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von Patrick Horvath




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Todes-Date 2

Todes-Date 2

Ein Film von Jeffery Scott Lando

In Kanada müsste man studieren. Da sind nämlich nicht nur Bären unterwegs, sondern auch sehr hübsche Mädels am örtlichen College. Und die knackigsten Blondinen unter ihnen sind darüber hinaus auch noch derart wuschig auf alles männliche, dass sie sich einem sofort an den Hals schmeißen – prima. Wir befinden uns also wieder im Land von Todes-Date, heute mit Teil 2.
Wir erinnern uns: im ersten Teil entpuppten sich die heißen Blondinen des Colleges als männerbespringende und anschließend ermordende Aliens vom Planeten Geil, die das männliche Klientel zu Fortpflanzungszwecken brauchen. Nur dumm, dass die Mädels auf extreme Kälte stehen, und der (männliche) Organismus das nicht ganz so gut verträgt. Dementsprechend war der erste Teil auch großer Unsinn, aber witzig, kreativ und allgemein überaus spaßiger Trash. So muss das sein.

Die Idee eines Sequels wurde angeblich schon mit sich herumgetragen, bevor Teil 1 auch überhaupt nur veröffentlicht wurde. Dies würde Sinn geben, wenn man die ganze Chose beispielsweise von vornherein als Trilogie oder Double Feature anlegt, aber dieser Eindruck mag sich nicht wirklich einstellen. Denn Todes-Date 2 ist das gleiche wie Todes-Date 1, nur in Grün (ironischerweise wechselt das deutsche Plakatmotiv von der Grundfarbe Blau tatsächlich zu Grün - Danke Weltgeist!). Denn die Handlung ist wirklich schon sehr ähnlich und bietet im Endeffekt keinerlei Variation:
Im örtlichen College steht die Ferienzeit an, vorher soll noch eine große Party steigen. Eine Jungsclique beschließt einen Wettbewerb: wer die meisten Mädels in der letzten Woche flachlegen kann, gewinnt – nötig dazu ist immer ein Videobeweis. Passenderweise sind einige der Damen verdächtig offensiv in ihren Annäherungsversuchen, und schon bald gibt es erste Todesfälle. Aber glücklicherweise befindet sich Luke (Teil 1) als Aushilfswissenschaftler an der Uni – auch wenn ihm verständlicherweise niemand glaubt...

Wie gesagt: Zurück auf Start, Repeat.

Regisseur Jeffery Scott Lando und seine Autoren gewinnen der sowieso schon minimalen Geschichte des ersten Teils wirklich überhaupt nichts neues ab, sondern wiederholen die Chose einfach nochmal mit minimalsten Variatonen. Als einzige Neuerungen auf Alienseite können die Damen ein beliebiges Outfit on the fly annehmen, da sie die Wünsche ihrer zukünftigen Geschlechtspartner ablesen können. Die Helden des Films sprechen von Hypnose, die Handys filmen das ganze trotzdem ab – die filminterne Logik bleibt also auf der Strecke. Am Ende wird auch kurz mal was davon gesagt, dass die Aliens wohl eine Reihe von Klonen sind, aber auch das bleibt nur als Halbsatz im Raum stehen und wird nie mehr aufgegriffen.
Todes-Date 2Todes-Date 2Todes-Date 2
Das wäre jetzt alles zwar schade, aber nicht wirklich schlimm, könnte der Film wenigstens so unterhalten wie der Erstling. Aber Regisseur Lando schafft es leider auch nicht, den Film so kreativ und einfallsreich zu inszenieren, wie es Matthew Hastings vorgemacht hat. Todes-Date 2 sieht bei weitem nicht schlecht aus, handwerklich ist das ganze auch ausreichend gemacht, aber das wars dann halt auch schon. Die Story taugt natürlich nicht viel und die CGIs werden spärlich eingesetzt, aber all das war bei Teil 1 auch schon so. Bedauernswerterweise filmt Lando das Geschehen aber halt über weite Strecken einfach zweckmäßig ab, so dass die eklatanten Konzeptschwächen deutlich hervortreten, und sich manchmal sogar eine gewisse Langeweile einstellt.

Sowas kommt zwar öfter vor, dafür setzen andere Sequels auf mehr Blut, mehr Brüste, mehr Action. Auch hier: Fehlanzeige. Die Mädels zeigen wieder ihre Tentakel, manche machen sich auch obenrum frei, aber tiefgefrorene Leichen gibt’s diesmal fast nicht. Auch die schlagenden zwei Argumente der Aliens sind häufig nur kurz im Bild, und am Ende sehen wir zwar ein paar abwechslungreiche Grillaktionen, aber nichts weltbewegendes. Darüber hinaus gibt sich der Film manchmal auch komplettem Unfug hin, wenn die Drehbuchschreiber sich nicht einmal ansatzweise die Mühe gemacht haben, zwei Locations sinnvoll zu verbinden. Exemplarisch ist da eine Szene, in der einer der Jungs von einem Alien in der Bibliothek verführt wird, die Szene dann aber im örtlichen, leeren aber voll beleuchtetem Football-Stadion beendet wird.

Subtextmäßig ist das wieder das gleiche: starke weibliche selbstbestimme Sexualität, zwischen den Dialogzeilen kann man den Frust der Damen über vorzeitige Beendigung des Liebesaktes aufgrund der stürmischen Herangehensweise der Männer dieser Welt herauslesen, aber so einen Film schaut man ja nicht unbedingt wegen dem Subtext. Als Gastauftritte sind diesmal immerhin Dina Meyer und Jigsaw himself, Tobin Bell, anwesend. Im Finale kriegen wir noch ein paar schön schleimige Man-in-Suit Effekte zu sehen, die angemessen augenzwinkernd und cheesy sind. Die haben mir gut gefallen!

Naja.

Lieber noch mal den ersten Teil. Das Sequel ist tatsächlich nur eine pure Wiederholung, ohne den versierten Spaßfaktor.

Nach Kanada will ich aber trotzdem mal.

Eine Rezension von David Kugler
(13. April 2009)
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Daten zum Film
Todes-Date 2 Kanada 2007
(Decoys 2: Alien Seduction)
Regie Jeffery Scott Lando Drehbuch Tom Berry, Miguel Tejada-Flores
Produktion Alian Girls Films Kamera John Spooner
Darsteller Corey Sevier, Tyler Johnston, Kailin See, Kim Poirier, Dina Meyer, Tobin Bell
Länge 90:18 FSK 16
Filmmusik Steve London
Der Film bekommt als Nachfolger im Vergleich zu Teil 1 seine 3 Sterne, als eigenständigen Film hätte ich ihm auch 4 Sterne geben können.
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