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Death Proof - Todsicher

Death Proof - Todsicher

Ein Film von Quentin Tarantino

Quentin Tarantino ist zurück! Dieses Mal hat er es sich mit seinem Regie-Buddy Robert Rodriguez zur Aufgabe gemacht, die in den 70er Jahren unter Genrefans so beliebten „Grindhouses“ wiederauferstehen zu lassen. Mit diesem Begriff sind damals kleinere Kinos (größenteils in den USA) bezeichnet worden, die in ihrem Programm diverse „Erwachsenenfilme“ (von vielen Gegnern auch als „Schund“ deklarierte Exploitation-Werke) in Double-Features (manchmal sogar Dreier-Vorstellungen oder mehr) vorgeführt haben. Dabei hat es sich nicht zwangsläufig um Filme aus dem Horrorsektor gehandelt, auch brutale Kung-Fu-Klassiker oder Actionkracher sind unter dem „Grindhouse“-Banner gelaufen.

Da diese Filmkultur damals vorrangig in den USA populär gewesen ist, schien das Vorhaben, einen Anlauf im alten Stil auch in unseren Breitengraden zu versuchen, bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Somit kann man hierzulande Tarantinos Horror/Action-Ladung „Death Proof“ und Rodriguez´ Splatter-Homage „Planet Terror“ lediglich als einzelne und durch den Starttermin zusätzlich voneinander getrennte Werke sehen – „Death Proof“ dafür allerdings in einer längeren Fassung, im Fall von „Planet Terror“ muss man in dieser Hi
nsicht wohl erstmal abwarten und auf das Wohlwollen der FSK hoffen…

Die Story von „Death Proof“ ist recht schnell erzählt:
Stuntman Mike (tut gut, Kurt Russell nach Hollywood-Kitsch wie „Poseidon“ endlich mal wieder in einer Rolle als coole Sau zu sehen) hasst Frauen und liebt es, mit seinem aufgepimpten und „totsicheren“ Auto Jagd auf diese zu machen. Zunächst geraten in einer Bar die drei Freundinnen „Jungle Julia“ (Sydney Tamiia Poitier), Shanna (Jordan Ladd, „Cabin Fever“, „Inland Empire“) und „Butterfly“ (Vanessa Ferlito) an den passionierten Psychopathen. Dieser wirft sich zunächst an die an der Bar sitzende Blondine Pam (Marilyn Manson-Ex Rose McGowan, „Scream - Schrei!“, „The Black Dahlia“) ran, und kann letztendlich auch die etwas zickige „Butterfly“ zu einem „Lapdance“ überreden.
Am Ende des Abends lässt sich die attraktive Pam von dem selbstbewussten, narbengesichtigen Fremden nach Hause fahren. Diese Entscheidung wird sie mit ihrem Leben bezahlen und auch die anderen drei Mädchen finden während der Fahrt auf der Landstrasse einen grausamen Tod.
Death Proof - TodsicherDeath Proof - TodsicherDeath Proof - Todsicher
Ein Jahr nach dem blutigen Massaker hat Stuntman Mike erneut vier hübsche Damen für eine Fahrt zur Hölle auserkoren. Noch weiss er allerdings nicht, auf was er sich mit seiner Auswahl eingelassen hat: Denn dieses Mal handelt es sich bei seinen potentiellen Opfern nicht um „wehrlose“ Frauen, sondern um ein Quartett von Ladies aus dem Filmgeschäft, unter denen sich auch die Stuntfrau Zoe (Uma Thurman-Stuntdouble Zoe Bell) befindet. Diese lassen sich von dem blutrünstigen Ekel nicht so leicht ins Bockshorn jagen und zeigen ihm während einer spektakulären Verfolgungsjagd, was echte „Girl Power“ bedeutet…

Nach dieser Inhaltsangabe könnte bei vielen Lesern die Frage aufkommen, warum um Himmels Namen man sich jetzt solch einen schwachsinnigen Film anschauen sollte. Die Antwort darauf ist ganz simpel: Dieser „Schwachsinn“ macht einen höllischen Spaß und ist von Maestro Tarantino („Pulp Fiction“, „Kill Bill“) so genial in Szene gesetzt worden, dass man bis zur letzten Sekunde den Blick auf die Uhr meidet und einem während der atemberaubenden Actionszenen, die im Stil der alten Schule OHNE den inflationären Einsatz von teuren CGI-Effekten auskommen, manchmal der Mund vor Begeisterung offen steht. Um außerdem ein Maximum der alten „Grindhouse“-Atmosphäre zu erschaffen, hat Tarantino, der sich hier erstmals auch für die erstklassige Kameraführung verantwortlich zeigt, einige Bildsprünge und Laufstreifen eingebaut, die dem Zuschauer authentisch vormachen, einen Streifen aus den späten 70ern zu sehen.

Da es sich bei „Death Proof“ in erster Linie um die Verbeugung eines filmbesessenen Fans (Tarantino hat zusammen mit Sylvester Stallones Sohn Sage unter dem Banner des „Grindhouse-Releasing“-Labels Ende der 90er angefangen, alte Exploitation Klassiker aus aller Welt für den amerikanischen Markt aufzukaufen und dort auch endlich in die Kinos zu bringen) handelt, wird man über die gesamte Laufzeit von Zitaten aus dem Horror- und Actiongenre nur so erschlagen. Man muss schon ein recht guter Kenner sein, um wirklich jede Anspielung im Film zu erkennen. Auch die Musik von Großmeistern wie Ennio Morricone und Pino Donaggio stammt aus alten Klassikern jener Zeit.
Natürlich hat es sich Tarantino selbst nicht nehmen lassen, in dem Film einen coolen Gastauftritt als Barkeeper vorzulegen und auch seinem befreundeten Regiekollegen Eli Roth („Cabin Fever“, sowie die beiden „Hostel“-Filme) merkt man den Spaß an seinem kleinen Cameo an.
Death Proof - TodsicherDeath Proof - TodsicherDeath Proof - Todsicher
Für den Fan ist es am Ende dennoch ärgerlich, dass ihm hier das Erlebnis der „Double-Feature“ vorenthalten wird, da hiermit auch die sehr gelungenen „Fake-Trailer“ von diversen Regisseuren (Rodriguez selbst hat die Killergeschichte „Machete“ inszeniert, während sich „Hot Fuzz“-Regisseur Edgar Wright in „Don´t“ mit einem Spukhaus beschäftigt, Rob Zombie die „Werewolf Women Of The SS“ loslässt und Eli Roth den witzigen Slasher „Thanksgiving“ vorlegt), die eigentlich zwischen den Vorstellungen gezeigt werden sollen, komplett wegfallen. Dass sich der deutsche Verleiher Senator allerdings gegen die doppelte Packung entschieden hat, ist nach dem bescheidenen Erfolg der Filme in den USA auch verständlich: Viele Zuschauer haben noch nicht einmal gewusst dass ein zweiter Streifen folgt, und haben das Kino bereits nach „Planet Terror“ verlassen…

Man kann letztendlich festhalten dass „Death Proof“ ganz bestimmt nicht jedermanns Geschmack trifft, da er auch ein wenig zwischen den Stühlen sitzt. Er ist eine Mischung aus Retro-Horror-Action und Tarantino-mäßigen Small-Talks, wobei der letztere Anteil eindeutig überwiegt. Natürlich verbirgt der Regisseur auch dieses Mal nicht seinen eindeutigen Hang zum Fußfetisch, und zeigt gerne und oft in Großaufnahme knackige Frauenbeine und nackte Zehen. Wer also Lust auf einen ziemlich witzigen, teilweise brutalen, actiongeladenen, dreckigen, coolen und auch erotisch-sinnlichen Trip auf der Route 666 hat, sollte sich mal eine Kinokarte für „Death Proof“ gönnen.
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Fazit: Take It – Or Leave It!

Um zur PLANET TERROR-Rezension zu gelangen HIER klicken!

Eine Rezension von Bastian G.
(06. August 2007)
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Daten zum Film
Death Proof - Todsicher USA 2007
(Quentin Tarantino's Death Proof)
Regie Quentin Tarantino Drehbuch Quentin Tarantino
Produktion Dimension Films, A Band Apart, Troublemaker Studios Kamera Quentin Tarantino
Darsteller Quentin Tarantino, Eli Roth, Nicky Katt, Michael Parks, Vanessa Ferlito, Jordan Ladd, Sydney Tamiia Poitier, Mary Elizabeth Winstead, Tracie Thoms, Zoe Bell, Rosario Dawson, Kurt Russell, Rose McGowan
Länge 113 min. FSK ab 16 Jahren
http://www.deathproof.senator.de/deathproof.html
Filmmusik Jack Nitzsche ("The Last Race"), Ennio Morricone ("Paranoia Prima", "Unexpected Violence (Violenza in attesa)"), Pino Donaggio ("Sally & Jack"), Bernard Herrmann ("Twisted Nerve-Introduction")...
Deutscher Kinostart: 19.07.2007
Kommentare zu dieser Kritik
Zombie-mower TEAM sagte am 07.08.2007 um 00:49 Uhr

Tarantino präsentiert mit "Death Proof" einen wirklich authentischen Blick aus (seiner) Grindhouse-(Videotheken-)Ecke.
"Death Proof" ist in erster Linie inhaltlich total banal: Stuntman Mike kann seine sexuelle Anziehung zu Frauen nicht in die gewohnten Wege (Daten, Ausführen, miteinander schlafen) leiten und kompensiert seine Unbeholfenheit mit regelmäßigen Morden an durchs Land ziehenden Mädchengruppen, wobei sein aufgemotztes Muscle Car zum sexuellen Ersatzobjekt wird.
Kurt Russel spielt einen redegewandten und philosophierenden Psychopathen mit einem Händchen für Selbstdarstellung. Und der Rest der Cast sind im Grunde Requisiten (also komplett austauschbare Mimen, die mit ihrer bekloppten Darstellung nochmal mehr ihre Austauschbarkeit beweisen), weil sie weder eine tragende Rolle erfüllen, noch eine charakterliche Tiefe aufweisen. Das Aussehen der Mädchen, deren Dialoge und Handlungen sind durchwegs Tarantinos Aushängeschilder des Trivialen, das nur die niedrigen Instinkte des Zusehers ansprechen sollen. Ein wahrlich wahrgemäßer Verweis auf die Grindhouse-Filme. Wer sich selbst überzeugen möchte, bei youtube lassen sich noch die echten Grindhuouse-Trailer aus 1972 ausfindig machen: http://www.youtube.com/watch?v=sNfNevVeebc

Eben weil die weiblichen Charaktere alle so oberflächlich und frivol daher kommen (und damit extrem nervtötend), lenken sie die Sympathie des Zuschauers weg von sich hin zu Mike, der das Wohlwollen des Betrachters mit seinem selbstsicheren und toughen Auftreten, coolen Sprüchen und konstantem Beherrschen der Situation (alles Anleihen an Kurt Russels berühmteste Rolle als Snake Plissken in "Die Klapperschalnge")durchwegs rechtfertigt. Wie bei den Teenie-Slasher-Streifen erwartet man das Dahinscheiden der "Tussis" mit großer Vorfreude. Umso überrumpelter fühlt man sich als Kenner von Tarantinos ultra-coolen Helden aus seinen vorigen Filmen (Resevoir Dogs, Pulp Fiction, Jackie Brown, Kill Bill) zum Schluss des Films als dann nicht nur die Handlung, sondern auch die Rollenverteilungen ins Gegenteilige kippen.

Während Rodriguez also einen weiteren ultra-blutigen, kultigen Adrenalin-Streifen steigen lässt, besinnt sich Tarantino mehr auf den Stil und den Humor seines Films. "Death Proof" ist ein sehr persönlicher Film, der über das Zitatenkino hinaus die Erwartungen des Zuschauers manipuliert. Vielen v.a. männlichen Zusehern wird das sicher nicht wohl bekommen.

Als Double-Feature hätte Grindhouse mit Sicherheit eine wesentlich effektivere Wirkung gehabt. Rodriguez porträtiert die Quintessenz des B-Movie-Action- und Splatterfilms vom aller-schlechtesten Geschmack mit viel Kawummmm auf der Leinwand und Tarantino bringt die Gemüter mit einem selbst-ironischen Abgesang an die alten Schundstreifen wieder zur Ruhe. Alleine steht "Death Proof" etwas entwurzelt da.
Jeannette TEAM sagte am 14.08.2007 um 00:10 Uhr

Bin insgesamt doch eher enttäuscht ;-(

So wenig Handlung tut auch einem Tarantino nicht gut. Immerhin sind die Dialoge teilweise recht witzig.

Soooo furchtbar zickig fand ich die Mädels übrigens nicht, jedenfalls nicht genug, um ihnen den Tod zu wünschen und mich darüber zu freuen ????*?=)()=????

Stuntman Mike konnte ich definitiv nicht die kleinste Spur von "Wohlwollen" entgegenbringen. Fand die Rolle auch nicht wirklich ironisch. Dafür war alles zu schwerfällig.

Ganz nett war, dass man doch einige Gesichter aus Planet Terror wiedererkannt hat. Was jetzt nur nichts rausreißt, weil die beiden Filme ja nicht hintereinanderlaufen...

Also in meinen Augen war das diesmal nix, das man gesehen haben muss, leider.

schlaubi TEAM sagte am 14.08.2007 um 12:21 Uhr

Eine ganz grandiose Sache. Vorallem weil der Film, wenn ma die ganzen Ebenen, Zitate und Bezüge wegnimmt, immer noch funktioniert und keine Sekunde fad ist.

Großartig find ich wie Tarantino es schafft, einerseits ein Hommage an die B-Movies zu drehen, mit allen Referenzen und Gimmicks, wie schlechte Schnitte, Tonsprünge und Laufstreifen und das Ding trotzdem gut und nicht hingerotzt aussehen zu lassen. Er hat sich den Stil genommen und zieht ihn durch. Er erzählt eine Action Geschichteund mischt sie Stalkerelement des Horrorfilms, dem er auch noch was neues und interessantes abgewinnt, indem das Auto des Stalkers zur Mordwaffe macht (hab ich zumindest so noch nie gesehen).

Er bricht die plotkonzentrierte B-Movies Erzählweise völlig auf, indem er ausführliche Dialogszenen einbaut, seine Figuren labern lässt ohne Ende und wir so echte wahre Charaktere vorgesetzt bekommen, die man mag und und um die es einem leid tut, wenn sie sterben. Die Dialoge sind echt, wie wir sie jeden Tag im Bus oder im Restaurant hören und unter den zum Teil oberflächlichen Gesprächen über Männer, Autos, Gras und das Wäschewaschen offenbaren sich bei allen ihre Fehler, Wünsche, Ängste, Unsicherheiten und aufgesetzten Attitüden. Das macht sie zu echten Menschen, denen man gerne zuhört. Tarantino urteilt nicht über sie, er findet sie spannend und mag sie

auch Kurt Russells Killer ist ein charmanter Philisoph und so garnicht der klassische Psychopath, den man sonst in Filmen findet. Es dürfte ihn auch weniger sexuelle Lust oder Frustration antreiben zu töten, weil er ja ganz offensichtlich eine sehr gewinnende Art hat. Es macht ihm offenbar einfach Spass.

Außerdem führt Tarantino seine bei "Jackie Brown" beginnende Tradition starker Frauenfiguren fort. Nicht nur, dass die Mädels am Ende Kurt Russel zu Brei schlagen, sie sind auch sonst starke Charaktere, die sich von den Burschen in der Bar nicht einwickeln lassen, lieber allein weiterziehen und ganz klare Grenzen ziehen, wie die Knutscherei im Auto zu verlaufen hat.
Die Männer stellt er als Machos dar, cool und slebstsicher, die sich aber, wenn sie nicht kriegen was sie wollen und verlieren, als weinerlichen Waschlappen entpuppen. Auch ihnen reißt er die aufgesetzte Attitüde herunter.

Zu guter letzt ist "Death Proof" ein Fetisch Film. Autos und Frauen. Die Kamera gleitet über Hintern und nackte Beine und setzt sich zu Kurt Russell auf den Stuhl wenn er einen Lapdance bekommt (Sein Grinser in dieser Szene ist unbezahlbar). Doch auch den Fetisch bricht der Film auf. Die Autos werden exzessiv verschrottet und Julias schöne, lange perfekte Beine, mit denen sie alle Männer betört, fliegen beim Unfall als abgetrennte Körperteile durch die Gegend und landen klatschend auf der Straße.

Ein gelungene Hommage und ein Bruch mit allem was das Kino momentan so zu bieten. Sowohl in Look, Thema, Dialog, Charakterzeichnenung und Erzählstruktur.
Und Vanessa Ferlito ist eine Entdeckung!

Ich bin begeistert.
schlaubi TEAM sagte am 14.08.2007 um 12:25 Uhr

eine entschuldigung für meine legasthenisch anmutende Schreibweise. Ich hab halt nie tippen gelernt....sorry. Ich merke mir: das nächste Mal vorher nochmal lesen ;-)
Damocles TEAM sagte am 19.02.2009 um 14:59 Uhr

Wow.

Käse.

Zwar nicht so käsig wie Planet Terror, aber das heißt ja nicht viel.

Ich wollte dem Film nach dem Rodriguez-Debakel ja wirklich eine Chance geben. Ich hab auch akzeptiert, dass das Bild eigentlich glasklar und höllisch scharf ist, und von daher die Abnutzungserscheinung erst recht wie Fremdkörper wirken - geschenkt.
Aber nach ungefähr einer viertel Stunde packt das erste Mädel das Handy aus, und da wars dann auch schon ziemlich vorbei. Es ist nunmal Unsinn, einen 70er Jahre Klopper inklusive Verfremdungseffekte machen zu wollen, dann aber mit Handys rumzufuchteln und die Mädels über CGI labern zu lassen. Da hat Monsieur Rob Zombie das Konzept besser verstanden als die Herren Tarantino und Rodriguez. Der wollte nämlich seinen TDR nämlich auch im Stile der 70er machen, und zwar auch nur mit Mitteln der damaligen Zeit, hat es dann aber sein gelassen.

Ansonsten:
Null Handlung, nerviges Gelaber, und der Film erdreistet sich, mit seiner zweiten Hälfte sein eigenes Remake gleich mitzuliefern - ich musste an Ittis Chain Reaction denken; der war auch Quark.

Darüberhinaus ist der Film auch locker mal gut 30 Minuten zu lang und besteht sowieso nur aus (selbst-)zitaten. Wie einfallslos von Tarantino, beispielsweise die Frühstücksszene aus Reservoir Dogs noch einmal zu benutzen.
Der Film ist ärgerlicherweise voll mit Anschlussfehlern (obwohl ich aus sowas eigentlich nicht achte), aber da kann man sich ja leicht mit "War Absicht" herausreden.

Witzigerweise hat Herr Tarantino scheinbar gemerkt, dass der ganze Grindhouse-Effekt ziemlicher Müll ist, und lässt ihn dann in der zweiten Hälfte größtenteils auch weg. Nunja, soviel zu "er zieht sein Ding durch".

Aber der Soundtrack war gut. Nur kann da Tarantino recht wenig für.

Take it or Leave it?
Leave it!

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