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Kings of Rock - Tenacious D

Kings of Rock - Tenacious D

Ein Film von Liam Lynch

von Asokan Nirmalarajah

Spätestens seit seiner Hauptrolle in dem Überraschungserfolg School of Rock (2003), die ihm von Autor Mike White bewusst auf den kleinen, dicken Leib geschrieben wurde, und tragenden Rollen in kostspieligen Hollywoodproduktionen wie King Kong (2005) und jüngst The Holiday – Liebe braucht keine Ferien (2006), die sein subversives Potential zur anarchischen Komik aber nur begrenzt zu nutzen wussten, bedarf Jack Black wohl keiner grundlegenden Vorstellung mehr. Anders gestaltet es sich aber mit seiner vulgär-komischen, musikalisch wie lyrisch hervorragenden mock rock-Band Tenacious D, in der er neben dem nicht minder skurrilen Glatzkopf Kyle Gass Gitarre spielt und singt. Trotz eines der – meiner bescheidenen Meinung nach – besten (Debüt-)Alben aller Zeiten, Tenacious D, ist die Musikgruppe, die sich selbst gänzlich unbescheiden als „Greatest Band on Earth“ tituliert, hierzulande noch weniger bekannt als in ihrem Ursprungsland, wo ihr - von Fans wie mir mit Sehnsucht wie Skepsis erhofftes - Kinodebüt Tenacious D: The Pick of Destiny (2006) an der amerikanischen Kasse sang- und klanglos unterging. Und das leider auch verdientermaßen…


JB: They formed a band the likes of which have never been seen, and they called themselves Tenacious D. That's right, Me!
And KG!

KG: That's me.
JB & KG: We're now Tenacious D!

"Wonderboy" by Tenacious D

Kings of Rock - Tenacious DKings of Rock - Tenacious DKings of Rock - Tenacious D
Wie nahezu jeder ihrer ironisch selbstbeweihräuchernden Songs, handelt auch der Film vom ersten erinnerungswürdigen Zusammentreffen von JB (Jack Black) und KG (Kyle Gass). Von seinem erzreligiösen Vater (Meat Loaf) für seine besessene Huldigung des Rockgottes Ronnie James Dio in sein Kinderzimmer verbannt, ergreift JB die Flucht nach Hollywood, um seine bessere Hälfte in Sachen Rockmusik zu finden, und trifft dabei den Straßenmusikanten KG, von dem er in die Geheimnisse der Gitarrenkunst eingewiesen wird. Doch bald merken beide, dass sie das Plektron des Satans benötigen, um so rocken zu können wie ihre Vorbilder… was sie zu einer abstrußen Odyssee bewegt...


We only came to kick some ass.
Rock the fuckin' house and kick some ass.
What we gonna do with all the cash?
Smoke hash, and then we thrash.
We'll throw a big ol' bash y'all.
And everyone is invited to the bash.

"Kyle Quit the Band" by Tenacious D


Leider versteht sich diese chaotische wie einfallslose Komödie von Liam Lynch, der auch für das famose Tribute-Video der Band verantwortlich zeichnete, trotz Verfolgungsjagden und quasi-christlichen Anspielungen inmitten orgiastisch vorgetragenen Musikeinlagen nicht als legitimer Nachfolger des Blues Brothers-Kultklassikers (1980), sondern reiht sich in die unrühmliche Tradition der Cheech & Chong-Drogenkomödien ein, in der zwei bedepperte, entwurzelte Gesellen auf der wirren Suche nach einem identitässtiftenden Objekt durch eine sinnlose Handlung voller skurriler Figuren irren, um letztendlich in homosozialer, latent homoerotischer Harmonie zueinander zu finden. Im Fall der in hiesigen Gefilden abschreckend titulierten Musicalkomödie Kings of the Road findet zwar der wohlbekannte Klamauk der Band den Weg auf die Leinwand, aber leider auch bereits bekannte Gags von ihrem Album. Was jedoch noch bedauernswerter erscheint, ist das häufige Fehlen der lyrischen und musikalischen Urgewalt und die absurd-manische, oft erstaunlich intelligente Komik der Gruppe in diesem allzu laschen und beängstigend unscheinbaren Werk.

Kings of Rock - Tenacious DKings of Rock - Tenacious DKings of Rock - Tenacious D
Look into my eyes and it's easy to see
One and one make two, two and one make three,
It was destiny.
Once every hundred-thousand years or so,
When the sun doth shine and the moon doth glow
And the grass doth grow...

"Tribute" by Tenacious D


Diese reizlose Odyssee beginnt und endet mit einem Knall, dank einer explosiven Einführung in die Psyche von KG mittels eines Duel-Songs zwischen ihm und seinem Vater, und einem geradezu teuflisch spaßigen Finale. Doch die restliche Laufzeit des Films ist gefüllt mit Gags, die man in anderen Versionen schon häufig genug von Tenacious D gehört hat (selbst über die legendären cock pushups mag man hier nur milde schmunzeln), nur wenig originellen Songs und recht witzlosen Gastauftritten von Ben Stiller als Gitarrenexperten, Tim Robbins als mysteriösem Fremden, und einem sehr sonderbaren Auftritt von John C. Reilly als völlig verrücktes Fabelwesen Sasquatch, mit dem der komplett berauschte JB durch die Luft segeln darf. Dazu kommen noch schockierend einfallslose Parodien auf so oft parodierte Filme wie Uhrwerk Orange (1971), Das Imperium schlägt zurück (1980) und Karate Kid (1985). Einzig die Kombination aus der manischen Energie Jack Blacks und die sympathische Gelassenheit von Kyle Gass vermag noch zu bezaubern in diesem mäßigen Werk, das gänzlich ohne Höhepunkte auskommt.


KG: Hail Satan!
JB: Hail Satan!
KG: Hail Satan!
JB: Hail Satan!

"Double Team" by Tenacious D

Eine Rezension von Asokan Nirmalarajah
(10. März 2007)
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Daten zum Film
Kings of Rock - Tenacious D USA 2006
(Tenacious D in 'The Pick of Destiny')
Regie Liam Lynch Drehbuch Jack Black, Kyle Gass, Liam Lynch
Produktion Red Hour Films
Darsteller Jack Black, Kyle Gass, Ben Stiller, Jason Reed, Tim Robbins, Colin Hanks, Amy Poehler
Länge 93 FSK 12
http://tenaciousdmovie.com/
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