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Troll Hunter

Troll Hunter

Ein Film von André Øvredal

Was Adrien Brody so speziell und Ingolf Lück so niedlich macht; was gerüchteweise als Zeichen der Potenz gilt und angeblich eine Aussage über die Größenverhältnisse gewisser Körperregionen trifft; und was – mit oder ohne Sommersprossen – eines der wichtigsten Sinnesorgane des Menschen ist, scheint eine große – im wahrsten Sinne des Wortes – Funktion für bestimmte Wesen der nordischen Mythologie zu haben. Oder warum werden Trolle – ob riesig oder als Zwerg – immer mit diesem enormen Zinken dargestellt? Vielleicht vermag es „Troll Hunter“, uns darauf eine Antwort zu geben...

Worum geht’s? Der Titel macht es einem leicht – um Trolljäger. Vor allem um einen ganz speziellen und eigentlich einzigen seines Geschäfts – Hans – , der nach jahrelanger Schufterei keine Lust mehr auf unbezahlte Nachtschichten hat und eine Regel bricht, die er und ein kleiner Kreis Eingeweihter bisher so strikt zu befolgen wussten: niemals verraten, was man eigentlich tut und vor allem nicht zugeben, dass es sie gibt. Trolle. Jawoll. Nicht Meerjungfrauen, Einhörner oder Vampire. Trolle. So ganz glauben kann das eine studentische Dokumentarfilmcrew nicht, und begleitet Hans bei seinem gefährlichen Job – und muss ab sofort die Beine in die Hand nehmen, um nicht von den hünenhaften Gestalten, die in den entlegenen Gegenden Norwegens hausen, zermatscht zu werden…

Troll HunterTroll HunterTroll Hunter
Nach dem US-amerikanischen „Cloverfield“ und dem spanischen „[Rec]“ kommt hier nun eine Fake-Dokumentation aus dem skandinavischen Raum, die ebenfalls gekonnt Wackelkamera mit großartigen Effekten vermischt und aufgrund der angeblichen Vorortaufnahmen und Nähe zum Geschehen wie selbstverständlich ins Horrorgenre gleitet. „Troll Hunter“ bleibt im Gegensatz zu seinen eben genannten Genrekollegen nur leicht gruselig, wartet aber dafür mit einer ganz anderen, einfallsreichen Schiene auf. Als sogenannte „Mockumentary“ versucht der Film gar nicht erst, ernst zu bleiben und die Zusehenden somit zu packen. Die Unglaubwürdigkeit real existierender Trolle wird gar nicht erst geleugnet, dafür aber gekonnt auf die Schippe genommen. Mit viel Ironie werden ein ums andere Mal absurde Trolleigenschaften erfunden – die strohdummen Steinfresser hassen beispielsweise nichts mehr als gläubige Christen – und Erklärungen für ganz alltägliche Erscheinungen gesucht – warum sollten Strommasten auch kein elektrisch geladener Zaun einer Trollweide sein?

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Die Charaktere fügen alles übrige, was man an Humor noch zusammenkratzen konnte, hinzu. So ist es zum Beispiel eine reine Freude, dem alten Hasen Hans bei seinem gefährlichen Job zuzusehen, der für ihn längst Routine geworden ist. Und während sich die jungen Filmstudis in einer Trollhöhle vor Angst die Winterjacken vollschwitzen, nutzt Hans doch gern mal die Sitzpause für ein kurzes Nickerchen. Grandios!

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Optisch ist „Troll Hunter“ hervorragend in Szene gesetzt – und das nicht nur wegen der echt wirkenden Riesentrolle, auf die man übrigens gar nicht lange warten muss, bis man sie in ihrer Gänze zu Gesicht bekommt. Auch die Örtlichkeiten, an denen Hans und Filmcrew auf die Pirsch gehen, machen natürlich einiges her – und das auch noch ohne irgendetwas faken zu müssen. Was bei den riesennasigen und gern mal mehrköpfigen Monsterchen noch im Nachhinein dazuanimiert werden musste, stellt sich bei der malerischen Kulisse Norwegens in seiner ganzen echten Unverblümtheit dar. Rotbraungelbe Herbstwälder, rotdächige Fischerdörfchen, schneebedeckte Gebirge – allein die Landschaft zu betrachten ist ein wahrer Hochgenuss.

Ohne wirkliche Spannungskurve und Höhepunkt ist „Troll Hunter“ immer noch wortwörtlich sehenswert und aufgrund seiner Witzigkeit ebenso unterhaltsam wie speziell. „Das hab ich alles schon tausendmal gesehen“, dürfte einem hier wohl nicht über die Lippen kommen.
Und die Frage mit der Nase? Die beantwortet ein Kinogast nach der Vorstellung ganz richtig: „Die Trolle waren wirklich sehr niedlich!“ Und das vor allem weshalb? Richtig. Die riesen Knubbelschnute. Göttlich!

Eine Rezension von Anja Strilek
(20. März 2011)
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Daten zum Film
Troll Hunter Norwegen 2010
(Trolljegeren)
Regie André Øvredal Drehbuch André Øvredal
Produktion Sveinung Golimo, John M. Jacobsen Kamera Hallvard Bræin
Darsteller Otto Jespersen, Hans Morten Hansen, Johanna Mørck, Knut Nærum, Robert Stoltenberg, Glenn Erland Tosterud
Länge FSK
Lief als Kinopremiere in Deutschland bei den Fantasy Filmfest Nights am 20. März 2011. Offizieller Kinostart: 7. April 2011.
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