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District 9 RSS 1.0


District 9

District 9

Ein Film von Neill Blomkamp

von Asokan Nirmalarajah

District 9 (2009), das mit Spannung erwartete Spielfilmdebüt des südafrikanischen Regisseurs Neill Blomkamp, ist der kommerzielle wie kreative Überraschungserfolg des Kinosommers 2009. Davon will uns zumindest der maßlose Fanboy-Hype überzeugen, der seit dem US-Kinostart des Films vor zwei Wochen die Internetforen mit überschwänglichen Lobeshymnen auf den vermeintlich besten Science-Fiction-Film der letzten Jahre, auf das wohl zukunftsweisende Genre-Meisterwerk des Jahrzehnts, auf vielleicht sogar einen der besten Filme aller Zeiten überschwemmt. Ohne gleich den mittlerweile schon sehr abgenutzten Einwand „Don’t believe the Hype“ zu bemühen, kann man angesichts der sehr positiven Resonanz, die die geistreich vermarktete Independent-Produktion District 9 in den letzten Wochen beim Publikum und in der Presse gefunden hat, feststellen, dass diese Reaktionen letztlich doch mehr über das als besonders enttäuschend wahrgenommene Kinosommer 2009 aussagen als über den Film selbst. Denn ist der kollektive Kinorausch erst einmal ausgeschlafen, wird man sich wohl in einigen Jahren wundern, warum man damals so aus dem Häuschen war über einen zwar im Ansatz durchaus interessanten, in seiner Ausführung aber hoffnungslos konventionellen und ausgesprochen mittelmäßigen Science-Fiction-Actionthriller, der von
einem weniger cleveren Verleih vielleicht (und auch mit gutem Recht) nur als Videopremiere herausgebracht worden wäre.
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Nach seinem vergeblichen Versuch, mit dem hier als Produzent fungierenden Erfolgsregisseur Peter Jackson die Videospielserie Halo zu verfilmen, hat Blomkamp mit District 9 seinen eigenen Kurzfilm Alive in Joburg (2005) auf abendfüllende Spielfilmlänge ausgeweitet. Wie der auf YouTube zu bewundernde Kurzfilm beginnt auch District 9 als Mockumentary, als eine Reportage der Privatgesellschaft Multi-National United (MNU), in der ein unscheinbarer, trotteliger Beamte namens Wikus van de Merwe (Sharlto Copley) unentwegt in die Kamera spricht. Das Reportage-Team soll dokumentieren, wie Wikus mit Hilfe einer Militäreinheit das mitten in Johannesburg aufgestellte Flüchtlingslager „District 9“ zu einem anderen Distrikt 200 Kilometer außerhalb der Stadt umsiedelt. Dazu muss er an den Hütten der Flüchtlinge klopfen und sie mit Waffengewalt dazu zwingen, ihr heruntergekommenes Ghetto zu verlassen. Das Problem: Bei diesen Flüchtlingen handelt es sich um 1,8 Millionen insektenartige Außerirdische, die seit 1982, als ihr Raumschiff aus unerklärlichen Gründen über Johannesburg zum Stillstand kam, von der MNU im „District 9“ gehalten werden, um ihre hocheffizienten Waffen zu erforschen, die allerdings aufgrund einer DNA-Kodierung nur von den allgemein verwirrten Aliens bedient werden können. Als Wikus aber durch einen Unfall eine fremde Substanz inhaliert und sich seine DNA derjenigen der Aliens annähert, wird der Beamte selbst zu einem begehrten Untersuchungsobjekt für die MNU, die in ihm einen Schlüssel zur Bedienung der Waffen sehen. Um nicht auf dem Seziertisch zu landen, bleibt Wikus nichts anderes übrig, als in das Alien-Ghetto zu flüchten und sich dort mit den Fremden zu verbünden…
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Die recht clevere Ausgangsprämisse von District 9 verspricht einiges: Ein Film über die Invasion, nein, besser: über die unfreiwillige Einwanderung von Außerirdischen im Gewand eines Pseudo-Dokumentarfilms. Ein wilder Mix aus Science-Fiction, Horror, Action, Thriller und Komödie, der in einer Welt spielt, in der Aliens eine so alltägliche Erscheinung geworden sind, dass sie sich tricktechnisch perfekt durch den Hintergrund bewegen können, ohne dass die Kamera Ihnen besonders große Aufmerksamkeit schenken muss. Zwar gab es schon früher Filme, in denen Außerdirdische wie ganz normale Bürger unter Menschen leben, wie etwa Alien Nation (1988), doch durch die Verortung der Geschichte in einem Slumbezirk von Johannesburg, im ehemaligen Apartheitsland Südafrika greift District 9 nach mehr als bloße Sozialsatire. Und zwar spielte Cloverfield (2008) schon letztes Jahr mit dem dokumentarischen Gestus als Erzählmittel weit konsequenter als Blomkamps Film, der zwischendurch auch eine konventionelle Erzählperspektive einnimmt, aber bei der dynamischen, intelligenten Kameraführung von District 9 läuft man immerhin nicht so schnell Gefahr, dass sich beim Publikum motion sickness einstellt.
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Aber, und das ist ein Einwand, der den Fanboys nicht gefallen wird: der durchweg temporeiche, aber seltsam einfallsarme District 9 weiß nicht viel mit der konzeptionell interessanten, visuell atemberaubenden Welt anzufangen, in die er den Zuschauer durchaus gekonnt transportiert. Das soll nicht heißen, dass der Film nicht ambitioniert wäre: District 9 will sogar vieles auf einmal sein. Von einer Komödie über einen unfreiwillig komischen Helden, der der britischen Sitcom The Office (2001-2003) entsprungen sein könnte, über eine systemkritische Allegorie über die rassistische Misshandlung von (außerirdischen) Einwanderern bis hin zu einem Actionthriller mit spektakulären Special-Effects und ekligen Splatterszenen. Umso bemerkenswerter, dass die Dramaturgie des Films dabei so schlicht und berechenbar bleibt. Als hätte man Dances with Wolves (1990) oder The Last Samurai (2003) lediglich erneut aufgelegt, mit dem kleinen Unterschied, dass die Indianer/Japaner hier von Aliens ersetzt werden, weiß der Film nicht viel mehr mit seinem überforderten Helden anzufangen, als ihn eine (recht rapide) Läuterung durchlaufen zu lassen, an dessen Ende er einsieht, dass die Aliens ja doch nicht so viel anders sind als die Menschen und, wenn überhaupt, die Menschen diejenigen sind, die wiederholt inhuman handeln. Entsprechend finden sich im Film auch langweilige Klischeefiguren wie der böse Schwiegervater des Helden, seine verzweifelte Ehefrau, sein martialischer Gegenspieler und ein besonders intelligentes, sensibles Alien und dessen putziges Kind, die ihm inmitten der Action- und Gewaltorgie der zweiten Hälfte seine Vorurteile gegenüber dem Fremden nehmen sollen.

Derart konstruiert und klischeehaft kennt man sonst eigentlich nur Hollywoodfilme wie Transformers 2: Revenge of the Fallen (2009), als dessen Kontrastprogramm momentan ausgerechnet der zwar um Längen ambitioniertere, aber nicht viel bessere District 9 bejubelt wird. Darum: Don't believe the... oh, see, there we go again!

Eine Rezension von Asokan Nirmalarajah
(27. August 2009)
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Daten zum Film
District 9 Südafrika, Neuseeland 2009
Regie Neill Blomkamp Drehbuch Neill Blomkamp, Terri Tatchell
Produktion WingNut Films Kamera Trent Opaloch
Darsteller Sharlto Copley
Länge 112 FSK 16
http://www.d-9.com/
Filmmusik Clinton Shorter
Kommentare zu dieser Kritik
Stefan TEAM sagte am 07.09.2009 um 01:20 Uhr

Mal wieder passend auf den Punkt gebracht, wobei mich die angeführten Kritikpunkte nie wirklich gestört haben. Denn auch wenn, ähnlich wie beim „Quasivorgänger“ Cloverfield, die Dramaturgie keine Experimente macht und straight den Weg bis zum furiosen Finale geht, gefällt District 9 ganz einfach wegen der prächtigen Inszenierung und dem wunderbar unverbrauchten Setting. Fakt ist, dass District 9 sicher einer der originellsten Science Fiction Filme in der letzten Zeit ist, dass dabei das Genre nicht revolutioniert wurde, ist deswegen auch durchaus verkraftbar.
Asokan TEAM sagte am 07.09.2009 um 17:03 Uhr

Scheinbar scheinen sich die meisten Leute nicht an den unübersehbaren Kritikpunkten zu stören. Und "Cloverfield" konnte ich nicht wirklich "genießen", weil einfach zuviel mit der Kamera gewackelt wurde, so dass mir vom bloßen Zuschauen schnell schlecht wurde und ich kaum mehr mit der (dürftigen) Handlung mitkam. Da ist "District 9" schon erträglicher...
travisbickle TEAM sagte am 07.09.2009 um 19:15 Uhr

War auch nie ein Freund der Wackelkamera, obwohl ich sagen muss, dass gerade BLAIR WITCH PROJECT mir gut gefallen hat. Und bei Filmen wie [REC] oder CLOVERFIELD konnte ich mich auch irgendwann dran gewöhnen; schließlich ist das Alibi der Macher, damit die Authentizität steigern zu wollen, ziemlich hieb- und stichfest^^ Ein dickes Problem hat CLOVERFIELD aber doch (und das haben viele solcher "Fake Documentarys"): Würden die Protagonisten in Wirklichkeit nicht lieber das Ding fallen lassen; erstens aufgrund ihrer Angst (bei CLOVERFIELD vor dem zerstörerischen Monstrum) und zweitens weil sie sich dann besser auf die Verteidigung konzentrieren können!? ;-)

DISTRICT 9 kenn ich noch nicht - aber das hat ja Zeit...
Grmpf sagte am 12.09.2009 um 23:49 Uhr

Oh Mann. Was für ein schlimmer Film. Ich war gerade im Kino. Mein Mann und ich lieben Science-Fiction. Bei D9 wären wir aber nach den ersten 20 Minten fast wieder rausgegangen. Allein unser westfälische Geiz hielt uns auf den Plätzen. Under extra für den Film organisierte Babysitter.
Der Trailer war so vielversprechend. Die Ankündigungen so grandios. Endlich wieder ein guter Sci-Fi, unverbraucht von der Idee, hintergründig, (sozial-)kritisch, neu.
Vielleicht waren wir in einem anderen Film? Das was wir zu sehen bekamen, war ein Splattermovie, der teilweise pseudo-dokumentarisch rüber kommen wollte. Ein Film, der vor Logikfehlern nur so strotzte (ich verzeih Sci-Fis gern mal Logikfehler, reite also nicht haarspalterisch drauf rum) und letztlich kaum eine Story lieferte. Denn die Geschichte war schnell erzählt. Was hätte man alles aus diesem Material machen können!
Eine Kritik an Ghettoisierungen, "Rassenunruhen", Armutskriminalität usw konnten wir wirklich kaum ausmachen, weil in erster Linie einfach versucht wurde, so ekelig wie möglich rüber zu kommen. Wikus, der Anti-Held des Films, dazu noch ein kindischer Waschlappen, der im echten Leben nicht mal als MacD's Manager beim Burger Verkauf erfolgreich gewesen wär, wächst zum Schluss über sich hinaus und hat als Einziger verstanden, die Grenzen im Kopf zu überwinden. Warum? Weil er sich versehentlich mit einer Flüssigkeit bespritzt hat, die als Antrieb für eine Raumfähre diente, die ihn auf wundersame Weise auch gleichzeitig zu einem Alien mutieren liess. Nun ja. Zum Schluss verschwindet das Raumschiff nach über 20 Jahren wieder, bis dahin hat es aus unerklärten Gründen einfach so über Johannisburg geschwebt nach dem es einfach dort strandete. Warum es nicht irgendwann herunter fiel, warum sich darüber auch niemand sorgte.... ja, warum noch nicht mal das Militär groß Interesse daran zeigte, das Schiff zu räumen, das bleibt ungeklärt. Genauso, warum es plötzlich nach über 20 Jahren dann doch wieder abfliegen konnte.
Warum die Aliens sich mit ihren überlegenen Waffen, ihrer überlegenen Technologie (Film beginnt in den 80ern) und ihrer überlegenen Körperkraft dennoch 20 Jahre lang ohne nenneswerte Ausschreitungen einpferchen liessen, ist auch unklar. Anfangs waren sie ausgehungert und schwach. Da sie unser Klima scheinbar gut vertrugen und ein Mix aus Autoreifen und Katzenfutter scheinbar ein guter Fitmacher für die im Film so bezeichneten "Shrimps" war, gesundeten die Aliens recht schnell wieder und waren auch wieder fortpflanzungsfähig. Ach ja, unnötig zu erwähnen, dass es Prostitution gab, indem menschliche Frauen angeboten wurden - wieder nur reine Provokation ohne Logik.
Schade, ich hab mich echt auf den Film gefreut. Und verliess das Kino mit unendlichem Ekel und dem starken Bedürfnis, sofort was Lustiges sehen zu müssen. "Sozialkritisch" ist ein Stempel, den sich der Macher des Films meiner Meinung nur strategisch erschlichen hat, um sein Werk nicht als billigen Splatter in den Medien zu sehen. Finde ein paar (wichtige) Fürsprecher und die Medien verbreiten diese Sicht auf deinen Film. Wer wagt da noch zu widersprechen...? Einige Horrorelemente waren ganz klar aus dem Film "Die Fliege" geklaut - Verzeihung: entliehen ;) Streckenweise erinnerte mich der Film auch an Starship Troopers. Letzerem muss ich aber tatsächlich zu Gute halten, dass er eine manchmal recht trefflich gelungene Satire auf das Werben des amerikanischen Miitärs ist und auch trotz wirklich ekeligen Szenen einen gewissen Humor hatte und sogar eine verfolgbare Story, wenn auch nicht sonderlich geistreich.
mücke sagte am 21.09.2009 um 15:19 Uhr

Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen.

Im Allgemeinen liebe ich so ziemlich alles, wo SciFi draufsteht. Dazu zählen auch Nonsense-Meisterwerke ala` Starship Troopers oder Klassiker wie Forbidden Planet oder auch Blockbuster(Independence Day, Transformers, etc.) und auch (am allerliebsten) kleinere oder zumindestens intellegentere Streifen.

Nun, da dachte ich mir: "Hey, ich mag Children of Men, ich liebe düstere Zukunftsvisionen, Anspielungen und Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Rassismus, mit Gleichschaltung wie in THX 1138 von George Lucas, oder 1984. Da ist District 9 sicherlich das Richtige für mich..."

Um es kurz und schmerzlos zu machen. D9 war einer der enttäuschensten und schlechtesten Filme, die ich jemals zu Gesicht bekam. Logikfehler, dass einem die Haare zu Berge stehen, völlig deplatzierte Kamera, die sich nie zwischen klassischer Film- oder Dokumentar/-Handkamera entscheiden kann, ein Protagonist dessen Charakterzeichnung von absoluter Blödheit bis schlichter Unsympathie reicht, Zahlen deren Ausmaß nicht zu erkennen sind (20 Jahre; 1,8 Mio. Aliens) und eine dämliche Fluchtszene.

Klar, man kann mit diesem Film Spaß haben, glaube ich. Aber der Film ist nichts weiter, als ein aufgeblassener, hirnloser Action-Film, der am Ende aber nicht so witzig ist wie eben Starship Troopers oder andere. Er wirf eine interessante Prämisse in den Raum, um sie anschließend überhaupt nicht zu behandeln.

Man könnte Stunden so weiter machen, es läuft aber immer auf Selbe hinaus. Dieser Film ist absoluter Schrott und wird, so prophezeie ich, sehr schnell in Vergessenheit geraten. Es kommt eben darauf an, was ein Film selber verspricht und was er am Ende hält. Will ich Bruce Willis sehen, der auf einem Düsenjet reitet, schaue ich Die Hard, weil ich weiß, was mich erwartet. D9 versprach allerdings unkonventionelle, intellegente Unterhaltung, unterirdische und schwachsinnige kam dabei heraus.
Asokan TEAM sagte am 21.09.2009 um 16:48 Uhr

Als Nonsense-Meisterwerk würde ich "Starship Troopers" nicht unbedingt abstempeln, hinter der albernen Gewaltorgie steckt doch mehr Hirn als man meinen würde, selbst wenn die Gehirnmassen die meiste Zeit über die Leinwand fliegen. :-D

Davon abgesehen ist es schon verwunderlich dass ein so gemeinhin gefeierter und als künftiger Kultfilm gehandelter Film (immerhin momentan Platz 65 auf den imdb.com-Charts) auch derart negative Reaktionen auslösen kann. Ist "District 9" also das Sci-Fi-Pondon zu ebenso gehassten wie gefeierten Filmen wie "Titanic"?
Stefan TEAM sagte am 21.09.2009 um 17:04 Uhr

hehe District 9 das Titanic des Science Fiction Genres, gefällt mir ;-). Wobei ich den ganzen Hype rund um den Film auf die magere Blockbustersaison zurück führe. Wenn nun mal kein gscheiter Film ins Kino kommt, dann wird jeder (in meinen Augen) überdurchschnittliche Film, wie ein neuer Messias angebetet.
mücke sagte am 21.09.2009 um 19:18 Uhr

Sorry, wenn das falsch rüberkam. Nonsense war in diesem Falle positiv gemeint, eher als grotesk zu verstehen, wie z.B. Monthy Python. Natürlich steckt hinter der total tumpfen High School Welt und dem total übertriebenen amerkanischen Moral-Getue ein völlig geniales Meisterwerk. Alleine der Hauptcharakter ist so eklig schmierig, so stereoty, dass er alle Footballmachos aus Amifilmen auf einmal verarscht.

Wie gesagt, nicht falsch verstehen. Sagen wir nicht Nonsensenb, sagen wir...Satire oder Groteske.

Zum anderen: Es ist gar nicht so verwunderlich, dass gefeierte Filme eher auf harte Kritik stoßen, weil ja eben durch die Lobeshymnen ein Erwartungsbild aufgebaut wird: Der Hype ist geboren. Somit können sich Enttäuschungen, die bei weniger gehypten Filmen zu einem "Ganz nett, aber nicht der Bringer" führen, bei derlei gefeierten Filmen zu Entsetzten führen. Fragen wie: "Was, wie, und das soll jetzt DAS Meisterwerk sein. Das ist Bullshit. Totaler Bullshit. Oh, mein Gott, die haben ja nicht mal den Sicherheitscode geändert..."

Meine Kumpels waren begeistert, weil sie von dem ganzen Hype nichts mitbekommen haben und eben viel schlimmeres erwarteten.
mücke sagte am 21.09.2009 um 19:20 Uhr

achso, ich meinte natürlich am Anfang Starship Troopers auf Asokans Kommentar hin
Asokan TEAM sagte am 21.09.2009 um 21:18 Uhr

Wie es schon in der Kritik anklingt: Don't believe the hype...!
mücke sagte am 22.09.2009 um 12:08 Uhr

ja, ich habe einen fehler gemacht. aber letztlich lässt man sich ja doch hinreißen, gerade wenn das verlangen groß ist.

letztlich tut es ja nicht weh, den film zu schauen. sind halt 2 stunden mittelmäßige unterhaltung. weh tut, was der film alles nicht gemacht hat und desto länger man so über den film nachdenkt, desto mehr plot holes fallen einem auf, desto mehr motive und fragen die angerissen, aber gar nicht ausgeführt und beantwort wurden, werden einem bewusst.

ich bin zu dem entschluss gekommen, dass der film ohne aliens mit stärkerer fokussierung auf charakterliche veränderung durch armut und ausgrenzung super geworden wäre. durch die fehlende auseinandersetzung mit der alien-prämisse entstehen ja erst die probleme, vor allem aber in dem hollywood finale und dem absolut inkonsequenten happy end.

wie gesagt: dreht für euch mal den film ohne aliens im kopf. vielleicht sogar in der zukunft...

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