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Das Vermächtnis des geheimen Buches

Das Vermächtnis des geheimen Buches

Ein Film von Jon Turteltaub

„You don't hate history, you hate the way it was taught to you in high school.“

Diese zugegeben etwas voreingenommene Aussage traf der US-amerikanische Historiker Stephen Ambrose vor einiger Zeit. Wenn man darüber nachdenkt, so muss man ihm irgendwie recht geben. Unglaublich, wie viele Leute sich auf einmal für Geschichte interessieren, wenn man das Ganze als eine abenteuerliche Schatzsuche daherkommen lässt. Wieder einmal ist man auf der Suche nach dem größten Schatz der Menschheit, und das obwohl man ihn doch im ersten Teil eigentlich schon gefunden hatte. Na ja, wie dem auch sei, DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER war zu erfolgreich, als dass man sich einen zweiten Teil hätte entgehen lassen können. Man hat sogar dazugelernt und am Ende von DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES bereits den Aufhänger für den dritten Teil eingebaut, damit das Brückenschlagen beim nächsten Film ein wenig eleganter vonstatten gehen kann. Dass Walt Disney nun auch schon die Domains nationaltreasure3dvd.com und in einem Anfall von Kaufrausch zugleich auch nationaltreasure4dvd.com gesichert haben soll, lässt den geübten Rätselfan eine Fortsetzung voraussehen.

Wir rekapitulieren zunächst einmal: Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) hat zusammen Freund Riley Poole (Justin Bartha) und der Archivarin Abigail Chase (Diane Kruger) den größten Schatz der Menschheit gefunden. Einen Schatz,
der so groß war, dass nicht einmal ein König in seinen Besitz gelangen sollte. Denn selbst ein König vom Kaliber eines Midas würde bei derart viel Reichtum den Sinn für die Realität verlieren. Wie gut, dass Ben Gates kein König ist und somit einen Großteil des Schatzes an Museum und dergleichen gespendet hat, damit der größte Schatz für die Menschheit bewahrt werden kann. Natürlich durften die wackeren Schatzjäger als Zeichen der Dankbarkeit 1% des Schatzes behalten. Wie viel so 1% ausmachen kann, darf der Zuschauer nun im zweiten Teil in Augenschein nehmen. Schönes Haus, schönes Auto, schön viel Zeit für historische Forschungen und eine schöne Frau. Zugegeben, die schöne Frau war auch schon vor dem großen Geld da, aber abhanden gekommen ist sie nun trotzdem. Und Schuld ist nur das Wörtchen „also“. Man kennt das ja. Mann und Frau haben manchmal so ihre kleinen Kommunikationsschwierigkeiten und da kann es schon einmal passieren, dass er kurzerhand seinen Vater für längere Zeit besuchen muss. Doch eigentlich hat Ben Gates im Moment wichtigere Probleme. Ein gewisser Mitch Wilkinson (Ed Harris) beschuldigt seinen Urgroßvater, maßgeblich an der Verschwörung und Ermoderung Präsident Lincolns beteiligt gewesen zu sein. Für einen waschechten Amerikaner ist dies sogar hunderte von Jahren nach dem Ereignis eine Ungeheuerlichkeit, die widerlegt werden will, koste es was es wolle. Erfreuliche Nebensache ist, dass dies mal wieder das Finden eines Schatzes zur Folge hat. Gesucht wird nichts Geringeres als Cibola, eine Stadt aus Gold [Der Legende nach sind es zwar sieben goldene Städte, aber das war den Drehbuchautoren wohl zu viel des guten].

Das Vermächtnis des geheimen BuchesDas Vermächtnis des geheimen BuchesDas Vermächtnis des geheimen Buches

Unerhört groß ist nicht nur der gesuchte Schatz, sondern auch die Starbesetzung, die man für diesen Film (wieder)gewinnen konnte. Nahezu alle bekannten Gesichter aus DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER sind wieder auf der Leinwand versammelt, mit Ausnahme von Sean Bean. Der wurde aber durch den nicht minder begabten Ed Harris ausgetauscht. Als Bonus gibt es noch die Queen persönlich: Helen Mirren als Mutter von Nicolas Cage [unglaublich, mit wem der Gute so alles verwandt ist]. Wie US-Filmkritiker Rogert Ebert treffend bemerkte, hätte man mit einer solchen Besetzung wohl einer der besten Filme der letzten Jahre drehen können. Das sei leider nicht geschehen. Da dies wiederum niemand erwartet hat, ist es auch nicht weiter tragisch. Sollte es doch jemand erwartet haben, so kann man ihm nur zu seiner eigenen Dummheit gratulieren. Wir haben doch alle fleißig Teil 1 gesehen. Prinzipiell lässt der Name Jerry Bruckheimer ohnehin nicht viel Raum für Spekulationen. Hauptsache viel Action. Logik hingegen würde wohl nur die Story ruinieren. So führt das Hölzchen zum Stöckchen, laufen die Computer heiß und quietschen die Autoräder, dass man gar keine Zeit hat über Sinn und Unsinn nachzudenken.

So ist DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES ein netter Zeitvertreib während des unerträglich lang erscheinenden Wartens auf INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS – nicht mehr und nicht weniger. Lasst uns an dieser Stelle nur hoffen, dass das vierte Abenteuer von Dr. Jones besser wird als es der Titel verspricht.
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Eine Rezension von Anja Mikolajek
(02. März 2008)
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Daten zum Film
Das Vermächtnis des geheimen Buches USA 2007
(National Treasure: Book of Secrets)
Regie Jon Turteltaub Drehbuch
Produktion
Darsteller Nicolas Cage, Justin Bartha, Diane Kruger, Jon Voight, Ed Harris, Harvey Keitel, Helen Mirren
Länge 124 Minuten FSK 12
http://www.disney.de/DisneyKinofilme/nationaltreasure2/
Filmmusik Trevor Rabin
Kommentare zu dieser Kritik
Anj TEAM sagte am 04.03.2008 um 16:48 Uhr

Ich wurde in meinen erwartungen an diesen Film nicht enttäuscht, denn ich hatte kaum welche. :-(
Zwei dinge, die mir positiv aufgefallen sind: Die eine Szene, in der Nic und Exfreundin sich gespielt und übertheatralisch an die Gurgel springen war superwitzig. Man hat Nic da die Spielfreude angemerkt. Echt süß!
Zum ende des Films gabs endlich mal ein bisschen schöne Action und effekte, wie ich sie gern hab. Super.

Ansonsten war alles ziemlicher Humbug, alles quatschi und Blödsinn, aber dennoch ne ganz nette Abendunterhaltung.
Stefan R. TEAM sagte am 04.03.2008 um 17:16 Uhr

Besagte Szene war echt lustig, keine Frage. Ansonsten wurde storytechnisch nicht wirklich viel geboten, halt typisch Bruckheimer-Produktion. Lachhaft (eher im negativen Sinne) war für mich jene Szene gegen Ende, in der einfach munter Wasserflaschen ausgekippt wurden. Irgendwie wirkte das alles sehr befremdlich. Gut, dafür gab es ein halbwegs krachendes Finale, das aber auch weit hinter den Möglichkeiten zurückblieb. Drei Sterne sind mehr als genug.

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