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Stirb langsam 2

Stirb langsam 2

Ein Film von Renny Harlin

Auf dem Roman „58 minutes“ von Walter Wager basierend entstand 1990 die Fortsetzung zum legendären ersten „Stirb langsam“-Teil, die im Französischen deshalb auch „58 minutes pour vivre“ (also etwa: „58 Minuten zu leben“) heißt.

Wieder einmal ist Weihnachten, es schneit und John McClane (Bruce Willis) plant einen schönen Abend mit seiner Frau Holly. Eigentlich ist alles wie immer und auch folgende Ereignisse fühlen sich für McClane irgendwie bekannt an: Da gibt es Terroristen, eine Schießerei nach der anderen und den ein oder anderen Stunt den McClane abliefert, um sich und das Leben seiner Frau zu schützen.

Während des weihnachtlichen Schneesturms besetzt der korrupte Offizier Colonel Stuart (William Sadler) mit einer Söldnertruppe eine alte Kirche, von wo aus er die Energieleitungen des Flughafens anzapft. Nun hat er die in der Luft kreisenden Linienmaschinen in der Hand und erpresst die Zuständigen des Flughafens damit, einen südamerikanischen Diktator, der zur Zeit auch in einer Maschine in der Luft ist, freizulassen, ansonsten werde er ein Flugzeug nach dem anderen abstürzen lassen.
Für McClane begtinnt nun ein Wettlauf mit der Zeit, denn auch seine Frau Holly sitzt in einem der Flieger, dem langsam der Treibstoff ausgeht…

Da ist er also: Nur zwei Jahre nachdem der erste Teil erschien, gibt es nun auch schon den zweiten, in dem Bruce Willis den etwas barschen, rauchenden Polizisten gibt, der sich während des Films wiede
r einmal zum Supertypen mausert und demonstriert, dass er nicht nur mehr als ein, sondern auch mehr als zehn Leben hat.

Stirb langsam 2Stirb langsam 2Stirb langsam 2
Für Action ist also gesorgt und man verfolgt nur allzu gefesselt, wie sich McClane mit dem Schleudersitz aus einem explodierenden Flugzeug katapultiert, sich durch Kugelhagel manövriert oder ein zur Landung ansetzendes Flugzeug mit pathetisch ausgestreckten Armen und leuchtenden Fackeln auf sich aufmerksam machen will. Ja, „Stirb langsam 2“ ist ein Fest fürs Auge und befriedigt jedes actionverwöhnte Herz und sensationsgeile Auge.

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Für Fans des ersten Teils ist es eine besondere Freude, alte Bekannte wieder zu treffen. Dass es ohne Bruce Willis wohl keine Fortsetzung gegeben hätte, steht wohl außer Frage; die Nebendarsteller allerdings wären sicher ersetzt worden, hätten sie sich geweigert, noch einmal am Prozess des langsam und verdammt harten Sterbens teilzunehmen. Zum Glück aber trifft man McClanes Frau Holly wieder als die Person wieder, die man aus dem ersten Teil kennt: mit braunem Wuschelkopf und mädchenhaftem Gesicht – ganz klar, das muss Bonnie Bedelia sein.
Und über noch einen freut man sich tierisch: Reginald VelJohnson, der im ersten Teil den pummeligen Polizisten mimte und McClane übers Funkgerät mit Rat und Tat zur Seite stand, am Ende sogar einen Knuddler vom Actionheld und eine Gage von (nur?) 100.000 US-Dollar kassierte. Al Powell ist also wieder mit dabei und hilft seinem Kumpel John mit ein paar Informationen weiter. Schade ist allerdings, dass man ihn nur kurz zu Gesicht bekommt. Gern hätte man gesehen, dass sich Powell auf den Weg zum Flughafen macht, um seinem Freund aus der Patsche zu helfen und das konfuse Durcheinander des Airports ein bisschen aufzumischen. So ist Powell nur in einer Szene und somit das letzte Mal in der Stirb-langsam-Reihe zu sehen. Schade. Wer ihn aber so schnell nicht aus den Augen verlieren möchte, kann sich ja die hundertste Wiederholung der erfolgreichen US-Comedy-Serie „Alle unter einem Dach“ (1989-1998) im TV ansehen, wo velJohnson den knuddligen Familienvater spielt, welcher übrigens ebenfalls Polizist von Beruf ist.

Was wäre ein Actionfilm oder ein bisschen Witz, der ihn hier und da auflockert? Die Antwort kennt auch „Stirb langsam 2“-Regisseur Renny Harlin, der anstelle von John McTiernan den Jo übernahm, weil dieser sich gerade mit „Jagd auf Roter Oktober“ zu beschäftigen wusste.
So sitzt zum Beispiel eine harmlos erscheinende Omi im Flugzeug neben Holly, die einen Elektroschocker zur Selbstverteidigung mit sich trägt. Selbstverständlich hat sie diesen auch schon einmal ausprobiert, und zwar an ihrem Hundchen! ^^
Und wieder hört man John McClanes Lieblingsspruch, der im englischen eher cool, im deutschen aber abgeschwächt und dafür lustiger klingt. So brüllt McClane seinen Wiedersachern im Original „Yipee-ki-yay motherfucker“, im Deutschen aber etwas gesitteter „Yipee-yai-yay Schweinebacke“ (was im dritten Teil zur „Schweinenase“ wurde) hinterher. Die coolen Einzeiler, die Willis im ersten teil abließ, kamen beim Publikum gut an- Daher wurde Willis im zweiten Teil dazu aufgefordert, so viele Einzeiler wie möglich zu improvisieren, um mit diesen Gags für Lacher zu sorgen.

Leider gibt es nicht nur positives über den zweiten Teil zu sagen. So fehlt es ihm leider etwas an Originalität des ersten und Tempo des dritten Teils. Bei einigen Szenen vermag sich der Zuschauer auch augenbrauenhochziehend am Kopf zu kratzen, weil sie ihm recht unrealistisch erscheinen. Zu Beginn des Films beispielsweise liefert sich McClane eine Schießerei im Flughafengebäude und meldet dies anschließend dem zuständigen Captain Lorenzo (Dennis Franz). Dieser wiederum plustert sich mächtig auf, will sich von McClane gar nichts sagen lassen und spielt alles herunter. Nur – warum? Okay, klar, dass er sich in Gegenwart von McClane in seinem macho-männlichen Ego bedroht fühlt (Wem würde es nicht so gehen?), aber deswegen gleich eine Scheißerei mit Terroristen und herumliegende Leichen als Bagatell-Fall abzustempeln, scheint einem aber dann doch zu viel der Engstirnigkeit. Während McClane also versucht, hier eine Absperrung und da eine Fingerdruckanalyse in die Wege zu leiten, regt Captain Lorenzo sich viel mehr darüber auf, dass sich McClane als Befehlshaber aufspielt.

Somit lässt sich nur schlussfolgern, dass der zweite Teil zwar auf jeden Fall sehenswert und unterhaltsam ist, im Vergleich zum ersten Part aber eher eine Kopie von "Stirb langsam" darstellt. Dennoch: ein bisschen knallige Action hier, ein paar coole Sprüche da und der Popcorn-Abend scheint gerettet. Allein wegen Bruce Willis, dem heimlichen Star Reginald velJohnson und um keine Lücke im Vierteiler zu haben, sollte man "Stirb langsam 2" auf keinen Fall verpasst haben!


Zur vollständigen Reihe gehören natürlich noch:
"Stirb langsam - Jetzt erst recht" und
"Stirb langsam 4.0"

Eine Rezension von Anja Strilek
(28. Juni 2007)
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Daten zum Film
Stirb langsam 2 USA 1990
(Die Hard 2: Die Harder)
Regie Renny Harlin Drehbuch Steven E. de Souza, Doug Richardson
Produktion Charles Gordon, Lawrence Gordon, Joel Silver
Darsteller Bruce Willis, Bonnie Bedelia, William Sadler, Franco Nero, Dennis Franz, John Amos, William Atherton, Reginald VelJohnson
Länge 124 min FSK 16
Filmmusik Michael Kamen
Kommentare zu dieser Kritik
Stefan R. TEAM sagte am 28.06.2007 um 10:02 Uhr

Gerade beschriebene Anfangsszene und diejenige mit den zig Handgranaten riefen das bei mir hervor - Stirnrunzeln. Der erste Teil war weit weniger auf unrealistische Action getrimmt. Schade, denn alles in allem ist Stirb langsam 2 ein überaus solider Actioner mit einem gewohnt souveränen Bruce Willis in der Hauptrolle.

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