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Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück RSS 1.0


Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück

Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück

Ein Film von Irvin Kershner


„The force is with you, young Skywalker, but you are not a Jedi yet.“


Es kommt nur selten vor, aber manche Film-Melodien erkennt man schon beim Erklingen der ersten Takte. Die Ohrwurm-Melodie der „Star Wars“-Saga von John Williams, die 1977 zum ersten Mal auf der großen Leinwand ertönte, zählt zweifelsohne zu diesen und beschert eingefleischten Fans immer noch ein wohliges Gänsehautgefühl. Einige Dinge ändern sich nie. So markierte das Jahr 1977 den Startschuss für die erfolgreichste Film-Saga aller Zeiten, die bei jedem weiteren Film mit immer ausgefalleneren Effekten und Einfällen aufwartete. Trotz der nun schon fast 30 Jahre, die „STAR WARS: EPISODE V - DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK“, der 1980 entstandene zweite Teil der „alten“ Trilogie, auf dem sternenkriegerischen Buckel hat, ist der Film überraschenderweise auch für heutige Verhältnisse noch von beeindruckender tricktechnischer Brillanz, die weitaus mehr Charme aufweist als die Ende der 90er Jahre gedrehte dreiteilige Vorgeschichte. Hier wie dort sind die gelungenen Effekte eine wahre Augenweide. Aber die heutzutage schon üblichen, obligatorisch am Computer generierten Bilder, die auf Hochglanz poliert nahezu unbegrenzt all das darstellen können, was in den Köpfen der Filmemacher umhergeistert, vermögen nicht die Tatsache zu verdrängen, dass damals alles noch liebevoll handgemacht wurde. Viele Dinge verändern sich nun mal, aber in den wenigsten Fällen fährt der alteingeses
sene Charme im Schlepptau.


Auch der Mittelteil der „alten“ Trilogie ist einer dieser Filme, die trotz mehrmaliger Nachbesserung und fast schon kontinuierlicher Modernisierung auch noch in weiter Zukunft die Klassiker sein werden, als die sie in die Filmgeschichte eingegangen sind. Die Science-Fiction-Mär um den alten Kampf zwischen Gut und Böse auf neuem Terrain schlägt dieses Mal ungewohnte, düstere Pfade ein und lässt schon dramaturgisch erahnen, was den Zuschauer am Ende der Saga in Episode VI erwartet. So beginnt der Film, der drei Jahre nach der Zerstörung des Todessterns angesiedelt ist, auch gleich unheilschwanger mit dem Aussetzen eines Suchdroiden von Darth Vaders Streitkräften, der den neuen Stützpunkt der Rebellen von Yavin IV ausfindig machen soll. Nach der Zerstörung des Todessterns mussten die Rebellen fliehen und haben auf dem Eisplaneten Hoth Zuflucht gefunden. Die Imperiale Sternenflotte braucht jedoch nicht lange, um den neuen Stützpunkt zu entdecken. Währenddessen findet Commander Luke Skywalker (Mark Hamill) fast einen vorzeitigen und eisigen Tod, als er zwar mit Müh' und Not einem einheimischen Schneemonster entkommt, jedoch nicht mehr alleine zur Echobasis zurückzukehren in der Lage ist. In einer Vision vor dem nahenden Erfrierungstod offeriert Obi-Wan Kenobi (Alec Guinness) dem der Witterung hilflos Ausgelieferten, sich im Dagobah-System in die Obhut von Meister Yoda zu begeben und sich zum Jedi-Ritter ausbilden zu lassen. Han Solo (Harrison Ford) erweist sich letztlich buchstäblich als Retter in letzter Minute.


Verhindern kann aber auch Han Solo nicht, dass bei dem anschließenden Kampf um den Stützpunkt selbiger zerstört wird und die Rebellen aufs Neue flüchten müssen. Immer auf der Flucht vor dem dunklen Lord Darth Vader, der Luke gefangen zu nehmen gedenkt, begibt sich der Commander zum Dagobah-System, auf die Suche nach Meister Yoda. Tatsächlich trifft er auch auf den Meister in Gestalt einer seltsamen, kleinen Kreatur, die ihn trotz Skepsis zum Jedi ausbildet und ihn unter anderem lehrt, in die Zukunft zu blicken. So muss Luke mit Schrecken sehen, dass Han Solo und Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher) in die Hand des Imperiums fallen. Kurzentschlossen startet Luke eine Befreiungsaktion, nur um später zu erkennen, dass er in eine Falle getappt ist und von Darth Vader an den Imperator ausgeliefert werden soll. In einem beinahe hoffnungslosen Kampf gegen den Mann in der schwarzen Rüstung enthüllt dieser schließlich ein letztes, dunkles Geheimnis, das Luke eiskalt trifft. Wie passend, dass Han in diesem Augenblick als einziger der Rebellen nicht befreit werden konnte und in Karbonit eingefroren nach Tatooine gebracht wird. Kann Luke letztlich gegen den übermächtigen Gegner bestehen und zusammen mit seinen Freunden den verschleppten Han Solo retten?


Irvin Kershner inszenierte „STAR WARS: EPISODE V - DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK“ im Ganzen mit weniger Leichtigkeit als der Erfinder der Saga, in dessen Fußstapfen er treten sollte, und lässt dadurch etwas den Charme vermissen, welcher Episode IV gerade so unvergessen machte. Doch jede Neuentwicklung birgt auch Gutes. Während im Vorgänger die Charaktere um Han Solo und Luke Skywalker erst einmal dem Publikum nähergebracht werden mussten, konnte die im Nachfolger nun schon vorhandene Akzeptanz der Personen durch die Zuschauer genutzt werden, um ohne Leerlauf gleich aus den Vollen zu schöpfen. Die Personen weisen somit bei genauerer Betrachtung viel mehr Tiefgang auf, was vor allem der actiongeladenen Geschichte, durch die sie stolpern, geschuldet ist, welche während der gesamten Spielzeit von 125 Minuten wie eine Achterbahn Höhen und Tiefen überwindet. Solch ein wilder Ritt der Gefühle und Schicksale, der gegen Ende mit der wohl bekanntesten Enthüllung in der Filmgeschichte aufwartet, verlangt den Schauspielern notwendigerweise ein hohes Maß an schauspielerischem Können ab, und glücklicherweise überzeugt das Spiel aller Protagonisten durchweg, so dass der ein oder andere misslungene Dialog des Drehbuchs nach einer Idee von George Lucas nicht sonderlich schwer ins Gewicht fällt. Technisch gibt es darüber hinaus sowohl aus Effekte- (Oscar für die besten Visuellen Effekte) als auch inszenatorischer Sicht (Oscar-Nominierung für das beste Szenenbild) rein gar nichts zu bemängeln.


Diese technische Weiterentwicklung geht überraschenderweise gekonnt mit einer spannenden Geschichte einher, ohne jemals auch nur ansatzweise aus den Augen zu verlieren, dass hier einzig und allein die Schicksale der Protagonisten und nicht nur die Effekte im Vordergrund stehen. Zwar ist auch dieser Teil der „Star Wars“-Reihe nicht vor der in den Prequels scheinbar üblichen Ausuferung hinsichtlich des gesprochenen Wortes gefeit – anders als in Episode I, II oder III gleitet der Dialog jedoch nie in die Gefilde des Kitsches ab und sammelt vor allem in den Szenen der ersten Begegnung mit dem von Frank Oz bewegten Meister Yoda gehörig Sympathiepunkte. Äußerst charmant.


„STAR WARS: EPISODE V - DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK“ ist – alle Punkte zusammengenommen – vielleicht nicht der beste Teil der Ur-Trilogie, jedoch wohl mit der ausgereifteste. Neu-Regisseur Kershner erzählt die Geschichte auf seine ganz eigene, stilsichere Art und präsentiert dem Zuschauer – fast beiläufig – neben einer der aufwendigsten Szenen in der Filmgeschichte (Schlacht von Hoth) auch noch von Peter Suschitzky („The Rocky Horror Picture Show“ [1975]) toll fotografierte Bilder, von denen sich heutige Filmemacher ruhig eine Scheibe abschneiden könnten. Das verwöhnte Auge des Betrachters bekommt somit genügend Anschauungsmaterial, das allerhöchstens noch von dem des unmittelbaren Nachfolgers übertroffen wird. Das offene Ende dieses unterhaltsamen Science-Fiction-Meilensteins schließlich lässt Neueinsteiger ungeduldig auf den krönenden Abschluss dieser bahnbrechenden Erfolgsstory warten, während alteingesessene Fans zum wiederholten Male die DVD von Episode VI in den Player legen. Sei es der Rolle, die Harrison Ford zum Star machte, oder einfach nur der Nostalgie wegen. Man sollte einfach viel, viel öfter und vor allem bewusst zurückdenken an diese Zeit, in der Filme hauptsächlich gedreht wurden, um eine interessante Geschichte zu erzählen und der Terminus „Effekte-Overkill“ noch nicht geboren war. Schade, dass sich manche Dinge dann doch so grundlegend verändern.


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Eine Rezension von Stefan Rackow
(30. August 2007)
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Daten zum Film
Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück USA 1980
(The Empire Strikes Back)
Regie Irvin Kershner Drehbuch Leigh Brackett, Lawrence Kasdan Story George Lucas
Produktion Jim Bloom, Gary Kurtz, George Lucas Kamera Peter Suschitzky
Darsteller Harrison Ford, Peter Mayhew, Kenny Baker, Anthony Daniels, David Prowse, Alec Guinness, Carrie Fisher, Mark Hamill, Billy Dee Williams
Länge 125 Minuten FSK ab 12 Jahren
http://www.starwars.com/episode-v/
Filmmusik John Williams
Visuelle Effekte Industrial Light and Magic
Weitere Mitwirkende Frank Oz (Stimme Yoda), James Earl Jones (Stimme Darth Vader)
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