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Flotte Teens und Sex nach Noten

Flotte Teens und Sex nach Noten

Ein Film von Giuliano Carnimeo, Mariano Laurenti

Petruzzo hat immer noch kein Abi, dafür richtig Probleme am Hals: er wurde für seine Streiche mit vier Wochen Strafdienst bestraft, so dass er für das Kollegium der Schule den Butler spielen muss. Das Kollegium selbst streitet über didaktische Fragen, besonders der erzkonservative Rektor sträubt sich gegen Neuerungen. Professor Mezzoponte möchte die Schüler humorvoller unterrichten, und die junge attraktive Lehrerin Claudia möchte rhythmische Sportgymnastik und Tanz als Unterrichtsfach einführen. Als der Schulrektor dann das ganze Budget der Schule zusammen mit Petruzzo auf der Rennbahn verwettet, versuchen beide mit Hilfe der ahnungslosen Claudia einen Tanzwettbewerb zu gewinnen. Und anschließend steht auch noch ein Sportturnier auf dem Programm...

Die flotten Teens und kein Ende mit dieser, auf dieser Seite ja fast schon berühmt-berüchtigten, quasi Endlos-Serie. Der vorliegende Teil, "Flotte Teens und Sex nach Noten" sträubt sich mal wieder gegen die Einordnung zu der eigentlichen Ursprungs-Reihe um die flotten Teens, sondern gehört erneut wie "Flotte Teens und die neue Schulmieze" zur Reihe "L'Insegnante" die in Deutschland mit "Die Bumsköpfe" begann. Ja, der deutsche Verleih hat hier wieder munter umgedichtet und einfach wild die Reihen vertauscht. Asiatische "Ultra Force" bzw. "Red Force" Ausmaße nimmt das ganze zumindest noch nicht an, aber praktischerweise beziehen sich die Filme auch nicht wirklich aufeinander. Wenigstens hat die deutsche Synchronisatio
n es diesmal vermieden, Gloria Guida in ihrer Rolle als Loredana einzubauen oder zu erwähnen. Leider ist auch Edwige Fenech nicht mehr dabei, sondern sie wird hier von Nadia Cassini ersetzt, dazu aber später mehr. Ganz witzig zur Entstehung des Films ist auch noch die Frage des Regisseurs. Die ofdb listet Guiliano Carnimeo und Mariano Laurenti als Regisseure, aber sowohl Vorspann, als auch die imdb und das DVD-Cover lassen Laurenti weg. Ich hab ihn jetzt trotzdem mal mit gelistet, man möge mir diesen eventuellen Fehler verzeihen. Erwähnenswert ist auch noch der alternative deutsche Titel, der den Film wieder von der Reihe um die flotten Teens entfernt: "Playgirls auf der Schulbank"! Wirklich großartig, wer denkt sich sowas eigentlich immer aus?
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Wie gesagt hat nun also Nadia Cassini die Hauptrolle der erotischen Lehrerin übernommen. Hier wäre dann auch schon der erste Kritikpunkt zu sehen: Cassini taugt mir persönlich nicht wirklich. Natürlich schaut man diese Filme nicht wegen großartigen Schauspielern, aber zumindest die Damen, die ja doch ernsthaftere Rollen als Hauptdarstellerinnen verkörpern und nicht hemmungslos grimassieren müssen wie ihre männlichen Kollegen, konnten zumindest ein bisschen spielen. Frau Cassini wirkt aber absolut ratlos und hat scheinbar keinen Ahnung was sie hier überhaupt macht. Darüberhinaus - um einen unangemessen sexistischen Kommentar einzufügen - zeigt sie uns nur mal ihren blanken Hintern, bleibt ansonsten aber sehr bedeckt. Ok, der Hintern ist dann doch ganz ansehnlich, allerdings hat diese Szene einen entscheidenden Nachteil: die nackte Nadia Cassini und ihr blanker Hintern werden von Lino Banfi in Frauenkleidern massiert. Das ist, als ob Sharon Stone ihren berühmten sliplosen Beinüberschlag macht, und gleichzeitig Gülcan uns die amerikanische Außenpolitik nach dem 11. September erklären möchte. Nunja, es gibt dann trotzdem noch ein paar nackte Schülerinnen (ja, alle über 18), so dass der Zuschauer doch irgendwo bei Laune gehalten wird. Einschlafen kann man dann aber bei einer Szene, für die ich die Regisseure/den Regisseur immer noch hasse: mittendrin findet der oben erwähnte Tanzwettbewerb statt. Und hier wird der Zuschauer tatsächlich mit einer 5 1/2 minütigen Tanzszene zu standardisiert-mieser Musik traktiert! Eine Folter für Augen und Ohren, und Alvaro Vitalis behaarte Brust im Hawaihemd ist da auch nicht wirklich hilfreich.

Die besagte Tanzszene endet übrigens mit dem Sieg von Claudia und ihrem Partner (uuuuuh, böser Spoiler...) und die Auflösung der Szene ist symptomatisch für weite Strecken des Filmes: der Moderator fängt das reden an, auf einmal springen alle auf und jubeln, das Paar betritt die Fläche, tosender Applaus und erst dann kommt der Moderator so langsam zur Siegerehrung. Haben die vorher alle in ihre Kristallkugel geschaut? Diese groben Logikpatzer stoßen dann doch schwer auf, auch wenn man bei einer Sexklamotte natürlich nicht den Sinn hinterfragen sollte. Trotzdem ist es befremdlich, wenn die junge Sportlehrerin im engen Dress mit sexy overknee-Strümpfen den älteren Rektor darum bittet, sich mit seinem Schritt gegen ihren Hintern zu pressen...diese Turnübung nennt sich übrigens "Melonenheben", und die studierte Sportpädagogin sagt allen ernstes, dass man mit gespreizten und gestreckten Beinen aus dem Rücken heraus heben soll. Sicher... Daneben gibts weitere schädelsprengend dumme Szenen. Da ziehen sich die Schülerinnen aus und um, ihre männlichen Mitschüler klopfen und behaupten sie wären der Zimmerservice, was die nackten Grazien gar nicht stört und ihnen Einlass gewähren. Nunja, erst als die ganze Meute im Zimmer steht merken die Damen etwas und kreischen die geifernden Saftsäcke in den Hotelflur. Ansonsten herrscht wieder der übliche Klamauk vor, Lehrer brechen mit ihren Köpfen durch Schultafeln und sich selbst sämtliche Knochen, grenzdebil dumme Wortgefechte werden geführt und so weiter und so fort, wie man das halt schon kennt. Lino Banfi und Alvaro Vitali grimassieren wieder um die Wette, schlagen möchte man beide.

Ganz interessant sind dann doch ein paar Ansätze des sogenannten Drehbuchs. Geschrieben hat das Script Carlo Veo, der ein paar Genrefilme in seinen Credits stehen hat. Das Script selbst ist natürlich absolut beliebig, zufällig, episodenhaft und überhaupt nicht zusammenhängend, sogar noch weniger als in den anderen bekannten Filmen. Jedoch fließen gerade zu Beginn ein paar - ja - fast schon kritische Ansätze zur Didaktik und dem Konflikt der älteren mit der jüngeren Generation ein. Da wettert der Rektor gegen modernen Unterricht, die Schüler sollen bitte keine Freude in der Schule haben sondern etwas lernen, überhaupt taugt die Jugend zu nichts, während die Alten sich im Krieg stählen konnten. Und die jungen Lehrer möchten gerne neue Ansätze in die Schule einbringen, didaktische Modelle aus dem Ausland und auch mit Humor an der Sache sein. Das wäre wahrscheinlich viel zu viel Subtext hinein interpretiert, aber diese Ansätze sind da, und nicht nur impliziert sondern tatsächlich auch verbalisiert. Nunja, was solls. Zur Lehrerbildung eignet sich der Film natürlich nicht. Ganz witzig ist noch die fragwürdige Moral des Films, da die Schule das Sportturnier nur gewinnt, weil sie die schwimmunfähige russische Trainerin ins Wasser schmeißen und die Spieler mit Schnaps abfüllen (uuuuuuh, erneut böser Spoiler...). Ja, das ist alles großes Kino.
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Bei den Schauspielern sind die bekannten Knallköpfe natürlich wieder mit vertreten. Alvaro Vitali ist erneut ein Schüler der Klasse, auch wenn er nie im Unterricht ist aufgrund seiner Bestrafung. Lino Banfi ist diesmal kein Onkel oder sonstwas, sondern tatsächlich Lehrer für Deutsch und Latein. Mario Carotenuto ist wunderbarerweise wieder mit von der Partie und ist diesmal sogar der Rektor. Neu im Cast ist Nadia Cassinni. Sie spielte unter anderem immerhin mit Michael Caine in "Pulp", ansonsten in Filmen mit bezeichnenden Titeln wie "Als die Frauen das Bett erfanden", "Lollipops und heiße Höschen", mit David Hasselhoff im legendären Sci-Fi-Trash "Star Crash - Sterne im Duell" sowie in "Kommt pudelnackt, das Erbe lacht". Nunja. Kameramann Sebastiano Celeste fotografierte immerhin auch Teile von "Allein gegen die Mafia".

Auf DVD ist der Film wieder bei MIG erschienen. Es liegt erneut die deutsche Kinofassung sowie die italienische Langfassung vor. Bei letzterer ist die Bildqualität der eingefügten Szenen unterstes VHS-Niveau, ansonsten ist das Bild ganz gut. Ton ist manchmal schwer verständlich, aber es geht halt manchmal hektisch und laut zur Sache. Ein paar Extras gibts in Form von Trailern. Erneut natürlich vielen Dank für die Bereitstellung einer Rezensions-DVD!

Fazit: "Flotte Teens und Sex nach Noten" kann selbst nach den typisch niedrig angelegten Maßstäben schwer überzeugen. Cassini ist nicht nackt genug, die Geschichte ist nicht vorhanden genug (...) und absurd-trashig ist das ganze auch nicht genug. Doch freue dich, verehrter Leser! Das DVD-Paket der edlen Spender von MIG war diesmal etwas größer, so dass es mehr italienische Sexklamotten bald zum nachlesen gibt. Die geneigten Kollegen Genzel und Gernand, sowie ich selbst, haben noch den ein oder auch anderen Film in petto! Mehr demnächst in diesem Theater.

Eine Rezension von David Kugler
(12. Januar 2008)
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Daten zum Film
Flotte Teens und Sex nach Noten Italien 1978
(L'Insegnante balla... con tutta la classe)
Regie Giuliano Carnimeo, Mariano Laurenti Drehbuch Carlo Veo
Produktion Fulvia Film, Flora Film
Darsteller Nadia Cassini, Lino Banfi, Alvaro Vitali, Mario Carotenuto, Renzo Montagnani
Länge 86:16 FSK 16
Filmmusik Walter Rizzati
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