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Frankensteins Braut

Frankensteins Braut

Ein Film von James Whale

Nach dem großen Erfolg von "Frankenstein" im Jahre 1931 schrie das Publikum förmlich nach einer Fortsetzung des Gruselfilms. Doch es sollte vier Jahre dauern bis ein Sequel folgte, welches jedoch das Original an Ausstattung, Spezialeffekten, Kostümen nicht aber an Drehbuch und Dramaturgie bei weitem übertraf.
Die Drehbuchautoren mussten nun die Kreatur (Boris Karloff), die im Original durch eine Feuerbrunst in einer Windmühle ums Leben kam, wieder auferstehen lassen. Aus diesem Grund steigt der Film mit Mary Shelley (Elsa Lanchester), der Autorin von Frankenstein ein, die in einer stürmischen Nacht ihren Freunden die Geschichte weitererzählt:
Das Monster hat sich vor dem Feuer in einen Brunnen retten können und macht nun wieder das Land unsicher. Frankenstein (Colin Clive) selbst will indessen mit seinen perversen wissenschaftlichen Experimenten nichts mehr zu tun haben, doch macht ihm da der Bösewicht Dr. Praetorius (Ernest Thesiger) einen Strich durch die Rechnung. Praetorius entführt Frankensteins Braut (Valerie Hobson) und erpresst somit den Wissenschaftler der Kreatur ebenfalls eine Frau zu schaffen.

Die größte Schwäche des Films ist jene, die schon vielen Fortsetzungen zum Verhängnis wurde. Aufgrund des großen Drucks von Seiten des Publikums wurde an einem Drehbuch gearbeitet, das zahlreiche Spannungen und Ungereimtheiten zum Original aufweist. Da der Film in derselben Nacht einsteigt, in der das Original endet, fallen dem kritischen Beob
achter sofort einige Stilbrüche und Umbesetzungen der Schauspieler auf.
Auch dramaturgisch geht die Fortsetzung nun in eine andere Richtung. Die langen Sequenzen, in denen das Monster immer wieder von einem aufgebrachten Mob gehetzt wird und zwischendurch noch ein paar Morde begeht, bringen die Handlung kaum weiter. Auf diese Weise gestaltet sich der Film viel zu schnell und actionlastig. Erst in den letzten 20 Minuten, in denen Elisabeth von Praetorius entführt wird, und Frankenstein seiner Kreatur eine Frau schafft, wird der Film spannend. Die Szene, in welcher der Kreatur seine Frau präsentiert wird, ist in die Filmgeschichte eingegangen und wird auch heute noch immer wieder zitiert (z.B. in "Chuky und seine Braut").

"Frankensteins Braut" begeistert durch seine außergewöhnlich guten Special Effects sowie liebevolle und aufwendige Sets (zu nennen seien hier der Friedhof, die Gruft und Frankensteins Laboratorium). Die Aufnahmen wurden im Gegensatz zum Vorgänger fast alle im Studio gedreht und bestechen durch eine lebendige Kameraführung und unheimliche Beleuchtung.
Einmalig ist auch die Besetzung des Films. Elizsabeth wird zwar im zweiten Teil nicht mehr von Mae Clarke gespielt, sondern wurde durch Valerie Hobson ersetzt, ansonsten hat sich bei den Hauptrollen aber nichts geändert. Boris Karloff spielt die Kreatur kindlich, naiv und doch gefährlich und unheimlich. Grandios ist auch die Leistung von Elsa Lanchester, die sowohl in die Rolle der Mary Shelley als auch in die der Braut der Kreatur schlüpft. Lanchester spielt das Geschöpf mechanisch, roboterhaft sowie verwirrt und ängstlich zugleich.

"Frankensteins Braut" weist somit viele Mängel auf, die für Fortsetzungen typisch sind, entschädigt aber durch seine erstklassigen Schauspieler, die technische Umsetzung, tolle Masken und ein spannendes Finale für das einfallslose Drehbuch. An das Original kommt das Sequel allerdings nicht heran.


Eine Rezension von Florian Friedrich
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Daten zum Film
Frankensteins Braut USA 1935
(Bride of Frankenstein)
Regie James Whale Drehbuch William Hurlbut, John L. Balderston
Produktion Carl Laemmle Jr.
Darsteller Boris Karloff, Colin Clive, Valerie Hobson, Elsa Lanchester
Länge 75 min FSK 12
http://www.monstrula.de/filme/brideoffrankenstein/frankensteinsbraut.htm
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