Filmkritiken - von Independent bis Hollywood
 
2004 Filmkritiken | 10451 Personen | 3321 Kommentare  
 
Bitte wählen Sie

Email

Passwort


Passwort vergessen

> Neu anmelden


Auch interessant



Coraline
von Henry Selick




Meist gelesen¹

1. 
Black Panther  

2. 
Ant-Man and the Wasp  

3. 
Familiye  

4. 
Das Zeiträtsel  

5. 
Interstellar  

6. 
Die Klosterschülerinnen  

7. 
Krankenschwestern-Report  

8. 
Auf ins blaukarierte Himmelbett  

9. 
Die Zwölf Stühle  

10. 
Geilermanns Töchter - Wenn Mädchen mündig werden  
¹ gilt für den aktuellen Monat

Casinos im Film
  FILMSUCHE
  Sie sind hier: Filmkritiken > Bernhard Braunstein, Martin Hasenöhrl > Kopfbahnhof
Kopfbahnhof RSS 1.0


Kopfbahnhof

Kopfbahnhof

Ein Film von Bernhard Braunstein, Martin Hasenöhrl

Dieser Dokumentarfilm der beiden Salzburger Studenten der Kommunikationswissenschaften Martin Hasenöhrl und Bernhard Braunstein, die dieses Projekt im Rahmen ihres Uni Praktikums „Stadtansichten“ in Angriff genommen haben, und das von der Universität Salzburg, dem Verein „offscreen“ sowie von Stadt und Land finanziell ermöglicht wurde, zeigt eine Seite der Kulturstadt, die sonst nur allzu gerne verdrängt und totgeschwiegen wird.

Hasenöhrl und Braunstein skizzieren in ihrer Dokumentation das Leben in einem berüchtigten Wohnhaus am Bahnhofsplatz, das einen Ort gesellschaftlicher Exklusion und räumlicher Segregation darstellt. Einen Anders-Ort der Einsamkeit, an dem jeder nur für sich lebt.
So spricht gleich zu Beginn des Films eine Stimme aus dem Off: „ A anständiga Mensch geht do net eina!“ („ein anständiger Mensch geht hier nicht hinein“). Ein anderer Kommentar wiederum lautet: „Giftler, Alkoholiker und Ausländer hamm’ hier immer scho g’wohnt – und sunst goa nix“(„Drogenabhängige, Alkoholiker und Ausländer haben hier schon immer gewohnt – und sonst niemand“).

Der Dreh des Film gestaltete sich für Hasenöhrl und Braunstein außerordentlich schwierig, denn von 40 kontaktierten Bewohnern des Hauses erklärten sich nur sechs dazu bereit den beiden jungen Männern ein Interview zu geben. Obwohl die Dokumentation überwiegend aus Interviews besteht, nimmt der Zuseher schon nach kurzer Zeit Anteil am Leben der oft sehr tragischen Schicksale, die s
ich unter anderem aus Junkies, Vorbestraften und vereinsamten Pensionisten zusammensetzen. Viele Aussagen lassen einen nachdenklich werden, wie z. B. diejenige eines älteren Herrn, der behauptet er schätze deshalb das Leben in diesem Haus so sehr, weil sich hier niemand um den anderen kümmere.
Der „Kopfbahnhof“ wird zur Endstation, einem auswegslosen Teufelskreis. Hier begegnen uns Menschen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, weil sie für diese überflüssig geworden sind.

Den beiden Studenten ist es gelungen in den sehr statisch gefilmten Interviews Einsamkeit, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, die an diesem Ort vorherrschen, auf eine oft unerträgliche Weise einzufangen. Ein wertvoller Beitrag zu Armut und Außenseitertum in unserer Gesellschaft, der einen traurig werden lässt.


Eine Rezension von Florian Friedrich
    Kopfbahnhof bei ebay.de ersteigern


Kommentar schreiben | Einem Freund empfehlen

Daten zum Film
Kopfbahnhof Österreich 2003
(Kopfbahnhof)
Regie Bernhard Braunstein, Martin Hasenöhrl Drehbuch
Produktion Offscreen, Universität Salzburg, Stadt und Land Salzburg
Länge 70 min FSK Keine Angabe
http://www.kopfbahnhof.at/index1.htm
Kommentare zu dieser Kritik

Kommentar schreiben | Einem Freund empfehlen

 

Impressum 




 
 
www.jeichi.com | CD-Kritiken | www.filmempfehlung.com
Horrorfilm News | Der Webvideo Markt | Kino Trailer
 
Sedo - Domains kaufen und verkaufen etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse