Filmkritiken - von Independent bis Hollywood
 
1992 Filmkritiken | 10393 Personen | 3319 Kommentare  
 
Bitte wählen Sie

Email

Passwort


Passwort vergessen

> Neu anmelden


Auch interessant



Rogue One: A Star Wars Story
von Gareth Edwards




Meist gelesen¹

1. 
Rogue One: A Star Wars Story  

2. 
Hey Bunny  

3. 
Interstellar  

4. 
Manchester by the Sea  

5. 
Hostel  

6. 
Leolo  

7. 
Spider-Man: Homecoming  

8. 
Gesichter des Todes  

9. 
Martyrs  

10. 
Die durch die Hölle gehen  
¹ gilt für den aktuellen Monat

Casinos im Film
  FILMSUCHE
  Sie sind hier: Filmkritiken > Neil Marshall > The Descent - Der Abgrund des Grauens
The Descent - Der Abgrund des Grauens RSS 1.0


The Descent - Der Abgrund des Grauens

The Descent - Der Abgrund des Grauens

Ein Film von Neil Marshall

Das Horrorgenre durchläuft gerade eine doch sehr harte Zeit, denn egal ob schlechte Remakes, billiger Abklatsch oder einfallslose Massenproduktion, nichts bleibt einem mehr erspart.
Genau dann, wenn man die Hoffnung schon vollkommen aufgegeben hat, erstrahlt normalerweise ein Licht am Horizont, welches so etwas wie Hoffnung mit sich trägt. Nur sind es in diesem Falle keine funkelnden Lichter, sondern kalte, nasse und angsteinflößende Höhlen, die das Horrorgenre wieder zu alten Stärke aufkommen lässt.
The Descent, der Name des Filmes, sicherlich der beste Horrorfilm im vergangenen Jahr.
Ein Surviverfilm der Extraklasse, welcher all das bietet, was das Fanherz höher schlagen lässt.

Sechs Frauen begeben sich auf eine Exkursion zu einem abgelegenen Höhlensystem. Dieser Trip dient hauptsächlich der traumatisierten Sarah (Shauna MacDonald), auf neue Gedanken zu bringen. Sie ist nämlich nicht mehr dieselbe, als sie ihren Mann und ihre Tochter bei einem Autoumfall verloren hat. Die Anführerin ist die selbstbewusste Juno (Natalie Mendoza), welche zusammen mit Beth (Alex Reid) die besten Freundinnen von Sarah sind. Unten angekommen überschlagen sich die Ereignisse und bald finden sich die Frauen in einem Kampf ums nackte Überleben wieder.

Zugegeben, die Story ist nicht wirklich originell und grandiose Wendungen gibt es auch nicht, aber wer verlangt so etwas schon von einem Horrorfilm. Der größte Pluspunkt ist nämlich, wie Regisseur
e Neil Marshall mit einer fast spielenden Leichtigkeit die diversen Horrorgenres kombiniert. Man fängt an mit ein bisschen Psychoterror, geht dann weiter zu den Naturängsten, bis man sich schlussendlich in einem blutigen Gemetzel wieder findet, welches Splatter mit einem Schuss Trash in Reinstform zelebriert. Am Ende gibt’s dann noch einen kräftigen Schlag in die Magengrube.

Ja, ja die Mischung macht’s, ohne sich auf irgendein Genre festzulegen schreitet die Geschichte voran. Neben den Höhlen Monstern gibt’s auch noch gewaltigen Zickenterror und hier bleibt es nicht beim simplen Haare reißen oder lautem Herumgekreische. Die Mädels springen sich regelrecht an die Gurgel. Die Darsteller können ebenfalls überzeugen.
Wirklich tiefe Charakterprofile gibt’s nicht, einzig Hauptcharakter Sarah wurde mehr Substanz zugeschrieben. Die Frau, welche ihr Kind und ihren Mann bei einem Autounfall verloren hat, kann vor allem durch eine ausgereifte Psychologie und durch die starke Schauspielerin (Shauna MacDonald) überzeugen. Die restlichen Charaktere wandern am Grad zwischen ganz netten und üblen Klischee entlang. Wie zum Beispiel die Draufgängerin Holly, die nie nachdenkt bevor sie handelt. Aber man braucht einfach solche Personen in einem Horrorfilm, damit die Geschichte an Fahrt gewinnt.

Soviel zu den Charakteren, aber wie schaut es mit dem Gruselfaktor aus, hier sei gesagt, dass schon ganz heftige Schocker vorhanden sind. Natürlich gibt’s auch ein paar „Huch, hast du mich aber erschreckt Kätzchen“ Schmähs, aber diese sind zum Glück durchaus spärlich gesät. Äußerst gelungen hingegen sind die Klaustrophobie - Frequenzen, da überkommt einem schon ein ziemliches Unbehagen, wenn Sarah in einer verdammt engen Felsspalte stecken bleibt. In der letzten halben Stunde geht’s dann wirklich zu Sache. Da werden Köpfe gespalten und Augen ausgequetscht, immer mit einem leichten Hauch von Trash, aber ohne dass dabei die Geschichte ins Lächerliche abdriften würde.

Ganz klar, dass was man zu sehen bekommt, ist perfekt inszenierter Horror ohne Kompromisse, aber vermisst man doch den letzten Funken Originalität, der dieses Werk in den Olymp des Horrors hieven würde. Aber was soll’s, auch wenn es kein perfekter Film ist, bleibt er noch immer der beste Horrorstreifen vom vergangenen Jahr, und das allein ist wohl Ehre genug.



Eine Rezension von Stefan Hornig
    The Descent - Der Abgrund des Grauens bei ebay.de ersteigern


Kommentar schreiben | Einem Freund empfehlen

Daten zum Film
The Descent - Der Abgrund des Grauens USA 2005
(The Descent)
Regie Neil Marshall Drehbuch Neil Marshall
Produktion Celador Films
Darsteller Nora-Jane Noone, Saskia Mulder, Oliver Milburn, Shauna Macdonald, Stephen Lamb, Molly Kayll, Natalie Jackson Mendoza, Craig Conway, MyAnna Buring, Alex Reid
Länge 96 min FSK 18
http://www.universumfilm.de
Kommentare zu dieser Kritik
sagte am 19.12.2006 um 13:11 Uhr

"The Descent" beweist wieder einmal, dass guter Horror nicht unbedingt aus Hollywood kommen muss. Großbritannien ist ja schon lange ein Garant für hochwertige Gruselthriller, die meist durch wesentlich ausgefallenere Ideen bestechen als die amerikanischen Vertreter.
Zum Film: Das meiste steht bereits in der Rezension. Wollte hier noch den bösen Schlussgag erwähnen, der einem wieder jeder Hoffnung beraubt und dem Ganzen ein würdiges und klaustrophobisches Ende macht.
Florian TEAM sagte am 19.12.2006 um 13:12 Uhr

Ach ja: Gast ist Flo
sagte am 27.12.2006 um 05:36 Uhr

nun ja, ich fand den film eigendlich ganz ok. masken, bider, sound, story fand ich wirklich gut. dennoch in meinen augen nicht was wow-mässiges. dazu sind mir einige tönchen und vor allem dialoge zu dämlich :). zudem gabs zuwenig infos über die mutanten und einige zu grosse logiklöcher. dennoch ganz sehenswert.
Zombie-mower TEAM sagte am 19.02.2007 um 15:18 Uhr

also ich empfand die Handlung als lächerlich - ne Gruppe an Frauen steigen hinab in ein Höllen-Komplex und werden dort von entstellten Kreaturen gejagt.
Also bitte, was ist daran originell und beachtenswert. Vor allem nach Wrong Turn ist dieses Konzept schlapp und langweilig.
Dieser Handlungsinhalt als Ausgangslage ist ja schon schlimm genug, das wird aber noch schlimmer. Wer kam denn auf die glohrreiche Idee, die Protagonisten ausnahmslos mit Frauen zu besetzen? Kaum sind erste Probleme entstanden, zicken die sich an und fallen über einander her wie verrückte Hühner? Ja, Zickenterror mit vom Schlimmsten.
Über die Entwicklung kann ich mich nur ärgern. Das typische Survival-Girl-Klischee in tausend und einfacher Anfertigung.
Einfach nur bäh der Film. Zugegeben, an mancher Stelle kam ein gewisses Gefühl der Beklemmung und Paranoia auf.
Kein vollkmommener Downfall, aber definitiv nicht in der Liga der besten Horrorfilme des Jahres.
Schaut euch doch lieber "Creep" oder "Severance" an - das sind Originale von heute.
Anj TEAM sagte am 19.02.2007 um 15:56 Uhr

Was leider auch nicht sonderlich toll an diesem Film ist, ist die Besetzung. Ich stimme meinem Vorredner da zu, dass 6 Frauen schon ein Tick zu viel sind. Ich hatte wirklich Probleme, die alle voneinander zu unterscheiden. Erstmal ist es da unten ziemlich dunkel, dann sind die auch noch alle gleich alt und vertreten kaum unterschiedliche Typen. Die Namen der 6 konnte cih mir erst recht nicht merken. Es war also echt schwer, hinterherzukommen, wer jetzt eigentlich tot ist, wer verschwunden ist und wer jetzt wen hasst. Alles ein bisschen durcheinander.
Renee TEAM sagte am 11.01.2008 um 11:37 Uhr

Im Nachhinein ist bei mir vor allem das Gefühl hängengeblieben, eigentlich 2 verschiedene Filme direkt hintereinander gesehen zu haben. In der ersten Hälfte gibt es einen leider nur halbwegs spannenden Psychothriller, der Beklemmung durch Klaustrophobie und zwischenmenschliche Konflikte (oder auch Zickenkrieg, wie es so schön ausgedrückt wurde) hervorzurufen versucht. Und dann wechseln wir schlagartig zu einem grausamen Gemetzel, in dem die Protagonisten nach 10 Minuten schon knietief in Eingeweiden und Blut baden. Geradezu widerlich. Wahrscheinlich sollte dieser krasse Wechsel für umso größere Spannung in der zweiten Hälfte sorgen, aber irgendwie wirkt es nur wie ein verzweifelter Versuch, alles an Horror nachzuholen, was vorher fehlte, damit die Versprechungen auf dem DVD-Cover eingehalten werden können. Von guter Mischung verschiedener Horrorgenres kann da eigentlich kaum die Rede sein, weil es eher wie ein abgehaktes nacheinander Abhandeln von Schockelementen wirkt. Nur mäßig gelungen.
Anj TEAM sagte am 04.10.2008 um 12:39 Uhr

Nachdem ich vor einigen wochen nochmal ein wenig in den Film geschaut habe, muss ich meine Sternchenbewertung weiter nach unten verschieben (weiß auch gar nicht, warum die beim ersten Mal so hoch ausfiel)

Im Übrigen: Ich finde es nicht schlimm, Protagonisten ausnahmslos mit Frauen zu besetzen. Im Gegenteil, ich finde es furchtbar, sich darüber aufzuregen. Was schlimm ist, ist natürlich, dass den Frauen sofort das Klischee des Zickenkrieges aufgebrummt wird. Genauso wäre es aber, wenn nur Männer mitgespielt hätten. die hätten sich dann wahrscheinlich einen hahnenkampf nach dem anderen geliefert. Das blöde ist also nicht, dass es nur Frauen in den Rollen gibt, sondern was daraus gemacht wurde. Affiger Zickenterror und wie gesagt kaum Möglichkeiten, die Figuren auseinanderzuhalten, weshalb man den einzelnen Ahndlungssträngen schwerlich folgen kann.
travisbickle TEAM sagte am 26.08.2009 um 18:14 Uhr

Bin jedenfalls sehr gespannt auf Teil 2 ;-)
Micha Barbarez sagte am 02.09.2009 um 16:21 Uhr

Für mich ein perfekter Horrorfilm. Gutes, düsteres, klaustrophobisches Setting, zur Abwechslung mal echte, erwachsene Frauen am Start und net nervige Twens die Teenies spielen müssen,kompromisslose Härte und zumindest in der europäischen Fassung ein böses, sehr originelles Ende, welches davon abweicht, dass das Böse in der letzten Szene nochmal zuschlägt. Descent 2 macht übrigens nahtlos weiter ( bin schon gespannt auf eure Rezension), knüpft allerdings an das alternative, amerikanische Happy End an.
Riddick77 sagte am 26.06.2010 um 21:42 Uhr

Ich find den Streifen total geil...........spannen,kompromisslos,knallhart.........was will man(n) mehr ???



Kommentar schreiben | Einem Freund empfehlen

 

Impressum 




 
 
www.jeichi.com | CD-Kritiken | www.filmempfehlung.com
Horrorfilm News | Der Webvideo Markt | Kino Trailer
 
Sedo - Domains kaufen und verkaufen etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse