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The Descent 2

The Descent 2

Ein Film von Jon Harris

Die Gemeinde Hyett County befindet sich im Ausnahmezustand. Von einer Gruppe junger Frauen, die die heimischen Höhlen erkunden wollten, fehlt jede Spur. Lediglich Sarah (Shauna MacDonald) überlebte die Höhlentour ist jedoch schwer traumatisiert und kann sich weder an die Ereignisse, noch an den Verbleib ihrer Freundinnen erinnern. Schnell gerät Sarah in Verdacht, da ihre Kleidung mit dem Blut ihrer Freundinnen getränkt ist. Kurzerhand beschließt der örtliche Sheriff Vaines (Gavan O‘Herlihy), dass ein Rettungsteam die unerforschten Gebiete des riesigen Höhlensystems erkunden soll. Sarah wird von den Polizisten unter Druck gesetzt und muss sich dem Rettungstrupp anschließen. Mit den Kletterspezialisten Dan (Douglas Hodge), Greg (Joshua Dallas) und Cath (Anna Skellern) steigt die Truppe den Schacht der alten Mine hinab. Niemand ahnt, welch tödliche Gefahr dort unten lauert, doch als die erste Leiche gefunden wird, ist allen Teilnehmern schnell klar, dass hier kein Unfall geschehen ist. Deputy Rios (Krysten Cummings) kümmert sich um Sarah, die sich langsam wieder an die Geschehnisse erinnert. Als der Rest des Rettungstrupps merkt, was dort unten im Dunkel lauert, ist es jedoch schon zu spät.

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Neil Marshall schuf mit The Descent - Der Abgrund des Grauens im Jahre 2005 eines der Horrorhighlights der letzten Jahre. Der Klettertrip der Mädels wurde schnell zu einer klaustrophobischen Höllentour, deren Bann sich kaum ein Zuschauer entziehen konnte. Nach dem gelungen Film Doomsday, lehnte Marshall jedoch ab, bei der Fortsetzung seines Horrorhits die Regie zu übernehmen. So kam Jon Harris ans Steuer, der beim ersten Teil Cutter war. In seinem Regiedebüt will Harris mit einem größeren Budget den Erfolg des ersten Teils anknüpfen.

Die Frage aller Fragen bei den Fortsetzungen von Horrorfilmen lautet immer: Kann ein Film erschrecken, wenn man aus dem ersten Teil bereits weiß, was auf einen zukommt? Bei diesem Film lautet die Antwort: Ja, er kann. Obwohl man weiß, welche fiesen Kreaturen im Höhlensystem unter Hyett County lauern, steigt die Spannung von Minute zu Minute stetig. Harris knüpft nahtlos an das Erfolgsrezept des ersten Teils an. Die Charaktere bewegen sich bei wenig Licht durch unglaublich enge und klaustrophobische Räume, die Kreaturen lauern im Hintergrund und sorgen für einige schöne Schockeffekte. Auf die Charakterzeichnung legt Harris jedoch deutlich weniger Wert als im ersten Teil, in dem noch das Beziehungsgeflecht der einzelnen Charaktere für Spannung sorgte. Hier bleiben die Charaktere blass, lediglich der unliebsame Sheriff Vaines stößt beim geneigten Zuseher auf Ablehnung, weil er sich partout weigert, an die Unschuld der sympathischen Sarah zu glauben. Die fehlende Charakterzeichnung kann man verschmerzen, da die Charaktere dadurch ziemlich schnell in das dunkle Höhlensystem herabsteigen und dort offenbaren sich die Stärken von The Descent 2.

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Harris versteht es, wie man einen Film atmosphärisch gestaltet und somit den Zuschauer in seinen Bann zieht. Geschickt werden die Ereignisse immer weitere dramatisiert. Zunächst wird die Truppe getrennt, als ein Teil der Höhle zusammenbricht. Holly (Nora-Jane Noone) wird hierbei von herunterfallenden Teilen eingeschlossen, die anderen Höhlenkletterer müssen sie zurücklassen. Immer weiter steigt die Spannung, bis die Kreaturen aus dem Hintergrund hervortreten und angreifen. Der Trupp findet die Schauplätze des ersten Teils und auch die Kamera, mit der Sarah und ihre Freundinnen ihren Trip gefilmt hatten. Kurz darauf beginnt das durchaus sehr blutige Abschlachten und die ersten Leute finden ihr Ende in dem dunklen Höhlensystem. Harris spinnt die Geschichte weiter, setzt aber auch eigene Ansätze und steigert die Anzahl der Schockeffekte im Vergleich zum ersten Teil. Eigentlich ständig muss man auf einen Angriff gefasst sein, besonders, wenn mal wieder eine Person in Großaufnahme dargestellt wird. Bewegt sich dort etwas im Hintergrund? Harris spielt geschickt mit solchen Ängsten und sorgt im Film auch für einen ordentlichen Paukenschlag, als die Story eine geschickte Wendung nimmt. Auch die Auflösung kann sich sehen lassen.

The Descent 2 ist ein äußerst gelungenes Sequel, Fans des ersten Teils dürfen sich darauf freuen. In einer Zeit, in der hunderte billige Fortsetzungen wie Cabin Fever 2 den DVD-Markt überschwemmen, ist diese Fortsetzung durchdacht und mausert sich für Horrorfans zum Pflichtkauf. Schauspielerisches Können sucht man sicherlich woanders, aber in diesem Film kommt es auch nicht darauf an. Wer den ersten Teil mochte und nicht vor der drastischen Darstellung zurückschreckt, dem sei dieser Film wärmstens ans Herz gelegt. Für einen zweiten Höllentrip, der dem ersten Teil Konkurrenz macht. Das Konzept aus dunklen Tunneln, geringer Beleuchtung und Schockeffekten funktioniert immer noch wunderbar. Selbst wenn der Film im vergleich zum Vorgänger nicht wirklich originell oder mit neuen Ideen aufwarten kann, werden Horrofans auf höchstem Niveau unterhalten. The Descent 2 ist ein spannender, schneller und harter Schocker, der den Zuschauern einen ebenso tiefen Schlag in die Magengegend versetzt wie Teil 1. Fazit: Sehenswert.

Eine Rezension von Thorsten Comtesse
(07. Mai 2010)
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Daten zum Film
The Descent 2 Großbritannien 2009
(The Descent Part 2)
Regie Jon Harris Drehbuch James Watkins, James McCarthy
Produktion Ivana Mackinnon, Christian Colson Kamera Sam McCurdy
Darsteller Shauna Macdonald, Nora-Jane Noone, Natalie Jackson Mendoza, Douglas Hodge, Gavan O'Herlihy
Länge 94 Minuten FSK Freigegeben ab 18 Jahren
Filmmusik David Julyan
Kommentare zu dieser Kritik
travisbickle TEAM sagte am 07.05.2010 um 16:19 Uhr

Ganze 5 Sterne? Na vielleicht trete ich dann doch mal den Gang in die Videothek an ;)
travisbickle TEAM sagte am 15.05.2010 um 15:11 Uhr

Joa, nicht übel! Kein Knüller, aber 4 Sterne ist der locker wert. Ok, THE DESCENT 2 macht streng genommen nichts anderes, als den Plot aus Teil 1 aufzuwärmen. Der Unterschied allerdings zu Sequel-Gurken wie WRONG TURN 2, THE HILLS HAVE EYES 2 und TCM - THE BEGINNING ist, dass dieser Film sich ohne Wenn und Aber auf die Spannungslinie konzentriert und klaustrophobisch-effektive Terrorszenarien aufsetzt, während die anderen Exemplare mit aller Gewalt versuchten, "härter", "kränker", "abgefahrener" als ihre jeweiligen Vorgänger zu sein. Ganz wichtig ist auch, dass man mit den Charakteren mitfiebert, besonders mit Shauna Macdonald, die glaubhaft die labile Kämpfernatur gibt. Und wenn Neil Marshall das Teil hier noch inszeniert hätte, wäre wahrscheinlich die beste Horror-Fortsetzung seit ALIENS dabei rausgekommen ;)

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