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Der letzte Zug nach Durango

Der letzte Zug nach Durango

Ein Film von Mario Caiano

Anthony Steffen gilt ja eher als die (nett ausgedrückt) C-Klasse Variante von Clint Eastwood.
Wer den Darsteller aber nur aus Filmen wie Django-Die Geier stehen Schlange kennt, dem entgeht eine ganz wesentlich Facette dieses Stammgastes im Italowestern-Genre.
Denn Steffen kann nicht nur unfreiwillig komisch in Durchschnittswerken a la Killer Kid sein- Nein! - Der Mann hat eine echte komödiantische Ader.
Die kann er im Genrekleinod „Der letzte Zug nach Durango“ auch ausgiebig ausleben.


Es ist die Zeit der Revolution:
Gringo (Steffen) und Lucas (Enrico Maria Salerno) sind zwei Glücksritter - obwohl Unglücksritter vielleicht sogar noch besser als Beschreibung der zwei traurigen, völlig zerlumpten Gestalten passen würde.
Zuletzt haben sie in Guatemala ihr Glück gesucht- Es jedoch nicht gefunden. Lucas hat immer zündende Ideen, die jedoch an ihrer Ausführung scheitern.
In Guatemala wollten sie mit Platin reich werden, doch letztlich stehen sie wieder vor dem Nichts:
Gerade mal zwei alte Klepper, Revolver und die Fetzen von Kleidung auf ihrem Leib sind ihnen geblieben.
Auf ihrer Rückreise mit dem Zug, ergibt sich für die Beiden dann aber doch noch die große Chance ihren Reibach zu machen.
Im Zug befindet sich nämlich ein Tresor voller Gold. Die einzigen Schl
üssel haben zwei Vertreter der Colt-Waffenfabrik.
Es kommt wie es kommen muss: Der Zug wird überfallen, die Banditen rauschen mit dem Tresor ab, ohne aber die Schlüssel mitgenommen zu haben.
Gringo und Lucas haben den Überfall überlebt und sind nun als Einzige im Besitz der Schlüssel- Damit sind sie auch die einzigen Personen, die den Tresor öffnen können. Lucas hat folglich wieder eine seiner brillanten Ideen. Doch mit den Bandidos, die den Zug überfallen haben, ist ganz und gar nicht zu spaßen. Zudem herrscht im Land die reinste Anarchie, denn die Revolution ist komplett außer Kontrolle geraten….

Mit „Der letzte Zug nach Durango“ schuf Regisseur Mario Caiano einen nicht ganz ernst gemeinten Western.
Koch Media spendiert diesem obskuren Film in Form ihrer Italowestern Collection ein hervorragendes Release, das den Film nicht nur in bestechender Qualität präsentiert sondern auch, gerade für Genrefans interessantes Bonusmaterial aufweist.

Für das Drehbuch zeichnete sich einer der üblichen Verdächtigen des Genres verantwortlich: Duccio Tessari (Eine Pistole für Ringo) höchstselbst .
Der schaffte es ja schon bei seinen Ringo-Filmen die genretypische Härte ( in „Durango“ gibt es mehr als 50 Leichen) mit (teils zynischem, teils ironischem) Humor zu vermischen.
Dabei wird jedoch nie die Grenze zum Klamauk überschritten.
Selbst wenn der Film nicht wirklich ernsthaft ist, ist man noch immer meilenwert von den Spencer/Hill-Produktionen entfernt.
Zu denen gibt es aber immerhin einen Link: Nämlich den Kameramann. Der heißt Enzo Barboni, drehte zahlreiche Italowestern der Klamaukwelle und ist hier für die einfallsreiche Kameraarbeit zuständig.
So wird dem Streifen, obwohl recht günstig produziert, eine gewisse Klasse verliehen.

Klar, der Film zählt zur B-Kategorie der Spaghettiwestern, ist aber ein klarer Geheimtipp.
Es gibt sie nämlich doch noch: die verloren gegangenen Perlen, die selbst ausgebuffte Genrespezialisten noch zu unterhalten vermögen.
Regisseur Caiano mag mit diesem Film keinen Innovationspreis gewinnen, aber der Film ist ein sehenswerter - und vor allem extrem unterhaltsamer Verteter seines Genres. Alle Darsteller sind dermaßen gut aufgelegt, dass es einfach Spaß macht zuzusehen.
Allein schon der Beginn ist köstlich:
Gringo und Lucas versuchen verzweifelt Fahrkarten für den Zug nach Durango zu kaufen. Am Schalter gibt es keine mehr. Alle Karten wurden von Betrügern aufgekauft, nur um sie an die darbenden Fahrgäste für Wucherpreise zu verscherbeln.
Der Preis am Schwarzmarkt für die Fahrkarten steigt stetig –es ist halt Revolution.
Zum Zerkugeln ist dann, wie Lucas und Gringo versuchen den stetig steigenden Preis zu berappen.

Fazit: Gute Unterhaltung mit einem überraschend soliden Western. Auch für Genre-Veteranen noch eine Entdeckung wert.

Credit und Copyright Coverfoto/Coverimage:
Koch Media

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(02. April 2009)
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Daten zum Film
Der letzte Zug nach Durango Italien 1968
(Un Treno per Durango)
Regie Mario Caiano Drehbuch Duccio Tessari
Produktion Kamera Enzo Barboni
Darsteller Anthony Steffen, Enrico Maria Salerno, Mark Damon
Länge 96 FSK 12
Kommentare zu dieser Kritik
Damocles TEAM sagte am 22.12.2009 um 23:56 Uhr

Oooooh, der Showdown war klasse! Da hab ich echt gut gelacht.

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