß, was die Produktionskosten in einer Filmkritik zu suchen haben.

Absolut lächerlich wird der 'kritische' Beitrag des Herrn Christian Genzel in dem letzten Absatz, der mit 'Vielleicht beginnt !

[.......Vielleicht ist WAS? auch einfach nur ein Resultat von Polanskis eigenem Trauma. Nachdem 1969 seine Frau Sharon Tate von den Manson-Jüngern grausam ermordet wurde, stürzte er sich auf eine MACBETH-Inszenierung, deren Brutalität oft als Reaktion auf die Bluttat gewertet wird. Gleich danach drehte er WAS? – vielleicht ist es also die innere Leere, die hier auf der Leinwand eine Entsprechung gefunden hat. Vielleicht wollte Polanski auch einfach nur irgendetwas machen, anstatt untätig zuhause zu sitzen. Aber, und auch das ist möglich, vielleicht kann auch ein brillanter Regisseur mal völlig fehlgeleitet ein pseudokünstlerisches Ärgernis auf Zelluloid bannen. Glücklicherweise war sein nächster Film dann CHINATOWN.......]

...vielleicht rührt der Herr Christian Genzel hier einfach Kraut und Rüben zusammen und bleibt uns hier die Anwort auf die Frage schuldig, 'WAS' das durch Charles Manson an Roman Polanskis Frau, Sharon Tate begangene Verbrechen, mit dem Inhalt dieses Filmes zu tun hat !!!

Ich weiß nicht was der Autor sich sonst so alles anguckt, er sollte aber besser bei Robokop oder Stardreck bleiben,sein 'kritischer' Beitrag jedenfalls ist absolut unbrauchbar !

Mistkerl sagte am 20.08.2011 um 00:55 Uhr

Wahrscheinlich wäre es gar besser gewesen, wenn die Speicherfunktion auch den 2. Versuch zunichte gemacht hätte - so hätte man sich zumindest das Lesen dieser Zeilen puren Kommentarschwachsinns sparen können.

"[...]was den Kinobesucher allerdings in der Regel überhaupt nicht interessiert, sodaß man sich fragen muß, was die Produktionskosten in einer Filmkritik zu suchen haben."

Ohne Budget wäre hier erstmal GAR kein Film entstanden, warum sollte dieses also kategorisch uninteressant für eine Kritik sein? Schließlich darf sich eine solche sehr wohl auch mit den Umständen der Film-Entstehung auseinandersetzen.
Uninteressant ist lediglich dein Kommentar dazu.

"[...]'WAS' das durch Charles Manson an Roman Polanskis Frau, Sharon Tate begangene Verbrechen, mit dem Inhalt dieses Filmes zu tun hat !!!"

Extrem unüberlegte Aussage, die wohl ursprünglich als Frage gedacht war?!
Wenn man deine Frau (sowie dein ungeborenes Kind) gerade auf grausamste Weise ermordet hätte, hättest du vielleicht auch nicht unbedingt Lust, als nächstes Rosemarys Baby 2 zu drehen...oder?!
Gerade bei Polanski lässt sich sein Werk nicht von seiner Lebensgeschichte trennen!
Lies doch einfach mal ein Buch über den Regisseur.

"Ich weiß nicht was der Autor sich sonst so alles anguckt, er sollte aber besser bei Robokop oder Stardreck bleiben,sein 'kritischer' Beitrag jedenfalls ist absolut unbrauchbar !"

Vielleicht solltest du lieber mal dein Glubschauge zukneifen und dafür dein Gehirn anschalten. Dann kriegst du vielleicht in absehbarer Zeit sogar mal einen brauchbaren Kommentar zustande.
sagte am 20.08.2011 um 20:03 Uhr

Der Autor des Re-Kommentars macht seinem Namen alle Ehre, da er scheinbar nicht in der Lage ist, unvoreingenommen Kritik entgegen zu nehmen.
[....Ohne Budget wäre hier erstmal GAR kein Film entstanden, warum sollte dieses also kategorisch uninteressant für eine Kritik sein?...]
Jeder weiß, daß ohne Budget kein Film zustande kommt, was noch lange nicht heißt, daß das Budget eines Filmes für eine Kritik interessant ist, vor Allem, wenn mir der Rest der kritischen Betrachtung Alles Andere als qualifiziert erscheint. Wasser ist übrigens nass und ohne Wurstteig gibt es auch keine Wurst. Alles klar ?
[...Gerade bei Polanski lässt sich sein Werk nicht von seiner Lebensgeschichte trennen!
Lies doch einfach mal ein Buch über den Regisseur....]
Doch, das Werk läßt sich von seiner Lebensgeschichte trennen, zumal Sie, ich vermute, Herr Christian Genzel, uns immernoch im unklaren darüber lassen, was die Lebensgeschichte des Regisseurs nun im konkreten mit diesem Film zutun hat ! Natürlich kann man ein Buch, welches auch immer (Buchtipp ?) lesen, bevor man eine Internetseite der Filmkritik aufruft !
Ist das hier eine Buchbesprechnung oder eine Filmkritik ? Der Film 'Was ?' hat rein garnichts mit der Tragödie um Sharon Tates Tod zutun. Zu dieser Episode fallen mir eher andere Filmtitel, wie 'Rosemarys Baby' oder 'Tanz der Vampire' ein !

An dieser Stelle etwas ganz anderes: Seit wann Dutzen wir uns eigentlich ? Nehmen Sie es mir nicht übel (...oder soll ich vielleicht 'Du' sagen), mir scheint 'Sie' sind ein Wichtigtuer ! MfG Ihr Glubsch
sagte am 20.08.2011 um 20:31 Uhr

[...Einer aus der Gruppe wird übrigens von Polanski selbst gespielt – aus unerfindlichen Gründen mit blauem Auge...]
... ach noch eine Frage. Haben Sie sich den Film angesehen ? Das Wort 'unerfindlich' überrascht mich ein wenig ! Soviel ich mitbekommen habe, gibt es ein paar Minuten zuvor eine Filmszene(soviel ich mich erinnere die erste Szene auf der Veranda,)in der zu sehen ist, wie Playboy Alex diese Szene über eine Treppe (die Treppe selbst ist nicht zusehen)verläßt und dann Lärm, der auf eine Prügelei hindeutet und die Stimme Mosquitos, zu hören ist !!?
Mistkerl sagte am 20.08.2011 um 20:45 Uhr

Wenn sich hier jemand selbst 'Glubsch' nennt, wende ich zunächst nicht das 'Sie' an...nach ausdrücklichem Wunsch selbstverständlich schon, Herr Glubsch!

Zunächst: Nein, der Herr Genzel verbirgt sich tatsächlich nicht hinter dem Profilnamen. Leider musst du,...Entschuldigung, müssen Sie hier mit einem gewöhnlichen Mannbeisstfilm-Leser Vorlieb nehmen.

"[...]was noch lange nicht heißt, daß das Budget eines Filmes für eine Kritik interessant ist, vor Allem, wenn mir der Rest der kritischen Betrachtung Alles Andere als qualifiziert erscheint."

So? Was gibt es an dem Text denn sonst noch so unqualifiziert zu nörgeln? Vielleicht dann mal ein paar mehr begründete Kritikpunkte im Kommentar nennen?!

"Buchtipp ?"

'Roman Polanski' von F.X. Feeney ist z.B. ein sehr schönes Buch, das, neben vielen Bildern, auch knapp und trotzdem klar die tragische Geschichte Polanskis und dessen filmisches Werk in einen gewissen Kontext rückt.

"Der Film 'Was ?' hat rein garnichts mit der Tragödie um Sharon Tates Tod zutun."

Auf Seite 86 wird der Regisseur sehr deutlich bezüglich des Einflusses der Ermordung seiner Frau auf sein Leben zitiert: "Der einzig wirklich wichtige Wendepunkt in meinem Leben ist Sharons Tod."

Zu Was? steht dort auf Seite 94 ebenfalls richtig: "Man könnte ihn als Auszeit bezeichnen, die sich Polanski von Sorge, Furcht, Scham und Druck gönnte."

"Zu dieser Episode fallen mir eher andere Filmtitel, wie 'Rosemarys Baby' oder 'Tanz der Vampire' ein !"

Beide Filme entstanden VOR Tates Tod. Wie soll dieser sie also beeinflusst haben? Ist Polanski ein Hellseher?!
sagte am 20.08.2011 um 21:01 Uhr

Der Playboy heißt nicht Marcello, sondern Alex. Es gibt in dem ganzen Film keinen Hinweis darauf, daß es sich bei dem Anwesen um ein Hotel handelt, wäre auch wunderlich, wenn der alte Hausherr seine Angehörigen in einem Hotel beerbt.

[...Es laufen noch andere Gestalten durch das Hotel, zum Beispiel ein amerikanisches Ehepaar, das plötzlich in Nancys Zimmer einzieht. Nancy wacht dann mit dem Kopf des Herren zwischen ihren Beinen auf, aber nachdem sie sich ein wenig entrüstet hat, spielen sie dann zusammen Mozart auf dem Klavier....]
Nein, es war nicht der Kopf des 'Amerikaners', sondern der Kopf eines ganz anderen Herrn.

[...Es gibt auch einen Maler, der eine Wand gelb streicht und keinen von Nancys Sätzen versteht, sondern sich immer nur rechtfertigt, daß er ja auch hätte blau streichen können, wenn es ihm nur jemand vorher gesagt hätte. Besagter Maler ist es denn auch, der Nancys Bein blau anstreicht, aber der Grund dafür leuchtet nicht so ganz ein....]

Nein, es ist eben nicht 'besagter' Anstreicher, sondern sein Kollege !

[....Ein dermaßen talentierter und brillanter Kopf kann doch nicht einfach ein zusammenhangloses, sinn- und witzfreies Filmchen zusammenstricken, das sich in der Erzählung vielleicht noch amüsant albern anhört, in der gefilmten Version aber nurmehr eine peinliche Aneinanderreihung von zähflüssig dahinkriechenden Merkwürdigkeiten darstellt – dachte sich wohl beispielsweise auch die Filmbewertungsstelle Wiesbaden, die WAS? prompt ein "besonders wertvoll" verlieh....]

Sie sind nicht einmal in der Lage ordentlich zu zitieren, Guttenberg läßt grüßen !

(Laut deren Statuten wird das Prädikat danach verliehen, wie gut ein Film das sich selbst gesteckte Ziel erreicht. Vielleicht sind die Herren der Filmbewertungsstelle von dem Ziel ausgegangen, Sinn, Verstand und dem Zuseher gleichermaßen den Mittelfinger zu zeigen – in diesem Falle wage ich allerdings zu argumentieren, daß das gesteckte Ziel entweder mit schnellerem Tempo oder mit weniger spekulativem "Kostümdesign" der Hauptdarstellerin besser hätte erreicht werden können.)

Skandalös eine solche Aussage: Ein noch schnelleres Erzähltempo, wenn der Herr Kritiker bereits mit diesem Tempo überfordert ist ? Unverantwortlich ! ;-)

[....Ob die Zeit an Bedeutungslosigkeit verloren hat, will Nancy wissen, aber der klavierspielende Mann erklärt ihr: "Man kann nie zweimal in denselben Fluß springen. Nicht nur der Fluß ist später ein anderer, man selbst ist es auch". Geht es vielleicht um Vergänglichkeit oder um Stillstand?...]

Falsch zitiert, Film nochmal ansehen, Papier und Bleistift bereitlegen und mitschreiben, um Originalzitate präsentieren zu können. Was für eine Schludrigkeit Obengenanntes noch als wörtliche Rede zu markieren.

[...Gelegentlich hat man auch das Gefühl, daß WAS? eventuell die Inszenierung eines Traumas ist: Immerhin wird Nancy zu Beginn fast vergewaltigt, und da sie meist unbekleidet herumläuft, stellen die Episoden vielleicht ihre Schutzlosigkeit dar – in vielen von Polanskis Filmen wird ja das Schicksal eines Opfers gegenüber einer größeren Macht thematisiert: Eine Figur verliert sich als Opfer in der sie dominierenden Welt. In diesen Gedankengang würde eventuell auch die sadomasochistische Beziehung mit Mastroianni passen....]

Na hier wäre doch Gelegenheit gewesen einmal direkt Bezug auf Mansons Verbrechen zu nehmen, 'vorausgesetzt' es gäbe einen Bezug !

Diese kritische Betrachtung ist eine Zumutung. Das mindeste, was man von einem Filmkritiker verlangen kann ist, daß er sich den Streifen auf einem ausreichend großen Bildschirm (ohne Bildbeschnitt) gründlich ansieht ! Aber wenn der Kritiker nichteinmal zu einer hinreichend genauen Inhaltsangabe befähigt ist, dann frage ich mich allmählich nach dem Sinn diese Geschwurbels !
sagte am 20.08.2011 um 21:11 Uhr

[...Auf Seite 86 wird der Regisseur sehr deutlich bezüglich des Einflusses der Ermordung seiner Frau auf sein Leben zitiert: "Der einzig wirklich wichtige Wendepunkt in meinem Leben ist Sharons Tod."...]

[...Zu Was? steht dort auf Seite 94 ebenfalls richtig: "Man könnte ihn als Auszeit bezeichnen, die sich Polanski von Sorge, Furcht, Scham und Druck gönnte."....]

Konkret diese Aussagen begründen noch keinen Bezug zu diesem Film.

Wenn der Buchtipp so wichtig sein soll, warum haben Sie Ihn dann nicht konkret mit in die Kritik aufgenommen ?

[...Beide Filme entstanden VOR Tates Tod. Wie soll dieser sie also beeinflusst haben? Ist Polanski ein Hellseher?!...]

Damit habe ich gerechnet. deshalb fragte ich die ganze Zeit nach dem 'Bezug' zu diesem Film (Was?). Tatsächlich gab es Hinweise darauf, das der Film 'Rosemarys Baby' einen (wenn auch kleinen Teil) der Motivation für das von Manson begangene Verbrechen darstellte.
sagte am 20.08.2011 um 21:13 Uhr

Wenn Sie angeben nicht der Autor dieser o.g. Kritik zu sein, wundert es mich, wie schnell Sie ein Buch zur hand haben !
Mistkerl sagte am 20.08.2011 um 21:20 Uhr

Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht der Verfasser bin - nur ist es halt die Wahrheit.

Das Buch kommt aus meinem Regal. Das ist manchmal einfach so. Da kann man anhand des Buchrückens recht schnell das gewünschte Exemplar ausfindig machen und nachschlagen.
Aber möglicherweise händeln Sie das mit ihren Schriftstücken ja ganz anders...
Mistkerl sagte am 20.08.2011 um 21:20 Uhr

Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht der Verfasser bin - nur ist es halt die Wahrheit.

Das Buch kommt aus meinem Regal. Das ist manchmal einfach so. Da kann man anhand des Buchrückens recht schnell das gewünschte Exemplar ausfindig machen und nachschlagen.
Aber möglicherweise händeln Sie das mit ihren Schriftstücken ja ganz anders...
sagte am 20.08.2011 um 22:22 Uhr

[....Wenn man deine Frau (sowie dein ungeborenes Kind) gerade auf grausamste Weise ermordet hätte, hättest du vielleicht auch nicht unbedingt Lust, als nächstes Rosemarys Baby 2 zu drehen...oder?! .....]

[.....Beide Filme entstanden VOR Tates Tod. Wie soll dieser sie also beeinflusst haben? Ist Polanski ein Hellseher?!....]


Chronologischer Widerspruch ???!!
Mistkerl sagte am 20.08.2011 um 23:12 Uhr

Jetzt halten wir uns aber am letzten Strohhalm fest, Herr Glubsch!
Rosemarys Baby entstand VOR Tates Ermordung. Dass Polanski DANACH vielleicht keine Lust hat, einen ähnlich düsteren und okkulten Horrorstoff zu bearbeiten, sondern sich lieber ein klassisches Drama ausgesucht hat, erscheint mir durchaus verständlich.
sagte am 20.08.2011 um 23:16 Uhr

[....Wenn man deine Frau (sowie dein ungeborenes Kind) gerade auf grausamste Weise ermordet hätte, hättest du vielleicht auch nicht unbedingt Lust, als nächstes Rosemarys Baby 2 zu drehen...oder?! .....]

Es war nicht mein Fehler Herr M. Ich habe Sie lediglich Zitiert, also nicht der letzte Strohhalm.
Mistkerl sagte am 20.08.2011 um 23:24 Uhr

Dann sollten Sie sich mein Zitat vielleicht besser noch einmal gründlich zu Gemüte führen. Diesmal nicht nur mit Glubschauge, sondern auch mit Hirn...das habe ich doch bereits zuvor ausdrücklich empfohlen.
Da steht Rosemarys Baby '2'. Logisch, denn Rosemarys Baby wurde VOR Tates Ermordung abgedreht. Langsam wird es mir aber zu blöd mit Ihnen, Herr Glubsch! Das muss ich ganz offen gestehen...
sagte am 20.08.2011 um 23:43 Uhr

[...Dann sollten Sie sich mein Zitat vielleicht besser noch einmal gründlich zu Gemüte führen. Diesmal nicht nur mit Glubschauge, sondern auch mit Hirn...das habe ich doch bereits zuvor ausdrücklich empfohlen.
Da steht Rosemarys Baby '2'. Logisch, denn Rosemarys Baby wurde VOR Tates Ermordung abgedreht. Langsam wird es mir aber zu blöd mit Ihnen, Herr Glubsch! Das muss ich ganz offen gestehen...]

Vorsicht Herr Genzel, wir wollen hier doch nicht persönlich werden, Verunglimpfungen meines Namens möchte ich mir hier an dieser Stelle ausgebeten haben.
Und statt hier den Genervten zu spielen, sollten Sie sich eher Bemühen darüber zu reflektieren, ob die einzelnen von mir o.g. Kritikpunkte Sie zu einer gewissen Einsicht bewegen. Ich frage mich allmählich, wie man mit einem solchen Schreibstil eine einigermassen brauchbare Doktorarbeit zustande bringen will.
Mistkerl sagte am 20.08.2011 um 23:48 Uhr

Mir scheint, als ob Sie vielleicht ein persönliches Problem mit dem Autoren, Herrn Genzel, haben und an etwas leiden, das mit Vornamen Para und Nachnamen Noia heisst.
Ein letztes Mal: Ich bin NICHT der Autor und werde das auch nicht mehr werden...egal, wie oft man sich das im Kopf auch wünschen mag!
Noch nie zuvor mit anderen Lesern einer Internet-Seite diskutiert?
sagte am 20.08.2011 um 23:59 Uhr

Ich glaube Ihnen das einfach nicht, da Sie 'passend zu den konkret angesprochenen Textstellen' ein Büchlein zur Hand haben. Meiner Aufforderung, mich nicht mehr zu beleidigen, sind Sie auch nicht nachgekommen, meiner Aufforderung, zu meinen Kitikpunkten an Ihren Postings Stellung zu beziehen, ebenfalls nicht. Ihnen wirds zu blöd ? Aber Sie melden sich ja immerwieder, scheinbar übt dieser Thread durchaus eine gewisse Anziehungskraft auf Sie aus. Übrigens den Film 'Rosemarys Baby 2' gibt es nicht, sodaß man diesen Titel auch nicht zu erwähnen braucht !
Mistkerl sagte am 21.08.2011 um 00:07 Uhr

Was soll ich dann dazu noch sagen? Das wird ja langsam richtig irre...

So wie ich die Reaktionen von Herrn Genzel von anderen Diskussionen her kenne, würde er sich kaum hinter einem Fakeaccount verstecken. Wozu auch?

Wenn ich ein Polanski-Buch besitze, warum sollte ich dieses dann nicht passenderweise aufschlagen und zitieren? Einwände?

Zu den Kritikpunkten könnte wohl besser der Autor Stellung beziehen. Sie ahnen es?! Richtig, ich bin es nicht!!

Ganz genau, Rosemarys Baby 2 gibt es nicht. Zumindest diesen Teil haben Sie verstanden.
sagte am 21.08.2011 um 00:21 Uhr

Da sind Sie ja schon wieder (..obwohl es Ihnen zu blöd wird). Ich befürchtete schon, Sie hätten das Weite gesucht, was auch nicht das Schlechteste wäre, dann können Sie ja dem Herrn Genzel persönlich das Abgeben von Statements überlassen. Andererseits habe ich Verständnis dafür, daß es Ihnen eine ausserordentliche Freude bereitet, mit mir kommunizieren zu dürfen. Vielleicht sollten wir uns auf einem anderen Thread wiedertreffen und über ganz neue Themen diskutieren. Wie wärs z.B. damit, das Besprechen anderer Filmkritiken von Filmen wie:
Die Muse, Tutmosis, Schlaflos u.s.w. ?
Das ist ja interessant, das Sie einen Fakeaccount besitzen, was nicht heißen soll, das es von Ihnen ein Akt von Höflichkeit wäre, meiner Aufforderung, Stellung zu meinen Kitikpunkten an Ihren Postings zu beziehen, nachzukommen !
Es ist gut, daß Sie das mit dem Fakeaccount gesagt haben, ich hätte Sie schon beinahe mit Herr Mistkerl angesprochen.
Mistkerl sagte am 21.08.2011 um 00:35 Uhr

Das können Sie halten, wie Sie wollen. Meinetwegen auch 'Herr Mistkerl';-)

Mit dem Lesen haben Sie es wohl nicht so besonders?! Entschuldigung, das war jetzt natürlich keineswegs böse gemeint...ich wundere mich nur, warum Sie die Stelle nicht richtig verstanden haben, an welcher ich lediglich anmerkte, dass der Autor wohl eher weniger mit einem Fakeaccount antworten würde.
Habe ich deshalb einen Fakeaccount? Nö, ich habe einen ganz gewöhnlichen Account, wie andere Leser auch.
Aber nein, mein realer Name ist weder Genzel noch Mistkerl. Ihrer wohl auch weniger 'Glubsch'...?!

Mir macht Ihre Verzweiflung und (persönliche?) Verbitterung Spaß...deshalb schreibe ich einfach gern mit Ihnen! ;-)

Die genannten Filme, mit denen Sie mit mir diskutieren möchten, sagen mir allesamt nichts. Oder ist mit Schlaflos Nolans Insomnia gemeint? Und was haben die Filme mit dem Thema zu tun? Äußerst kryptisch...ein Kafka-Fan?!



sagte am 21.08.2011 um 00:42 Uhr

Beantworten Sie mir doch einfach meine Fragen, dann können Sie sich einige Luftblasen dessen was Sie hier gepostet haben sparen (Es dient doch nur der Selbstverteidigung). Geben Sie sich einen Ruck !
Mistkerl sagte am 21.08.2011 um 00:55 Uhr

Jetzt mal ganz im Ernst: Ich bin wirklich nicht (!) der Autor. Dieses Beharren darauf wird langsam echt lächerlich!
Wenn Christan Genzel etwas zu den Punkten sagen will, wird er das schon tun.

Was ist denn das überhaupt für eine schräge Nummer von dir?!
sagte am 21.08.2011 um 01:11 Uhr

Das habe ich mit dem letzten Post auch nicht gesagt. Finde ich schön, daß wir uns wieder Dutzen !
Ich hatte Kritik an Ihren Postings genommen und Sie hatten noch nicht vollständig zu allen Punkten Stellung bezogen. Aber Sie können sich ja getrost in aller Ruhe nochmal den ganzen Thread durchlesen. Aber es sei mir gestattet anzumerken, das Ihr bisheriger Standpunkt durchaus die Position des Herrn Genzel verteidigt. Vielleicht sollten auch Sie sich diesen Film nochmal in aller Ruhe ansehen, wir haben ja schließlich Samstagabend und man muß ja nicht jede Woche in die Disko. Wenn Sie dann Ihre Hand aus der Hose nehmen und sich nicht ausschließlich auf die Titten von Sydney Rome konzentrieren, dann könnten sich Ihnen Handlungsstränge offenbaren, von denen Sie bisher noch nichts geahnt haben. Schlaflos und Muse sind übrigens Filme von Herrn Genzel, muß man aber auch nicht unbedingt gesehen haben

Tschüssie und ein schönes Wochenende
Mistkerl sagte am 21.08.2011 um 01:16 Uhr

Loco!
Bartel sagte am 23.08.2011 um 14:35 Uhr

@Mistkerl & Glubsch bzgl. aller vorangegangener Kommentare:
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