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Killer Nun

Killer Nun

Ein Film von Giulio Berruti

Das (Exploitation)kino hat eine Unzahl von Subgenres hervorgebracht.
Kein Feld das hier nicht beackert wurde. Nichts war vor den Regisseuren der 60er und 70er sicher: Hauptsache es war schockierend und vor allem gewinnbringend.
Dabei wurden die wunderlichsten Genres kreiert.

Eines davon ist die so genannte Nunsploitaion, die sich den Sünden von jungen Nonnen widmet, die es mit ihrem Keuschheitsgelübde nicht allzu genau nehmen, was zu vermehren Lustschreien hinter Klostermauern führt - womit das Genre quasi in der Tradition der seit Jahrhunderten verbreiteten Erzählungen über besagte Sündenfälle steht(Stichwort: Denis Didero).
Einschlägig bekannte Filmemacher wie Jess Franco, Sergio Grieco oder auch Bruno Mattei bannten das unheilige Treiben auf Zelluloid und schufen Quasi-Klassiker eines der obskursten Genres.

Auch Regisseur Giulio Berruti inszenierte in diesem Genre seinen zweiten und zugleich letzten Film: Suor Omicidi aka Killer Nun.
Ein Film, der einerseits die Grundmerkmale des Nunsploitationgenres in sich vereint, dabei allerdings im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern nicht auf die reine Sex und Schmuddelschiene gerät, sondern die Handlung um spannungsförderliche Giallo-Elemente erweitert.
Berruti gönnt seinem Film auch gleich zwei Topstars. Einerseits Anita Ekberg, damals schon nach dem Höhepunkt ihrer Karriere als sie für Fellini in „La Dolce Vita“ im Trevi - Brunnen badete, als Oberschwester und and
ererseits Joe Dallesandro.
Der letztere, einer der absoluten Kultfilmstars, wurde als Hauptdarsteller zahlreicher Andy Warhol/Paul Morissey Produktionen wie „Trash“ oder „Flesh for Frankenstein“ bekannt.

Ekberg spielt Schwester Gertrude, die einerseits einen Schuss Morphium braucht um zum Morgengebet fit zu sein und es andererseits mit dem fünften Gebot nicht allzu genau nimmt.
Immerhin erhalten auffallend viele Menschen in ihrer Umgebung eine unfreiwillige letzte Ölung.

„Killer Nun“ rief seinerseits die Zensoren und selbsternannten Moralapostel(insbesondere in England, wo der Film auf die berüchtigte Liste der beschlagnahmten „Video Nasties“ gesetzt wurde) auf den Plan - kein Wunder bei der Thematik.
Wobei der Film letztlich mehr verspricht als er hält und auch nicht so kompromisslos daherkommt wie man es von einem Streifen mit dem Titel Killer Nun erwarten könnte.

Zwar gibt es genug Goreelemente und auch nackte Haut zu sehen, doch abgesehen vom permanenten Spiel mit der Blasphemie wirkt der Film nicht ausserordentlich schockierend.
Exploitation-Veteranen sind da schon einiges mehr gewohnt.

Das der Film trotz seiner recht kurzen Spieldauer stellenweise recht langatmig geraten ist, machen die ordentlichen Darstellerleistungen von zB „Little“ Joe Dallesandro einigermaßen wieder wett.
Zudem ist der Film , wie in bella italia üblich, optisch und atmosphärisch gut in Szene gesetzt, insbesondere in denen mit einem „creepy“ Soundtrack unterlegten Giallo – artigen Sequenzen.

Kultfilm-Freunde, die den Einstieg in die Untiefen des Nunsploitationgenres wagen wollen, können also mit „Killer Nun“ nicht viel falsch machen- gehört er doch zum Besten, was das Subgenre zu bieten hat.
Alle anderen lassen diesen Kelch vermutlich lieber an sich vorüberziehen.

Credit und Copyright Coverfoto/Coverimage:
Shameless Screen Entertainment

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(02. November 2008)
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Daten zum Film
Killer Nun Italien 1978
(Suor Omicidi)
Regie Giulio Berruti Drehbuch Giulio Berruti und Alberto Tarallo
Produktion
Darsteller Anita Ekberg, Joe Dallesandro, Lou Castel, Paola Morra
Länge 82 FSK 18
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