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Eine Pistole für Ringo RSS 1.0


Eine Pistole für Ringo

Eine Pistole für Ringo

Ein Film von Duccio Tessari

Giuliano Gemma („Tenebre“) spielt Ringo, der auch Engelsgesicht genannt wird.
Der Name trügt, denn unschuldig ist an ihm gerade mal das Aussehen. Der Kerl ist schnell mit dem Colt und sitzt gerade wegen Mordes im Kittchen, obwohl er beteuert nur in Notwehr zur Waffe gegriffen zu haben.
Auf ihn wartet der Prozess. Da kommt es ihm ganz gelegen, dass sich nahe des Städtchens in dem er gegen seinen Willen festgehalten wird, eine flüchtige Bande von mexikanischen Banditen unter der Führung des skrupellosen Sancho (Italowestern - Regular Fernando Sancho in einer seiner ersten Rollen) in einem Anwesen verschanzt haben und u.a. die Freundin des Scherriffs als Geisel genommen haben.

Nun soll Ringo die Bande infiltrieren und die Geiseln retten bevor die Kavallerie anmarschiert und den Unterschlupf und damit auch alle Unschuldigen dem Erdboden gleichmacht.
Da für ihn ein beträchtlicher Teil der Beute, die die Bande auch noch dabei hat, und die Freiheit herausspringen willigt Ringo ein, sich für die gute Sache auf das Himmelfahrtskommando zu begeben.

„Una pistola per Ringo“(so der italienische Originaltitel) entstand in der Frühzeit des Genres, im Jahre 1965.
Gerade das merkt man dem Film zu jeder Sekunde an. Denn wo Sergio Leone mit Für eine Handvoll Dollar den Grundstein für eines der erfolgreichsten Genres der 60er legte und dabei höchst eigenständig vorgin
g, waren unzählige Western italienischer Machart (inklusive der ersten Film Sergio Corbuccis) noch(allzu) sehr dem amerikanischen Vorbild verhaftet.

„Ringo“ enthält somit eindeutige Elemente des Us-Western ohne dabei jedoch die Spaghetti Western - Signatures zu vernachlässigen.
Gemma , der hier erstmal in seiner großartigen Paraderolle zu sehen war und noch unter dem an einen Pornodarsteller erinnernden Pseudonym Montgomery Wood im Cast aufscheint , sieht mit seinem Outfit wie Burt Lancaster aus und auch die Musik ist (bis auf wenige Ausnahmen) nicht so „typisch“, obwohl Ennio Morricone den Taktstock schwang.
Doch oft erinnert der Film auch an das große Vorbild Leones, was wenig verwundert, wenn man bedenkt dass Regisseur Tessari am Drehbuch des ersten Teils der Dollartrilogie beteiligt war. Insbesondere Ringos Art und Weise wie er die Bande gegeneinander ausspielt ist an die Finten des „Man with no Name“ Eastwood angelehnt.

Einen ebenso großen Einfluss auf den Film hatte außerdem William Wylers Geiselnahme - Drama „An einem Tag wie jeder andere“( aka „The desperate Hours“ mit Humphrey Bogart). Von diesem Klassiker wird gleich die gesamte Handlung übernommen.

Tessari (Der Mann ohne Gedächtnis)inszenierte einen routinierten Italowestern der von den sympathischen Hauptdarstellern und der spannenden Handlung lebt.
Zudem ist der Film teilweise echt skurril-witzig, ohne dabei jedoch in Spencer-Hill Sphären abzudriften(als Kostprobe: Der Film spielt im Dezember. Als sich zwei Cowboys auf der Straße begegnen, denkt der Zuschauer, dass sie gleich ihre Colts sprechen lassen werden, dabei wünschen sie sich nur „Frohe Weihnachten"). Zudem ist Gemma als ständig Faxen machender Revolverheld mit festen Prinzipien immer einen Schmunzler wert.

Jedoch darf man nicht vergessen, dass das Engelsgesicht schnell den Finger am Abzug hat. Genauso wie der Hauptcharakter zwischen unschuldig und knallhart blitzschnell umschalter, so inszenierte Tessari seinen Film.
Der Body Count ist beachtlich, etliche Geiseln sterben im Kugelhagel und Ringo wird ausgiebig, wie es im Genre schon zum „guten Ton“ gehört, gefoltert.

Das könnte man jetzt auch „uneven“ nennen, aber der geneigte Genrefan bekommt mit „Eine Pistole für Ringo“ einen hochwertigen und vor allem höchst unterhaltsamen Western präsentiert, der in der Koch Media Western Collection Version erstmals ungeschnitten und mit einer Trommel voll Kugeln…äh, Extras das Fanherz erfreut.

Credit und Copyright Coverfoto/Coverimage:
Koch Media

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(02. Februar 2009)
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Daten zum Film
Eine Pistole für Ringo Italien 1965
(Una Pistola per Ringo)
Regie Duccio Tessari Drehbuch Alfonso Balcázar und Duccio Tessari
Produktion Luciano Ercoli
Darsteller Giuliano Gemma, Fernando Sancho, Nieves Navarro
Länge 94 FSK 18
Filmmusik Ennio Morricone
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