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Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee

Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee

Ein Film von Dwight H. Little

Einige Jahre nach dem Überraschungserfolg von „Anaconda“ entschloss sich Dwight H. Little, Regisseur von „Free Willy 2 – Freiheit in Gefahr“, wieder einen Film über die Beziehung großes Tier – kleiner Mensch zu drehen und nahm im Regiestuhl zu „Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee“ platz. Gekonnt ließ er seine Vorerfahrungen mit dem Walfilm in sein neuestes Projekt mit einfließen; so geht es auch hier um Abenteuer im Wasser, zwischenmenschliche Beziehungen und Tiere der ganz besonderen Art.

Die Geschichte ist also folgende: Ein New Yorker Pharmakonzern wird auf eine komische Blume aufmerksam, deren Blütenbestandteile lebensverlängernde Eigenschaften aufweisen und die zudem auch noch rot ist (!). Als wäre das nicht schon Sensation genug, ist die Blume auch noch so gemein, nur alle paar Jahre zu blühen, was unseren Konzern dazu zwingt, schnell zu handeln, alle Bedenken im wahrsten Sinne des Wortes über Bord zu werfen und ein Team ehrgeiziger Pharmakologen in der Regenzeit auf ein Boot zu verfrachten, um damit durch den Dschungel zu tuckern und nach der so genannten Blut-Orchidee zu suchen.
Alles könnte so schön sein: Das Team streitet sich, es regnet, das Boot ist eklig (vor allem das Klo) und ständig jagt einem dieser nervöse Affe vom Kapitän mit seinem Gequieke einen Heidenschrecken ein. Doch die Idylle wird gestört. Meterlange Riesenschlangen plantschen um unser Team herum und lassen die Expedition zu einem wahren Höllentrip werden.
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Anacondas: Die Jagd nach der Blut-OrchideeAnacondas: Die Jagd nach der Blut-OrchideeAnacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee
Ja, das alles ist nichts neues und somit ist gleich von Anfang an absehbar, wie sich die Geschichte entwickeln und wer von den bösen Machoegoisten sterben und wer von den lieben noch Wertvorstellungen besitzenden Teammitgliedern überleben wird. Somit unterliegen auch die Figuren einem altbekannten Muster ohne sonderlich viel Charaktertiefe und Persönlichkeit. Das Pharmateam besteht unpassenderweise aus beinahe noch jugendlichen, überdurchschnittlich attraktiven Jungs und Mädels, an denen man sich kaum so einen prüden Laborkittel vorstellen kann. Aber nagut, auch Wissenschaftler können hübsch sein und somit ist der Film aufgrund seiner tollen Naturaufnahmen und der Darsteller mit Modelmaßen eben auch was fürs Auge. Nur nichts für den Verstand… aber wer braucht schon beides?

Leider wird das Auge dann aber doch noch ein wenig getrübt, denn die eigentlichen Spannungsträger des Films – nämlich die Monsterschlangen – wirken allzu künstlich und plastikpuppenhaft, zu sehr computeranimiert und zu wenig authentisch. So kann man dieses Horrorelement eigentlich nur belächeln und sich fragen, ob man diese Machart von Schlangenanimation nicht schon einmal irgendwo gesehen hat… Wenn nicht beim ersten Teil, dann doch zumindest bei "Snakes on a plane".
Anacondas: Die Jagd nach der Blut-OrchideeAnacondas: Die Jagd nach der Blut-OrchideeAnacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee
Was der Film aber dennoch seltsamerweise schafft, ist Spannung aufzubauen. Die Rangelszenen mit den Schlangen sind relativ packend und es gibt genug Überraschungsmomente, die einen bei Laune halten.

Zwar geht es wie schon bei "Anaconda" auch hier um diese vermeintlichen Schlangen, ist jedoch nicht klar, warum bei „Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee“ auch von einem zweiten Teil gesprochen wird, da es kein weiteres verbindendes Element als die Schlangen gibt. So tauchen auch die Darsteller aus dem ersten Teil nur ganz kurz in den Köpfen der Zuschauer dieser „Fortsetzung“ auf, als einer aus dem Team erzählt: „Ich hatte einen Freund, der hatte einen Freund, der Dokumentationen gedreht hat und er und seine Crew sind runter zum Amazonas und wurden alle von Schlangen gefressen.“ Man sollte also nicht erwarten, J. Lo. aus dem ersten Teil wieder zu treffen. Es gibt eine komplett neue Handlung mit neuen (hübschen) Gesichtern und anderen niedlichen Viechern.

Der große Fehler dieses Films ist aber leider, dass er sich selbst ernst nimmt. Viel besser hätte er als Parodie auf den ersten Anaconda-Film gewirkt. Ein paar lustige Kommentare gibt es immerhin: „Ich bin so hungrig; ich würde meine Großmutter für ein Tic Tac verscheuern.“ Die restlichen Lacher erntet der Film, weil er leider unfreiwillig komisch ist: „Wir sind hier“, sagt der Kapitän des Bootes und überfuchtelt mit seiner Hand etwa drei Viertel der Landkartenfläche, nachdem er alle Crewmitglieder geweckt und sich eines davon ein schon vorher mit Schweißflecken besprenkeltes Shirt überzieht.

Mit guter Laune also kann man bei diesem Film also recht viel Spaß haben, sei es nun, ob man mit ihm lacht oder über ihn. Durch die doch dann und wann aufkommende Spannung und den mittleren Unterhaltungswert erscheint aber eine Nominierung im Jahre 2005 für die Goldene Himbeere als nicht gerechtfertigt.

Eine Rezension von Anja Strilek
(16. Juli 2007)
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Daten zum Film
Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee USA 2004
(Anacondas: The Hunt for the Blood-Orchid)
Regie Dwight H. Little Drehbuch John Claflin, Daniel Zelman, Michael Miner, Edward Neumeier
Produktion Verna Harrah
Darsteller Johnny Messner, KaDee Strickland, Matthew Marsden, Nicholas Gonzalez, Eugene Byrd, Karl Yune
Länge 93 min FSK 12
Filmmusik Nerida Tyson-Chew
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