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Whiteout

Whiteout

Ein Film von Dominic Sena

Unter einem Whiteout versteht man ein meteorologisches Phänomen, das die Helligkeit bezeichnet, welche auf großen schneebedeckten Flächen durch gedämpftes Sonnenlicht entsteht.
Es erfolgt eine starke Kontrastminderung zwischen Erdboden und Himmel, die das Verschwinden des Horizontes zur Folge hat und in einer völligen Desorientierung resultiert - auf Deutsch: Man weiss nicht mehr, wo hinten und vorne ist.

Diese Informationen hat der Verfasser sich übrigens nicht mal jux aus den eigenen Hirnwindungen gekramt, sondern einfach die Dienste von Wikipedia in Anspruch genommen.
Zuschauer des gleichnamigen Thrillers von Dominic Sena bekommen in dem Streifen gleich noch eine dramatischere Beschreibung des Begriffes geliefert – denn, hey, schließlich bekommt man mit der sachlichen Definition irgendwelcher Lichtreflexions-Effekte selten viele Kinokarten verkauft.
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Leider hat sich der Film wohl die Bedeutung seines Titels auch gleich als Vorbild genommen: Abgesehen von einem langsam in (zugegeben toll umgesetzten) grau-weißen Bildern verschwindenden roten Faden gibt es hier leider wenig für den Spannungs-Liebhaber zu entdecken.
Der Umstand, dass das Werk trotz A-Produktion und durchaus ansprechendem Trailer an den US-Kinokassen gnadenlos gefloppt und hierzulande gleich in die Regale der Videotheken verbannt worden ist, kommt nach Sichtung also keineswegs von ungefähr.

Schauspielerin Kate Beckinsale („Motel“), die auch als U.S. Marshal Carrie Stetko wie immer eine hübsche Figur macht, darf zumindest zu Beginn ihrer Rolle gleich mal unter die Dusche.
Einige Zuschauer werden vielleicht allein wegen der betreffenden Szene „Whiteout“ irgendetwas abgewinnen können – auch wenn es letztlich doch nur bei der reinen Illusion bleibt, soeben ganz viel nackte Haut gesehen zu haben…ähnlich wie das schon bei Jessica Albas zugegebenermaßen heißeren Bikini-Einsatz in „Into The Blue“ (2005) gewesen ist…

Aber zurück zum Film: Noch vor der jugendfreien Entblößung der Heldin wird das Publikum während eines Prologs ins Jahr 1957 zurückversetzt. In einem russischen Frachtflugzeug, das gerade die Antarktis überquert, kommt es unter der Besatzung zu einer tödlichen Auseinandersetzung. Die Maschine stürzt ab.

Am gleichen Ort, nur in der Gegenwart, wird man nach der spektakulären Crash-Sequenz mit der attraktiven Carrie Stetko bekanntgemacht, die auf einer isolierten Forschungsstation ihrem Job als U.S. Marshal nachgeht und sich nach einem Auftrag in eisiger Kälte erstmal…ach ja, das hatten wir ja schon!
Zumindest ändert sich für die junge Frau, die nach einem ihrer früheren Stadteinsätze ein Trauma erlitten hat, der Routine-Alltag in der ungemütlichen Einöde, als sie zusammen mit dem Piloten Delfy (Columbus Short, „Quarantäne“) und dem Arzt Dr. John Fury (Tom Skerritt, „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“) an einer entlegenen Stelle die Leiche eines Geologen bergen muss – die folgende Obduktion lässt auf Mord als Todesursache schließen.
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Der Angriff eines maskierten Unbekannten und das unerwartete Eintreffen des UN-Ermittlers Robert Pryce (Gabriel Macht, „The Spirit“) sorgen dafür, dass der mysteriöse Vorfall weitere Bahnen schlägt. Und ja, natürlich spielt dann später das abgestürzte Flugzeug vom Anfang auch noch irgendwo mit rein...

„Whiteout“, dessen Drehbuch gleich von vier Autoren bearbeitet worden ist, basiert ursprünglich auf einer Graphic Novel von Greg Rucka und Steve Lieber.
Der Rezensent kennt die betreffende Vorlage zwar nicht, glaubt aber gern, dass es darin irgendetwas gibt, das während der Adaption völlig auf der Strecke geblieben ist. Packende Handlungsstränge vielleicht. Oder interessante Figuren.

Was den Zuschauern zumindest hier präsentiert wird, sind 100 Minuten gebündelter Langeweile, die zudem auf einen „Höhepunkt“ zulaufen, der eigentlich gar keiner ist.
Am Ende fragt man sich sogar, ob man vielleicht ein wichtiges Element verpasst hat – irgendwie will man es nicht wahrhaben, dass all das Brimborium und das mysteriöse Treiben der Charaktere jetzt nur um diese eine, relativ unspektakuläre, Sache veranstaltet worden ist. Ein derartig rapides Spannungsgefälle hat man lange nicht mehr in einem Film dieser Größenordnung gesehen.

Sein Talent zum Inszenieren hat Regisseur Dominic Sena vorher zumindest mehrfach unter Beweis stellen können: Sein Debüt „Kalifornia“ (1993) ist ein beklemmend düsteres Serienkiller-Roadmovie mit einem mal ganz anderen Brad Pitt und der High-Tech-Thriller „Passwort: Swordfish“ (2001) gehört zu den wenigen wirklich smarten Actionstreifen, die diese Dekade hervorgebracht hat.
Insofern geht das Versagen seines neuesten Werkes auch weniger auf das Konto seiner Regie-Fähigkeiten – die Bilder sind extrem stylisch und wenn mal irgendwann etwas Spannendes passiert, versteht es Sena auch, dies entsprechend umzusetzen. Leider gibt die Story nur selten solche Momente her.
Es ist schon bezeichnend, dass die fesselndste Szene auch aus einem drittklassigen 90's Slasher stammen könnte und nur durch ihre Inszenierung eine gewisse Klasse erreicht.

Aus atmosphärischer Sicht hat man sich hier übrigens sehr offensichtlich von John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ inspirieren lassen, obwohl sich „Whiteout“ mit seiner lahmen Geschichte insgesamt eher wie das Sylvester Stallone-Vehikel „D-Tox - Im Auge der Angst“ (2001) anfühlt, das einen trotz wirrerem Drehbuchs doch irgendwie mehr begeistert hat...
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Fazit: Was am Ende bleibt, sind eine duschende Kate Beckinsale und ein Haufen schick ausschauender Langeweile.

Eine Rezension von Bastian G.
(12. Juli 2010)
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Daten zum Film
Whiteout USA, Kanada, Frankreich 2009
(Whiteout)
Regie Dominic Sena Drehbuch Jon Hoeber, Erich Hoeber, Chad Hayes & Carey Hayes (basierend auf der Graphic Novel von Greg Rucka & Steve Lieber)
Produktion Warner Bros. Pictures, Dark Castle Entertainment, Studio Canal, Don Carmody Productions, McMurdo (Canada) Productions, Studio Babelsberg Motion Pictures Kamera Christopher Soos
Darsteller Kate Beckinsale, Gabriel Macht, Tom Skerritt, Columbus Short, Alex O'Loughlin, Shawn Doyle, Joel S. Keller, Jesse Todd, Arthur Holden, Erin Hickock, Bashar Rahal, Julian Cain
Länge 101 min. FSK ab 16 Jahren
http://wwws.warnerbros.de/whiteout/
Filmmusik John Frizzell
Die deutsche DVD und Blu-Ray sind ab 26.03.2010 im Handel erhältlich.
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