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The Hole (3D)

The Hole (3D)

Ein Film von Joe Dante

Mit seiner aktuellen Arbeit „The Hole“ hat Joe Dante eine kleine Zeitmaschine erschaffen.

Eine Zeitmaschine, die die Zuschauer fast drei Dekaden in die Vergangenheit zurückwirft – in die frühen Achtziger, als die Filme des Regisseurs, wie „Gremlins“ (1984) oder „Explorers - Ein fantastisches Abenteuer“ (1985), sehr große Popularität genossen haben und das fantastische Genre über weite Strecken noch irgendwie einfacher und unbeschwerter gewesen ist. Und besser?
Das lässt sich zwar kategorisch so nicht festhalten, wohl aber dass diese Werke eine ganz eigene Magie versprüht haben, welche man heutzutage kaum noch auf der großen Leinwand erleben kann.

„The Hole“, der ähnlich wie auch schon Henry Selicks Stop-Motion-Feuerwerk „Coraline“ (2009) einen Gruselspaß für Jung und Alt darstellt, besitzt nun wieder all diese Qualitäten, die man – wenn man in der betreffenden Zeit aufgewachsen ist – wahrscheinlich niemals vergessen wird und in der modernen Kinolandschaft lange vermisst hat.
The Hole (3D)The Hole (3D)The Hole (3D)
Irgendwo in einem ruhigen amerikanischen Vorörtchen gibt es ein Haus, auf dessen Kellerboden eine kleine Tür ein gähnend dunkles Loch verschließt.
In genau dieses Haus zieht nun die alleinstehende Mutter Susan Thompson (Teri Polo, „Meine Braut, ihr Vater und ich“) mit ihren beiden Söhnen, dem kleinen Lucas (Nathan Gamble, „Der Nebel“) und dem Teenager Dane (Chris Massoglia, „Cirque du Freak – Mitternachtszirkus“), ein.

Natürlich dauert es nicht lange, bis die beiden Jungen gemeinsam mit der Nachbarstochter Julie (Haley Bennett, „Mitten ins Herz - Ein Song für Dich“) den verborgenen Abgrund entdecken und daraufhin versuchen, das Geheimnis hinter dem unendlich tiefen Nichts zu ergründen.

Doch das Öffnen der Luke bleibt für die Beteiligten nicht ohne Folgen:
Auf einmal ereignen sich seltsame Vorfälle - unheimliche Wesen bahnen sich durch den Schlund ihren Weg in das Leben der Kinder. Wesen, die direkt aus ihren eigenen Albträumen entsprungen zu sein scheinen.

Um dem Grauen ein Ende zu bereiten, müssen sich die Drei ihren Ängsten stellen, die sich ebenso tief und schwarz wie das Loch im Boden in ihre kleinen Köpfe bohren…

Joe Dantes erster richtiger Kinofilm seit „Looney Tunes: Back in Action“ von 2003 (seine Kurzbeiträge zu „Trapped Ashes“ und der Masters Of Horror-Reihe sind dabei nicht mitgerechnet) führt den Regisseur wieder an seine Genre-Wurzeln zurück und unterscheidet sich dennoch in einigen Punkten von seinen früheren Werken wie eben „Gremlins“ oder „Meine teuflischen Nachbarn“ (1989).

Denn obwohl Dante auch hier den Schrecken in ein verschlafenes Vorstadt-Viertel verlegt hat, konzentriert er sich in „The Hole“ - im Gegensatz zu den erwähnten Filmen - lediglich auf einen winzigen Personenkreis während das penetrante Nachbarschaftstreiben diesmal außen vor bleibt.
The Hole (3D)The Hole (3D)The Hole (3D)
Auch der bissig-anarchistische Humor weicht hier einer eher familienfreundlichen Stimmung, die bereits die letzten Kinoabenteuer des ehemaligen Roger Corman-Protegés dominiert hat.

Trotz der vergleichsweise freundlichen Oberfläche verbirgt sich unter dem Werk allerdings bestimmt kein Kinderfilm für die ganz Kleinen – dafür sind dann die gemeinen Clownpuppen und andere finstere Gestalten doch zu gruselig.

Besonders kritische Zuschauer werden übrigens garantiert schon während der Vorstellung ihre Zungen spitzen, um danach ketzerisch über die wenig spektakuläre Arbeit herzufallen.

Und ja: „The Hole“ ist ein (trotz auch hier eingesetzter, aber eher konventionell gehaltener 3D-Technik) bewusst kleiner Film, der inhaltlich mit Sicherheit keine neuen Wege beschreitet, aber in seiner Struktur und Intention für jedermann so wundervoll nachvollziehbar und glasklar geraten ist, dass man sich beim Ansehen tatsächlich noch einmal wie ein Zehnjähriger (bzw. natürlich: eine Zehnjährige) fühlen kann.
Schließlich ist das Thema über die Ängste von Menschen ein universelles, ganz unabhängig vom Alter der Zuschauer.

Ein wenig erinnert das Werk dabei an John Newlands TV-Schocker „Gate Of Darkness“ (1973), in welchem sich der personifizierte Schrecken ebenfalls im Schutz einer Urangst – der Dunkelheit – verschanzt, sowie Bernard Roses „Paperhouse – Albträume werden wahr“ (1988), in dem anstelle eines Lochs die Traumwelt der Protagonistin als Projektionsfläche für ihre Gefühle dient.

Ähnlich wie in Stephen Kings Bestseller „Es“ ist auch hier eine kleine Gruppe durch ihre kollektive Angst miteinander verbunden, welche sie nur vereint besiegen kann.
Die Clown-Phobie des jungen Lucas stellt dabei allerdings nur den Auftakt zu dem anschließenden, grausam-realen Szenario dar.

Neben der sowohl humorvollen als auch spannenden Inszenierung überzeugen in dem Werk übrigens auch die Darsteller der sympathischen Charaktere, die zum Glück nicht im ausgelutschten Highschool-Loser-Kontext stehen, und die angenehm vertraut anmutenden Klänge von Komponist Javier Navarrete („Pans Labyrinth“, „Mirrors“), der hier gekonnt den Platz von Dantes 2004 verstorbenen Weggefährten Jerry Goldsmith einnimmt.
The Hole (3D)The Hole (3D)The Hole (3D)
Alles in allem liegt mit „The Hole“ nun ein richtig schön altmodischer Fantasyhorror vor, dessen Story sich mal nicht in Blutfontänen oder permanenten Effektgewittern erschöpft.

Ob das allerdings der neuen Zuschauer-Generation, die eher an CGI-lastigen Müll der Marke „Transformers“ gewöhnt sein dürfte, schmecken wird, bleibt abzuwarten - an den italienischen und britischen Kinokassen hat sich die Independent-Produktion zumindest schonmal recht ordentlich geschlagen…

Eine Rezension von Bastian G.
(09. Oktober 2010)
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Daten zum Film
The Hole (3D) USA 2009
(The Hole)
Regie Joe Dante Drehbuch Mark L. Smith
Produktion Bold Films, BenderSpink, The Hole Kamera Theo van de Sande
Darsteller Chris Massoglia, Haley Bennett, Nathan Gamble, Teri Polo, Bruce Dern, Quinn Lord, John DeSantis, Douglas Chapman, Mark Pawson, Peter Shinkoda, Ali Cobrin, Chelsea Ricketts, Merrit Patterson, Chord Overstreet, Dick Miller
Länge 92 min. FSK ab 16 Jahren
http://theholein3d.com/
Filmmusik Javier Navarrete
Der Film wurde im Rahmen der "Fantasy-Filmfest-Nights 2011" in der englischen OV vorgeführt. Die deutsche DVD aus dem Hause "Ascot" ist ab 02.05.2011 im Verleih erhältlich. Als Extras enthalten sind: Ein "Making Of", Interviews mit Cast & Crew, "Arbeiten mit 3D am Set", der Originaltrailer sowie eine Trailershow. Auf Blu-Ray ist zudem die 3D-Version verfügbar.
Kommentare zu dieser Kritik
Grinska sagte am 31.05.2011 um 22:45 Uhr

Nicht schlecht, ABER: Selbstverständlich kommt in einem solchen Film, kleine untote Mädchen in hübschen Röckchen und fiese Clowns vor. Musste ja sein^^
Obwohl oft beklemmend musste ich wegen des Clowns oft lachen, vor allem als er dann in einem Ventilator landete. Hat entfernt was von The Grudge oder Ring.
Besonders "naja" fand ich das Ende, nicht als Mutti erwähnte Angst vor einem Monster unterm Bett zu haben, sondern, Al Dane ins Loch gesprungen ist. Was für ein Showdown, im wahrsten Sinne DOWN, komische Wolkenbilder, eine selbstgemalte Stadt und Daddy. NAJA, sonst ganz gut.

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