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The Strangers RSS 1.0


The Strangers

The Strangers

Ein Film von Bryan Bertino

„Because you were home.“


Das junge Paar James (Scott Speedman, „Dark Blue“, „Underworld“) und Kristen (Liv Tyler, „Gefühl & Verführung“, „Der Herr der Ringe“) befindet sich in einer schwierigen Beziehungs-Phase.
Eigentlich hat James den Aufenthalt im abgelegenen Ferienhaus seiner Familie als romantischen Höhepunkt eines gelungenen Heiratsantrags geplant. Leider ist sein Vorhaben bereits früher am Abend wie eine Seifenblase zerplatzt, als seine angedachte Zukünftige den Ring überraschend abgelehnt hat.

Nun herrscht zwischen den Beiden ein unangenehmes Schweigen; die wenigen wechselnden Worte zeugen zunächst auch nicht gerade als Ausdruck großer Emotionen.
Als Kristen es in der Nacht doch noch schafft, ihren enttäuschten Partner ein wenig zu besänftigen, klopft es plötzlich an der Tür. Nach dem Öffnen steht ein in der Dunkelheit kaum erkennbares Mädchen im jungen Erwachsenenalter vor ihnen und fragt, ob eine Tamara dort wäre. Das Paar verneint und denkt sich bei dem unverschämt späten Besuch erst nichts weiter.
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James fährt kurz darauf noch einmal weg, um nach dem emotionalen Tiefschlag einen freien Kopf zu bekommen.

Während er fort ist, beginnt der Terror:
Zunächst klopft erneut das Mädchen an der Tür und fragt als Kristen nicht öffnet, wie bereits zuvor, nach Tamara. Dann verschwinden im Haus Gegenstände - wie das Telefon - oder tauchen an anderer Stelle wieder auf. Auch der Plattenspieler beginnt wie von Geisterhand zu spielen, woraufhin sich die schockierte Kristen mit einem Messer im Schlafzimmer verschanzt.

Nach diesen unheimlichen Ereignissen kehrt James wieder zurück und kann seiner Freundin die Geschichte erst nicht glauben. Als er aber erneut zum Auto geht um sein Handy zu holen, findet er den Wagen völlig zerstört vor.
Nun erscheinen im Dunkeln drei maskierte Gestalten, und nachdem eine erste Flucht von diesen verhindert wird, begeben sich Kristen und James wieder zurück ins Haus.
Sehr bald ist klar, dass die Fremden nicht nur ein Spielchen mit ihnen treiben, sondern dem Paar nach dem Leben trachten…

Nicht Blut sondern Suspense ist das Zauberwort, das man mit „The Strangers“, dem Regiedebüt von Bryan Bertino, als erstes in Verbindung bringt:
Ein einziger Schauplatz und insgesamt acht Darsteller - das ist alles, was der neue Kinohit aus den USA benötigt, um eine zutiefst beklemmende Spannung zu erzeugen, die eher an frühere Klassiker wie „Halloween - Die Nacht des Grauens“ (1978) oder „The Texas Chainsaw Massacre“ („Blutgericht in Texas“, 1974) erinnert, als an moderne Blutbäder à la „Hostel“ (2005).

Diesen altmodischen Ansatz hat auch schon der ungarische Regisseur Nimród Antal mit seinem Schocker „Motel“ (2007) wiederzubeleben versucht, wobei das insgesamt unterhaltsame Werk allerdings ein paar störende Durchhänger im Spannungsbogen aufweist und im Gegensatz zu „The Strangers“ eindeutig den Kürzeren zieht.
Obwohl beide Streifen schon eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen, räumt der vorliegende Thriller seinen Protagonisten mehr Platz zur Charakterentfaltung ein, was der notwendigen Identifikation mit dem Publikum sehr entgegen kommt. So füllen die Schauspieler Liv Tyler und Scott Speedman ihre jeweilige Rolle vielleicht nicht mit der Konsequenz eines method-actings aus, aber hinterlassen zumindest einen realistischeren Eindruck als manch andere Schnarchnase in Genre-Beiträgen.
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Im Übrigen gibt sich der Film gleich zu Anfang als Aufarbeitung eines wahren Vorfalls zu erkennen – ob diese Info jetzt unbedingt Not getan hat, liegt bei jedem Zuschauer selbst...zumindest wäre das Werk ohne die reißerischen Vorworte keinen Deut schlechter rübergekommen.

Von einigen Seiten kann auch das Gerücht vernommen werden, es handele sich bei „The Strangers“ um ein ganz freches, heimliches Remake des französischen Streifens „Them“ von 2006.
Und tatsächlich - wenn man diese beiden Werke miteinander vergleicht, lassen sich unabstreitbare Übereinstimmungen feststellen:
Bei beiden Filmen wäre da ein junges Paar, das in der Nacht von einer Gruppe Unbekannter attackiert wird, und auch der genannte Vermerk über den Realitätsgrad der Geschichte ist präsent.

Dabei soll das Drehbuch zu „The Strangers“ noch vor dem von „Them“ entstanden sein – unterm Strich ist die Debatte darüber, welcher von ihnen zuerst dagewesen ist, aber wirklich überflüssig, da beide Filme einen ganz eigenen Stil besitzen.
Dennoch darf schon vorweggenommen werden, dass Gegner des französischen Vorgängers auch Bryan Bertinos Schocker wohl kaum etwas Positives abgewinnen werden können.
Denn auch bei diesem Film geht es letztlich nicht darum, eine ausgeklügelte Story mit überraschenden Wendungen oder ausschweifenden Erklärungen der Täter zu erzählen, sondern Informationen auf das absolute Minimum zu reduzieren und dabei eine Art Momentaufnahme der grausamen Ereignisse zu erschaffen.

Vermutlich gibt es auch nicht gerade wenige Horror-bzw. Thrillerfans, die bereits seit langer Zeit auf solch ein inhaltlich schlichtes, aber dafür ungemein packendes und fieses Kammerschauerspiel gewartet haben, das den Begriff „Horror“ (lat.: horrere = erschaudern) wirklich verdient.
Um das Resultat zu verstärken, setzt der junge Regisseur natürlich auch auf gelungene Soundeffekte sowie ein äußerst atmosphärisches Setting. Damit beides richtig wahrgenommen werden kann, empfiehlt es sich mit Nachdruck, das Werk auf der grossen Leinwand zu genießen.

Das einzige Manko ist ein winziger Spannungsknick in der Mitte der Spielzeit, der aber durch eine ansonsten extrem an den Sitz fesselnde Intensität und ein vortrefflich-verstörendes Ende wieder ausgebügelt wird.
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„The Strangers“ kann sich sehen lassen – sehr gut sogar!

Eine Rezension von Bastian G.
(09. Juni 2008)
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Daten zum Film
The Strangers USA 2008
(The Strangers)
Regie Bryan Bertino Drehbuch Bryan Bertino
Produktion Rogue Pictures, Vertigo Entertainment, Mandate Pictures, Intrepid Pictures Kamera Peter Sova
Darsteller Liv Tyler, Scott Speedman, Gemma Ward, Kip Weeks, Laura Margolis, Glenn Howerton, Alex Fisher, Peter Clayton-Luce
Länge 90 min. FSK ab 18 Jahren
http://www.thestrangersmovie.com/
Filmmusik tomandandy
Deutscher Kinostart: 20.11.2008. Der Film wurde im Rahmen des "Fantasy-Filmfests 2008" in der englischen OV vorgeführt!
Kommentare zu dieser Kritik
Bastian TEAM sagte am 16.07.2008 um 00:55 Uhr

Horror-Ikone Stephen King hat sich in einem Artikel bei EW.com positiv gegenüber Low-Budget-Horror-Streifen geäußerst, und nannte in diesem Zusammenhang explizit den diesjährigen amerikanischen Überraschungs-Box-Office-Hit "The Strangers":

"While walking back to my Boston hotel after a surprisingly well-attended Tuesday afternoon showing of Bryan Bertino's horror thriller The Strangers, I found myself musing on what's scary and what's not. Whatever it is, The Strangers had enough of it to do incredibly well at the box office. But what makes such a little film with only one star (Liv Tyler) work in the first place? That the question interests me shouldn't amaze anyone, since I've worked in the scare-'em-silly field for years. And it must be of vital interest to Twentieth Century Fox, which this summer releases two movies in the genre with much higher budgets: The Happening and The X-Files: I Want to Believe. The Happening was better than I expected, but it wasn't as scary as The Strangers. As for The X-Files (out July 25)? Children, I have my doubts.
[...]Of Fox's two summer creepshows, give the edge to The Happening, partly because M. Night Shyamalan really understands fear, partly because this time he's completely let himself go (hence the R rating), and partly because after Lady in the Water he had something to prove. And, happily, Happening plays as a relatively small movie. The new X-Files movie, on the other hand, looks big...but horror is not spectacle, and never will be. Horror is an unknown actress, perhaps the girl next door, cowering in a cabin with a knife in her hands we know she'll never be able to use. Horror is the scene in The Strangers where Liv Tyler tries to hide beneath the bed...and discovers she can't fit there.
[...]That's why I can't imagine that anything in X-Files will match Liv Tyler's exchange with one of the masked home invaders in one particularly terrifying scene of The Strangers.

''Why are you doing this to us?'' she whispers.

To which the woman in the doll-face mask responds, in a dead and affectless voice: ''Because you were home.''

In the end, that's all the explanation a good horror film needs."

Den ganzen Artikel gibt es auf dieser Website:
http://www.ew.com/ew/article/0,,20210538,00.html

travisbickle TEAM sagte am 09.04.2009 um 18:25 Uhr

Alles in allem ein wirklich packender Psycho- Reißer, der sich inszenatorisch auf hohem Niveau bewegt und seine grandios düsteren Kulissen perfekt einzusetzen weiß. Allerdings hat "The Strangers" für mich zwei wesentliche Haken: Zum einen konnte ich mich während des Schauens nicht so recht damit anfreunden, dass das Schicksal der beiden Hauptprotagonisten schon am Anfang vorweggenommen wird. Na gut, es heißt "Inspired by true events", der Schluss ist also von vornherein klar, aber man hätte das auch anders lösen können.

Negativ fiel mir auch die Unentschlossenheit auf, mit der der Regisseur im letzten Drittel bei der Auflösung der Geschichte vorging. Als die Maske der Killer fällt, kann sich Bertino nicht so recht entscheiden, ob er die Gesichter dem Zuschauer nun komplett vorenthalten oder sie wenigstens in Andeutungen zeigen soll. Hier war mir "The Strangers" nicht konsequent genug und hing mir ein wenig in der Luft.

Ansonsten ist "The Strangers" ein sehenswertes Katz- und Maus- Spiel, das seine 84 Minuten ohne störende Längen und durchgängig packend über die Runden bringt- und einige wirklich fiese Überraschungen bringt:

SPOILER: In der Szene etwa, wo der Typ ins Haus kommt, um nach dem Pärchen zu sehen, lauert hinter ihm der eine Killer mit der Axt. Allerdings kommt diesem der in der Ecke kauernde James zuvor und knallt seinen eigenen Kumpel mit der Schrotflinte ab. SPOILER ENDE!

Also: Wer sich als Horrorfan bezeichnet, sollte den Gang in die Videothek antreten und einen Blick auf "The Strangers" wagen...
Mickey Knox sagte am 26.01.2010 um 04:51 Uhr

Kann mich der Rezension und deren Kommentare absolut NICHT an-schliessen!"The Strangers"ist eine wahre Enttäuschung in jeglicher Hinsicht,öde,innovationslos,und Langeweile dominieren.Es geschieht kaum etwas auch nur nennenswertes!Sicher gibt es die eine oder andere gute Szene,doch dies reicht bei weitem nicht für einen guten Horrorfim aus!Der Versuch einen reinen und blutleeren Terrorfilm mit subtilem Horror&Suspense zu kreieren hat nicht ganz funktioniert!Begeistern konnte ich mich bei dieser Zelluloidverschwendung jedenfalls nicht!Einzig und allein interessant ist die Tatsache. dass die Identität der Killer,und deren morden, ohne erkennbares Motiv, ausser wenn mann JUST FOR FUN fürs töten gelten lässt,im Dunklen bleibt ,und sie, den Tätern dadurch etwas Mysteriös&Unheimliches verleiht!Wahrlich man kann ihn getrost zu den Filmen zählen die die Welt garantiert nicht braucht!!! Vielleicht gibt es ja einige die meiner Kritk zustimmen?

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